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Abnehmen mit ImuPro300

Nahrungsmittelunverträglichkeiten belasten das Immunsystem und schränken bei Betroffenen Gesundheit und Wohlbefinden ein. Der ImuPro300 Test prüft anhand eines Bluttests die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel und gibt Empfehlungen für deren Verzehr. Die Vitalität soll sich bessern und das Abnehmen soll positiv beeinflusst werden.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Inhalt des Diätprofils

  1. Wirkungsweise
  2. Expertenfazit

Wirkungsweise

Die Ursache einiger Erkrankungen soll laut ImuPro auf chronische Entzündungsprozesse zurückzuführen sein. Mitunter werden diese auch durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst. Die Entzündungen entstehen angeblich, weil im Körper Antikörper gegen ein bestimmtes Lebensmittel vorhanden sind.

Anzeichen für Nahrungsmittelunverträglichkeiten können unter anderem sein: Müdigkeit nach dem Essen, Blähungen, Verstopfungen oder auch Durchfälle, starke tägliche Gewichtsschwankungen oder Juckreiz auf der Haut und entzündliche Hauterkrankungen.

Der ImuPro 300 Test dient dazu, eine verzögerte Nahrungsmittel-Allergie vom Typ III nachzuweisen. Er ist nicht zum Nachweis klassischer Nahrungsmittelallergien (Allergie vom Typ I wie Laktoseintoleranz, Fructose- und Histamin-Intoleranz) geeignet.

Allergien vom Typ III sind beispielsweise Unverträglichkeiten auf Salat, Tomaten, Kartoffeln, Joghurt, Milch usw. Auf diese Lebensmittel soll der Körper mit der Bildung von Antikörpern, sogenannte IgG (Immunglobuline) Antikörper, reagieren und damit gesundheitliche Probleme auslösen. Der ImuPro 300 Test prüft circa 300 verschiedene Nahrungsmittel.

Entsprechend des Bluttestergebnisses wird ein individueller Ernährungsplan erstellt, bei dem die unverträglichen Nahrungsmittel für eine Meidungsphase weglassen werden. So soll erreicht werden, dass IgG-Antikörper auf diese Lebensmittel stark abgebaut bzw. vollständig beseitigt werden.

Im Anschluss daran werden Lebensmittel schrittweise wieder eingeführt. Lebensmittel  der Stufe 1 oder 2, die nur eine schwache Reaktion auslösen, sollen für etwa 2 Monate gemieden werden. Lebensmittel mit Reaktionsstufe 3 sollen für etwa 6 Monate, und Lebensmittel mit Stufe 4 für ein ganzes Jahr gemieden werden.

Die individuelle Ernährung auf Basis des ImuPro 300 Test soll Beschwerden wie Neurodermitis, Migräne, Darmerkrankungen oder Verdauungsprobleme lindern oder beseitigen. Zwar steht das Abnehmen nicht im Fokus, wird aber häufig als positive Begleiterscheinung erwähnt.

Letzteres hat weniger mit dem speziellen Ernährungsplan als vielmehr mit dem bewussten Essen gesunder Lebensmittel, sowie einer reduzierten Lebensmittelauswahl und damit einer reduzierten Kalorienzufuhr, zu tun. Obst und Gemüse stehen häufiger auf dem Ernährungsplan. Dicke machende Süßspeisen und Weißmehlprodukte seltener bis garnicht.

Der ImuPro300 Test kostet zwischen 450 und 500 Euro. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten nicht. Bei Privatkassen kann, auf Anfrage, eine Übernahme der Kosten ganz oder zum Teil möglich sein. Es gibt auch preiswertere Tests, dann mit weniger getesteten Lebensmitteln wie ImuPro200 (180 Nahrungsmittel, für etwa 350 Euro) und ImuPro100 (90 Nahrungsmittel, für etwa 180 Euro).

Expertenfazit

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können bei Betroffenen für Unbefindlichkeiten verantwortlich sein. Das Meiden dieser Lebensmittel kann Besserung schaffen.

Von der DGE wird der ImuPro300 kritisiert und für nicht aussagekräftig gehalten, weil: „… Das Vorhandensein von IgG4-Antikörpern nach dem Verzehr von Lebensmitteln ist nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht als Indikator für krank machende Vorgänge einzustufen, sondern Ausdruck der physiologischen Immunantwort des Menschen nach Kontakt mit Lebensmittelbestandteilen… “.

Nun ist die Schulmedizin alternativen Therapien gegenüber grundsätzlich wenig aufgeschlossen. Aber wie dem auch sei: Eine Wirkung des ImuPro300 Tests auf das Abnehmen ist jedoch unwahrscheinlich. Bei einer Gewichtsreduzierung kommt es darauf an, dass eine negative Kalorienbilanz erreicht wird, weniger welche Lebensmittel gegessen werden.

Ein eventueller Gewichtsverlust ist demnach weniger auf ImuPro300 zurückzuführen, als vielmehr auf die eingeschränkte Lebensmittelauswahl und ein generell bewussteres Essverhalten.

Wer das Gefühl hat, eventuell an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu leiden, sollte, bevor er viel Geld in einen Bluttest investiert, zuerst mit seinem Arzt besprechen, ob nicht bereits ein Test auf Typ I Allergien wie Laktose-, Fructose- und Histamin-Intoleranz Linderung bringt. Der ImuPro300 Test ist vor allem deshalb so teuer, weil sehr viele Lebensmittel auf einmal getestet werden. Und das ist nicht für jeden nötig.

Zudem ist der Test allein noch nicht für den Patienten hilfreich, sondern die daran anschließende Beratung und Betreuung durch den Arzt oder Heilpraktiker. Dieser sollte ein tiefgehendes Ernährungswissen haben, was in manchen Fällen nicht umfangreich genug der Fall ist.

Andere Tests zur Bestimmung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten mittels Antikörper Therapie sind FoodScan- und ALCAT-Tests (alle kosten auch um die 400 Euro). Auf ein ähnliches Konzept zum Abnehmen setzen auch die Metabolic Balance Diät, die Nutron Diät sowie die Blutgruppen Diät.