Eiweiß macht satt
Eiweiß, die Essenz des Lebens. Ohne Eiweiß kein Leben. Kein Wunder, dass wir im Rahmen der Ernährung zwingend darauf achten sollten, welche Eiweiße wir zu uns nehmen.
Während unser Körper zeitweise auf Kohlenhydrate und Fett verzichten kann, müssen
Eiweiße immer auf dem Speiseplan stehen. Der Körper ist nicht in der Lage, alle Eiweißarten selber zu produzieren. Deshalb ist er zwingend auf unsere Unterstützung hinsichtlich der
Ernährung angewiesen.
Aber was macht Eiweiß für manche Diät so begehrenswert?
In erster Linie
macht Eiweiß satt. Das Geheimnis sind die Sättigungshormone, die durch Proteine im Körper aktiviert werden und so schneller satt machen. Ein
Eiweiß-Diät macht sich genau diesen Aspekt zu nutze. Protein-Diäten setzen auf Eiweiße und Fette als Energieträger –
Kohlenhydrate werden nur begrenzt oder gar nicht aufgenommen.
Nach Auffassung der Befürworter sind Kohlenhydrate maßgeblich für unser
Übergewicht zuständig und machen im Gegensatz zu Proteinen weniger satt. Denn die Kohlenhydrate lassen den
Blutzuckerspiegel ansteigen und sorgen dadurch für ein neues Hungergefühl.
Allerdings sollte man bedenken, dass solche einseitigen
Diäten immer Risiken beinhalten. Eine einseitige Ernährung birgt die Gefahr einer Mangelernährung. Eine ausgewogene und vollwertige
Ernährung ist Grundvoraussetzung für die eigene
Gesundheit. Kohlenhydrate spielen eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel des Körpers und dürfen deshalb nicht fehlen.
Einige Regionen des menschlichen Körpers sind sogar zwingend auf diese Form der Energiebereitstellung angewiesen. Beispielsweise kann das Gehirn nur Kohlenhydrate als Energiequelle nutzen - da andere Energieträger nicht in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.
Mindestens 50 Prozent der täglichen
Kalorien sollten aus Kohlenhydraten bestehen. Daneben geht von Protein-Diäten eine weitere Gefahr aus: Ein Überangebot von Eiweiß. Damit tut sich nämlich der Körper, insbesondere die Niere sehr schwer. Dabei sind es nicht die Proteine selber – sondern die Abfallprodukte, die bei deren Verstoffwechselung entstehen.
Zu viel Eiweiß schadet der Niere
Besonders der sich bildenden Harnstoff kann ab einer gewissen Menge nicht mehr durch die
Niere abgebaut werden. Was noch für
Eiweiße im Rahmen einer Diät spricht, ist ihr geringer Kaloriengehalt. Gerade mal 4 Kalorien stecken in einem Gramm Eiweiß. Zusätzlich kann
Protein besonders den Muskelaufbau unterstützen. Dieser kann in moderater Form eine
Gewichtsreduzierung begünstigen.
Denn
Muskeln verbrauchen selbst im Ruhezustand Energie. Je mehr Muskelzellen in ihrer Gesamtheit am
Stoffwechsel des Körpers beteiligt sind, um so höher ist dessen Grundumsatz. Einfach ausgedrückt: Der Körper verbraucht mehr Energie. Bei gleicher Kalorienmenge in Form von Nahrung muss sich der Körper seiner Reserven bedienen und verliert so Gewicht.
Eiweiß macht nicht nur satt.
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