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Abnehmen mit Süßstoff statt Zucker

Diabetiker und Menschen die abnehmen wollen, greifen zu Süßstoff statt zu Tafelzucker. Ist das wirklich gesund und hilft es beim Abnehmen?

Süßstoffe sind synthetisch hergestellte Substanzen die sehr süß schmecken, aber keine oder kaum Nährstoffe und auch keine Kalorien enthalten. In Deutschland sind die Süßstoffe Aspartam, Acesulfam, Cyclamat und Saccharin zugelassen.

Diese Süßstoffe wurden in verschiedenen Studien über mindestens 10 Jahre getestet und werden über die Süßungsmittelrichtlinie der EU kontrolliert.
Süßstoffe werden vor allem in kalorienreduzierten Lebensmitteln, so genannten Light-Produkten, eingesetzt. Zum Beispiel in Light-Getränken, Joghurts, Diätdrinks und Süßigkeiten für Diabetiker.

Auch zum Abnehmen geeignet

Nicht nur für Diabetiker ist Süßstoff eine Alternative zum kalorienhaltigen Zucker. Auch alle die abnehmen möchten, kann der Ersatz von Zucker durch Süßstoff bei ihrem Vorhaben unterstützen.

Mit Süßstoff können Genuss-Kalorien eingespart werden. Das heißt aber nicht, dass man während einer Diät endlos Süßstoff verwenden soll.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass der Körper vieler Menschen auf den Süßgeschmack des Süßstoffs reagiert und daraufhin Insulin ausschüttet. Da aber gar kein erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegt, fällt der Blutzuckerspiegel durch das Insulin unter seinen Soll-Wert. Die Folge ist Heißhunger! Wer also nach dem Genuss von Light-Getränken Hunger bekommt, sollte lieber darauf verzichten oder diese nur zu Mahlzeiten trinken.

Viele Menschen gewöhnen sich an die Süße im Tee oder übersüßte Joghurts, so dass ihnen ungesüßte Lebensmittel nicht mehr schmecken. Wer abnehmen möchte, sollte industriell verarbeitete süße Lebensmittel grundsätzlich einschränken.

Der Tee sollte ungesüßt getrunken werden und den Joghurt kann man, statt zur künstlich gezuckerten Variante zu greifen, lieber selber machen: Einfach mageren Naturjoghurt und Beeren aus dem Tiefkühlfach mischen.

Wenn der Appetit zu groß wird

Wenn der Appetit auf ein süßes Getränk oder ein Bonbon trotzdem einmal zu groß wird, ist die Süßstoff-Variante eine kalorienarme Alternative. Auch beim Kuchen oder Plätzchen backen kann mit etwas Süßstoff experimentiert werden. Wobei der Kuchen hauptsächlich durch das enthaltene Mehl und die fettige Butter zur Kalorienbombe wird und weniger durch den Zucker.

Für alle die abnehmen möchten gilt: Nicht nur beim Zucker sparen, sondern auch beim Fett und bei Lebensmitteln mit einfachen Kohlenhydraten wie Weißbrot, Weißmehlnudeln und Reis. Besser sind komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, da sie länger sättigen und den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.

Woher kommt der Süßstoff?

Die verschiedenen Süßstoff-Sorten weisen für uns Verbraucher kaum Unterschiede auf. Ob Aspartam oder Saccharin, für uns schmeckt es (fast) alles gleich süß. Wobei manche Süßstoffe mehr, manche weniger süßen und viele auch einen leichten Beigeschmack aufweisen.

Süßstoffe unterscheiden sich zum größten Teil in der Gewinnung bzw. Produktion und Weiterverarbeitung, weniger im Geschmack.

Deswegen experimentieren Lebensmittelforscher immer noch an „dem perfekten“ Süßstoff, einem Süßstoff, der leicht zu gewinnen bzw. günstig zu produzieren ist. Die neuste Entdeckung heißt „Stevia“, in Deutschland bekannt unter dem Namen „Steviosid“. Dieser Süßstoff ist der erste natürliche Süßstoff, der je entdeckt wurde. Er wird aus den Blättern der südamerikanischen Pflanze Stevia Rebaudiana Bertoni gewonnen.

Der Süßstoff  “Stevia” süßt bis zu 150-mal stärker als Zucker bei ganzen 0 Kalorien. In hohen Dosierungen soll er jedoch ein leichtes Lakrizaroma haben. Die gesundheitlichen Nebenwirkungen sind noch nicht erforscht, weshalb Steviosid EU-weit noch nicht zugelassen ist. Der Süßstoff wird in Südamerika schon seit Jahrzehnten angebaut und verarbeitet.