Gewichtszunahme nach dem Rauch-Stopp
Wer das Rauchen stoppen will, fürchtet häufig eine Gewichtszunahme. Stimmt es? Nehmen wir zu, wenn wir nicht mehr rauchen oder ist das alles nur Einbildung? Raucher haben es dieser Tage nicht leicht: Überall verfrachtet man sie nach draußen und Zigaretten werden immer teurer.
Doch das Aufhören oder der
Rauch-Stop ist auch nicht einfacher: Schlechte Laune, Nervösität und womöglich entwickelt man einen ungebremsten
Appetit. Nein Danke, sagen sich dann viele
Raucher. Hier unser Fakten-Check:
1) Nikotin hemmt den Appetit
Nikotin fördert die Ausschüttung der Hormone Dopamin und Serotonin, beides Glücklichmacher. Zudem lässt es Blutdruck und Herzschlag ansteigen. Der Hormoncocktail unterdrückt auch den Appetit.
2) Rauchen steigert die Stoffwechseltätigkeit
Nikotin verursacht im Magen eine gesteigerte Magensaftproduktion und auch die Darmtätigkeit wird stimuliert. Das Ergebnis: Die Verdauung der aufgenommenen Nahrung geht schneller voran. Das heißt aber nicht, dass Du deshalb weniger Energie aufnimmst! Alles was gegessen wird, wird auch verwertet. Nur eben schneller.
3) Raucher haben einen höheren Kalorienverbrauch
Durch die regelmäßige, wenn auch nur kurze andauernde, Steigerung der Herzfrequenz und den Abbau von Giftstoffen kann ein starker Raucher einen um 100 bis 400
Kalorien höheren
Kalorienverbrauch haben. Er darf also maximal zwei belegte Brötchen mehr essen als ein Nichtraucher.
Der Haken an der Geschichte? Ein starker Raucher kommt dafür beim Treppensteigen, beim
Sport oder anderen, alltäglichen Aufgaben eher aus der Puste. Ein starker Raucher wird wahrscheinlich nicht so aktiv seiner Wege gehen, wie ein Nichtraucher mit einer gesunden Lunge.
4) Mehr Geschmack nach der Raucherentwöhnung
Die Geschmacksnerven, ehemals betäubt durch Nikotin und Teer, erholen sich wieder und alles zergeht einem etwas geschmackvoller auf der Zunge. Das führt bei vielen zu einem größeren Appetit.
Mit Rauchen aufhören heißt mehr Geschmack entdecken. Viele meinen, sie essen mehr, weil es als Nichtraucher besser schmeckt.
Auch hier gibt es einen Haken: Wenn ein Nichtraucher besser und intensiver schmeckt, dann kann er auch auf kalorienreiche Geschmacksverstärker wie Fett, Salz oder
Zucker verzichten. Den geschärften Geschmackssinn kann der Nichtraucher also nutzen, um seine Speisen fettärmer zu gestalten oder auf zu viel Zucker zu verzichten.
Man kann also auch mit dem Rauchen aufhören, ohne an Gewicht zuzunehmen. Das geht vor allem, wenn man folgende Tipps beachtet:
1) Regelmäßige, kontrollierte Mahlzeiten
Verlass Dich in der Phase der Raucherentwöhnung nicht auf Dein Hunger- oder Appetitgefühl, sondern lege feste Zeiten für Deine Mahlzeiten fest. Leg Dir Deine Snacks schon bereit, zum Beispiel Obst, Karotten oder Paprikastreifen, damit Du bei Heißhunger nicht den nächstbesten Schokoriegel verschlingst.
2) Mehr Bewegung
Sport ist für Nichtraucher längst nicht so anstrengend wie für Raucher. Das ist eine prima Motivation, um endlich wieder ein bisschen mehr Sport zu treiben und statt zu rauchen, den Körper lieber zu straffen. Nach den ersten zwei bis drei Wochen wird der regelmäßige Sport zur Gewohnheit und der
innere Schweinehund hat praktisch keine Chance mehr.
Wer mit dem Rauchen aufgehört hat und nicht zunehmen will, sollte das eventuelle Zuviel an Kalorien mit Bewegung ausgleichen und täglich 200 bis 300 Kalorien mit Sport verbrennen. Das entspricht 25 Minuten
Joggen oder 40 Minuten Radfahren. So erhöhst Du Deinen Kalorienverbrauch automatisch wieder.
3) Think positive!
Denk immer daran: Mit dem Rauchen aufzuhören, bedeutet nicht auf etwas zu verzichten, sondern ein Zugewinn an Gesundheit, Geld und Lebensqualität. Wenn Du dem Glimmstängel nur hinterher trauerst, wirst Du viel leichter rückfällig. Sieh es positiv und werde ein aktiverer und gesünderer Mensch!
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Autor:
Claudia verfasst am 29.05.2009 12:30
Claudia ist begeisterte Freizeitsportlerin und seit ihrer eigenen Diät, bei der sie ganze 25 Kilo verlor, bestens über Diäten, Abnehm-Methoden und Fitness informiert. Das nächste Ziel: ein Marathon.