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Lernen mit leerem Magen: Jedes siebte Kind frühstückt nicht

Kohlenhydrate fördern das Denkvermögen und sind vor allem für Kinder wichtig. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hat nun ergeben, dass jedes siebte Kind morgens nichts isst, bevor es in die Schule geht. Das schlägt sich auf das Denkvermögen der Kinder nieder. 
Frühstück-Müsli|pixelio.de/pixelcalle|http://www.pixelio.de/details.php?image_id=372951
Die Gründe für das fehlende Frühstück sind vielfältig: Jeder vierte Befragte gab an, dass sein Kind morgens keinen Appetit habe. Und sogar jede dritte Mutter und jeder dritte Vater sagten, dass morgens keine Zeit fürs Frühstück sei. Diese sollte man für eine gesunde Morgenmahlzeit jedoch immer freischaufeln, rät Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Krotz. "Kinder sind nur dann richtig fit für die Schule, wenn sie morgens in Ruhe frühstücken". Mit leerem Magen können Körper und Geist keine Leistung bringen.

Die Folge: Die Kinder sind reizbar, nervös und können sich nicht richtig konzentrieren. Und das ist schon auf dem Schulweg wichtig: Kinder bewegen sich sicherer, wenn sie zeitig aufgestanden sind und entspannt gefrühstückt haben. Spätestens in der großen Pause überfällt die Kinder der große Heißhunger. Dann greifen sie am liebsten zu Süßigkeiten. Besonders ungünstig ist es deshalb, wenn Kinder statt eines gesunden Pausenbrotes ein paar Euro in der Tasche haben und am nächsten Kiosk nach Herzenslust zu Schokoriegeln und Weingummi greifen.

Frühstücken gibt Energie für den Tag

Süßigkeiten treiben den Blutzuckerspiegel kurzfristig in die Höhe, lassen ihn aber auch schnell wieder sinken und führen zum nächsten Leistungstief. Der Umfrage zufolge geben immerhin sechs Prozent der Grundschuleltern ihren Kindern Geld für einen Pausensnack mit in die Schule. Von den älteren Kids kauft sich diesen schon fast jedes vierte selbst. Der Großteil der Mütter und Väter (95 Prozent der Grundschuleltern) machen die Pausenbrot selbst. Das ist auch die beste Alternative für Kinder, die morgens partout nichts frühstücken wollen.

Zwingen kann und soll man Kinder aber nicht zum Frühstücken. Wenn ein Kind partout nichts essen will, sollte es  jedoch wenigstens ein Glas Milch, Kakao oder Fruchtsaft trinken. Ein gutes Frühstück für Kinder besteht aus Müsli mit Milch, Nüssen, Rosinen und frischem Obst, etwa Apfel- und Bananenstücken. Alternativ kann morgens auch Vollkornbrot auf dem Speiseplan stehen – am besten mit Kräuterquark oder als süße Alternative mit Quark und Bananenscheiben. Hier haben viele Kids noch Nachholbedarf: Nur jedes dritte Kind isst täglich – wie Ernährungsexperten empfehlen – Vollkornbrot, -brötchen oder Schwarzbrot. Das hat der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) des Robert-Koch-Instituts ergeben.