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Ab wann sollte man Körperfett reduzieren?

Körperfett ist nicht gleich Körperfett. Deshalb sollte gut überlegt werden, ab wann es Sinn macht, sein Körperfettanteil wirklich zu reduzieren. Auch wenn viele Diät-Teilnehmer das Körperfett und den Körperfettanteil zu ihrem Hauptgegner auserkoren haben, sollten sie eines nicht vergessen: Fett ist im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig.

Koerperfett-Gewicht-Frau-Spiegel|istockphoto.com/blaneyphoto|www.istockphoto.com/stock-photo-6703341-looking-at-herself.php

Ein Mensch kann über einen längeren Zeitraum auf Nahrung verzichten. Überleben kann er nur, aufgrund seiner Fettreserven – aus diesen zieht der Körper in Ausnahmesituationen seine Lebensenergie. Es hat Situationen gegeben, in denen Menschen bis zu 40 Tage ohne Nahrungszufuhr aushalten konnten.

Körperfett kommt im menschlichen Organismus in unterschiedlicher Form vor. Da wäre als erstes zu nennen, das Speicher- und Depotfett. Es versteckt sich im Unterhautgewebe, um für schlechtere Zeiten gerüstet zu sein.Was den meisten sofort ins Auge fällt, ist das Depotfett, eine Form des Körperfett, das die meisten gern reduzieren möchten. Es sorgt dafür, dass aus Körperregionen Problemzonen werden.

Das Körperfett in dieser Region wird natürlich nicht gerne gesehen. Dass gerade an diesen Stellen der Körper besonders viel Fett speichert, haben wir niemanden anders als der Evolution zu danken. Die hat nämlich dieses Relikt aus Zeiten der Nahrungsknappheit uns förmlich in die Wiege gelegt – es ist schwer gegen seine Gene anzukämpfen. Aber Körperfett übernimmt auch andere Funktionen. Es schützt hervorragend vor Kälte. Als schlechter Wärmeleiter stellt das Körperfett in der Unterhaut unseren ganz persönlichen Wärmemantel dar.

Körperfett als Problemzone

An manchen Stellen des Körpers übernimmt Körperfett auch eine Art Schutzfunktion. Als druckelastisches Polster schützt es Organe und Gelenke. Aber ab wann sollte ich mein Körperfett reduzieren? OK, natürlich sind es oft ästhetische Gründe, warum Menschen ihr Körperfett reduzieren möchten. Das ist eine Sache, die jeder für sich ausmachen und entscheiden muss.

Nur wann ist unsere Gesundheit gefährdet? Es gibt medizinische Empfehlungen, die Richt- und Normwerte festlegen. Allerdings sind diese auch von äußeren Faktoren wie Alter, Geschlecht und Körperbau abhängig. Bei Männern im mittleren Alter spricht man von einem guten Körperfett-Anteil zwischen 14 und 19 Prozent.

Über 24 Prozent gelten dagegen als gesundheitlich bedenklich – aber diesem Wert, macht es Sinn, sein Körperfett zu reduzieren. Frauen haben von Hause aus einen höheren Fettanteil – deshalb liegen ihre Grenzwerte in einem etwas höheren Segment. Bei ihnen wird ein Wert zwischen 19 und 24 Prozent als positiv eingestuft – bei 29 Prozent sollte sie ihrer Gesundheit zuliebe das Körperett reduzieren.

Aber auch das sind nur Richtwerte, die noch keine medizinische Diagnose nach sich ziehen. Zum Beispiel stellt bei professionellen Kraftsportlern besonders vor Wettkämpfen ein Körperfett-Wert von unter 5 Prozent keine Seltenheit dar. Bei einer unsportlichen Person könnten 5 Prozent Körperfett-Gehalt beispielsweise auf eine Krankheit hinweisen.

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