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Abnehmen trotz Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann heutzutage recht gut behandelt werden. In den meisten Fällen bekommen die Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion Medikationen verabreicht, die genau auf die Person und das Krankheitsbild abgestimmt sind. Das Abnehmen fällt bei Schilddrüsenunterfunktion besonders schwer.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone – wichtige Hormone, die unseren Stoffwechsel regulieren. Fallen diese aus oder werden zu wenig gebildet, verlangsamt sich der Stoffwechsel. Die Folge kann unter anderem eine drastische Gewichtszunahme sein. Vor allem ist der Körper nicht mehr in der Lage, genug Kalorien in Energie umzuwandeln beziehungsweise diese zu verbrennen.

Ärztin gibt einer Patientin Tabletten aus einer Dose auf die Hand

©istock.com/Neustockimages

Durch eine optimal abgestimmte Medikation bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann einer Gewichtszunahme recht gut entgegen gewirkt und ein Abnehmen in Gang gesetzt werden. Trotz des Einsatzes der Medikamente sollten sich Patienten mit einer Schilddrüsenfunktion bewusst und vor allem kalorienreduziert ernähren.

Mit Sport bei Schilddrüsenunterfunktion abnehmen

Wem dann sein Gewicht immer noch unzufrieden stellt, bleibt nur noch ein Ausweg: Sport treiben – besonders dann, wenn man es noch nicht getan hat. Die Marschroute ist klar: Der Sport soll die überschüssigen Pfunde verbrennen – Abnehmen steht auf der Tagesordnung. Ein sehr lobenswertes Unterfangen. Nur meistens ist das leichter gesagt als getan.

Wobei das Selbertun noch das Geringste ist – viel schwieriger ist das Durchhalten. Daher macht es wenig Sinn, sich ohne Konzept oder Plan ins Abenteuer Sport zu stürzen. Das Gewicht halten beziehungsweise abnehmen kann nur, wer sich dauerhaft dem Thema Sport widmet und regelmäßig trainiert. Um es vorweg zu nehmen: Marathonläufer, Triathleten oder Bodybuilder muss man nicht gleich werden, um Pfunde zu verlieren.

Im Gegenteil,auch bei der Fettverbrennung und beim Abnehmen gilt: Weniger ist manchmal mehr! Der Körper nutzt unterschiedliche Arten, um Energie zu gewinnen. Primär gewinnt er diese aus Kohlenhydraten. Im Rahmen der Glykolyse werden diese gespalten und abgebaut. Dieser Prozess geht ohne das Vorhandensein von Sauerstoff über die Bühne.

Der zweite grundlegende Weg ist der sogenannte aerobe Energiestoffwechsel. Hier bedient sich der Organismus vor allem bei den Fetten als Energieträger. Sie werden durch ausreichend Sauerstoffzufuhr verbrannt. Die Bevorzugung des einen oder anderen Weges der Energiebereitstellung hängt ausschließlich davon ab, in welcher Zeiteinheit wie viel Energie benötigt wird.

Bei körperlichen Belastungen mit lang ausdauernden und moderaten Belastungen schöpft der Körper seine Energie mehr aus dem Fettstoffwechsel. Personen mit einer Schilddrüsenunterfunktion, die abnehmen wollen, sollten daher auf Sportarten bauen, die diese Attribute erfüllen. Abnehmen kann man am besten mit Schwimmen, Laufen oder Walken – alles natürlich im gemäßigten Tempo. Menschen, die an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, müssen sich mit ihrem hohen Gewicht nicht zwangsläufig abfinden.