Gewichtsreduzierung – wie viel Gewichtsverlust ist gesund?


Es gibt wohl nur wenige Menschen, die noch nie über eine Gewichtsreduzierung nachgedacht haben. In der Regel richtet eine kontrollierte Gewichtsreduzierung keinen Schaden an – ein übermäßiger Gewichtsverlust kann allerdings gefährlich werden. Wann geht die Gewichtsreduzierung in einen Gewichtsverlust über, der krankhafte Ausmaße annimmt?

Schwer zu sagen, denn der Gewichtsverlust ist eine sehr individuelle Größe, die von Person zu Person unterschiedlich bewertet werden muss. Die Grundfrage bei einer Gewichtsreduzierung muss wahrscheinlich lauten: Ist der starke Gewichtsverlust ungewollt oder wurde er bewusst herbei geführt? Hinter einem ungewollten Gewichtsverlust stecken in der Regel Krankheiten, die von einem Arzt  näher untersucht werden müssen. Allerdings führen Menschen auch eine Gewichtsreduzierung herbei, deren Verlauf krankhafte Ausmaße annimmt.

Typische Krankheiten, die mit einer selbst herbeigeführten Gewichtsreduzierung zu tun haben, sind die sogenannten Essstörungen. Zu den Hauptformen von Essstörungen gehören Esssucht, Magersucht oder Bulimie. Ab wann ist eine Gewichtsreduzierung nicht mehr gesund? Vom medizinischen Standpunkt aus, gibt es bestimmte Körpergewichtsgrenzen, bei denen es für die betroffenen Menschen gesundheitlich bedenklich wird. So spricht man von einem krankhaften Gewichtsverlust, wenn das Normalgewicht um 15 Prozent unterschritten wird.


Gewichtsreduzierung und Essstörungen 


Ein andere Anhaltspunkt ist der so genannte Body Mass Index. Der Body Mass Index ist eine Gewichtsformel, die der Bewertung der Körpermasse dient. Von einem Normalgewicht spricht man, wenn der Body Mass Index (BMI) zwischen 18 und 25 kg/m² liegt. Ist ein Gewichtsverlust selber herbeigeführt und der BMI fällt unter die Grenze von 17,  ist das Stadium der Magersucht laut medizinischer Diagnose erreicht.

Das Grundproblem von Essstörungen ist, dass es sich dabei um eine psychosomatische Krankheit handelt. Die Betroffenen sind meist in ihrem eigenen Verhalten gefangen, dass mit einem verzerrten Selbstbild einhergeht. Bei der Magersucht zum Beispiel wird die Nahrungsaufnahme bewusst auf ein Minimum heruntergefahren. Oft steckt hinter dem zwanghaften Verhalten die große Angst der Gewichtszunahme.

Eine andere Form einer Essstörung ist die Bulimie. Ihr geht ein gestörtes Ess-Brech-Verhalten voraus. Das Tückische an der Krankheit ist die Tatsache, dass das soziale Umfeld die Veränderungen oft nicht bemerkt, da die betroffenen Personen eher normalgewichtig sind. Das Gefährliche an Bulimie sind ungesunden Gegenmaßnahmen zur Nahrungsaufnahme. Am häufigsten wird der Speisebrei unmittelbar nach der Aufnahme wieder erbrochen. Über einen längeren Zeitraum gehen dem Körper so wichtige Mineralstoffe verloren, in deren Folge der Elektrolyte-Haushalt stark aus dem Gleichgewicht gerät. Das kann dann zu schweren Funktionsstörungen im Organismus führen. 


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