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Abführmittel

Schlank werden mit Abführmittel ist definitiv keine gesunde Diätvariante. Abführmittel sind Medikamente die eine Stuhlentleerung beschleunigen. Eingesetzt werden sie bei Verstopfungen (Obstipation) oder Darmverschluss (Ileus), wenn die Darmtätigkeit auf natürlichem Wege oder mit Veränderung der Lebensgewohnheiten versagt.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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gesundheitlich bedenklich

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Inhalt des Diätprofils

  1. Wirkungsweise
  2. Expertenfazit

Wirkungsweise

Verbreitet wird angenommen, dass Abführmittel auch beim Abnehmen helfen können. Abführmittel regen nach dieser Irrmeinung die Verdauung so stark an, dass der Körper aufgenommene Nährstoffe nicht schnell genug ins Blut abgeben kann und man somit keine Kalorien zu sich nimmt. Durch die so angeblich reduzierte Kalorienaufnahme soll man schnell an Gewicht verlieren.

Es gibt verschiedene Arten von Abführmitteln. Jedoch wirken alle Abführmittel nicht im Dünndarm, wo der Körper die Nährstoffe aufnimmt, sondern im Dickdarm wo die Kalorienaufnahme bereits abgeschlossen ist. Im Dickdarm wird dem Stuhl größtenteils nur noch Wasser entzogen.

Abführmittel sorgen lediglich für einen erhöhten Wasserverlust, der irrtümlicherweise als Gewichtsverlust wahrgenommen wird.

Diese Abführmittel werden medizinisch eingesetzt:

Mechanische Abführmittel sollten bevorzugt verwendet werden, weil sie meist natürlich wirken. Die Bezeichnung kommt daher, weil sie den Speisebrei aufquellen lassen und damit den Darm füllen. Der Darm löst dann automatisch Muskelbewegungen, Peristaltik genannt, aus und transportiert den Stuhl. Natürliche Quell- und Füllstoffe sind zum Beispiel: Leinsamen, Flohsamen oder Weizenkleie.

Hydragoge Abführmittel erhöhen den Wassergehalt im Darm und machen somit den Stuhl weicher und regen die Darmtätigkeit an. Die Erhöhung des Wassergehalts im Darm wird durch die gehemmte Abgabe von Natrium (Salz) und Wasser aus dem Darm in den Körper herbeigeführt (antiresorptive Wirkung). Außerdem werden dem Darm Wasser und Elektrolyte zugeführt (hydragoge Wirkung). Beides verflüssigt den Stuhl bzw. macht ihn weicher und gleitfähiger. Hydragoge Abführmittel sind beispielsweise Aloe, Sennes, Bisacodyl, Rizinus und Rhabarber.

Osmotische Abführmittel bewirken einen höheren Druck im Darm, indem sie Wasser im Darm binden. Erzielt wird die Wasserbindung im Darm durch schwer absorbierbare Stoffe wie Salze und Zucker bzw. Zuckeraustauschstoffe. Die erhöhte Abgabe von Wasser aus dem Körper in den Darm macht den Stuhl weicher und voluminöser. Dadurch wird der Stuhlgang beschleunigt. Zu den osmotischen Abführmitteln gehören beispielsweise Bittersalz, Glaubersalz, Milchzucker, Lactulose, Mannit und Sorbitol.

Gleitmittel erweichen den Stuhl und reduzieren die Reibung zwischen Stuhl und Darmwand. Sie bewirken also einen besseren Transport des Stuhls im Darm. Zu den Gleitmitteln gehören Glycerin oder dickflüssiges Paraffin, enthalten in Zäpfchen oder in Einläufen (Klistier).

Expertenfazit

Abführmittel sind keine Schlankheitsmittel und daher zum Abnehmen absolut ungeeignet. Sie rufen lediglich einen Wasserverlust hervor.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung machen weder schlechte Verdauung noch Verstopfungen dick. Der Körper holt sich von der aufgenommenen Nahrung nur das, was auch tatsächlich an Nährstoffen, und damit Kalorien, enthalten ist.

Abführmittel wirken kontraproduktiv. Sie beschleunigen die Ausscheidung von Wasser und hindern damit auch die Gewinnung wichtiger Mikronährstoffen wie Mineralstoffe und Spurenelemente. Abführmittel wirken im Dickdarm und damit „zu spät“. Die Nährstoffaufnahme, bis auf einige Vitamine, Mineralien und Wasser, erfolgt bereits zuvor im Dünndarm.

Die meisten Abführmittel entziehen dem Körper Wasser, wichtige Mineralstoffe (Kalium und andere Elektrolyten) sowie fettlösliche Vitamine (A, D, E, K). Ein Missbrauch von Abführmitteln kann zu schweren Schäden führen: Blutdruckabfall, Muskelschwäche, Reflexverluste, Stuhlinkontinenz, allergische Reaktionen (Hautreizungen), kolikartige Bauchkrämpfe und Bauchschmerz, Blähungen, Magenreizung, Funktionsstörungen der Organe (Niere, Herz), Erbrechen und Übelkeit. Bei einer Unverträglichkeit, Überempfindlichkeit oder gesundheitlichen Vorbelastung kann der Körper erhebliche Schäden davon tragen.

Bei regelmäßiger Einnahme oder gar Sucht werden chronische Verstopfungen hervorgerufen, denn der Darm gewöhnt sich an die Abführmittel und die Darmtätigkeit wird eingeschränkt. Bestimmte Medikamente sowie die Anti-Baby-Pille können durch Abführmittel in ihrer Wirkung eingeschränkt werden.

 

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Ich habe das noch nie verstanden wie man mit Abführmitteln abnehmen soll. Das bringt doch nur den gesamten Darmtrakt durcheinander! Es gibt so viele Möglichkeiten abzunehmen, da muss man ja nicht auf medikamentöse Mittelchen - die noch nicht mal zum Abnehmen gedacht sind - zurückgreifen.