Abnehmen: Schweinehund adé!
Beim Abnehmen und beim Sport treiben ist er plötzlich da und bellt ganz laut: Der innere Schweinehund. Er hält uns konsequent von unseren gesetzten Zielen ab: Gewicht abnehmen oder mehr Zeit in Sport und Gesundheit zu investieren.
Was ist eigentlich der Schweinehund?
Jeder kommt einmal in den Besitz eines
Schweinehundes, gerade wenn es ums
Abnehmen oder Sport treiben geht. Da gibt es die Ausreden-Schweinehunde, die Schiebe-Schweinehunde, die „Jetzt ist auch alles egal“ Schweinehunde:
Die
Ausreden-Schweinehunde schleichen sich erst kurz bevor es Ernst wird ein: Man nimmt sich zum Beispiel vor, zum Sport zu gehen und, schwupps, eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn fällt dem Schweinehund eine wichtige Besorgung ein: Heute ist noch so viel zu tun, und überhaupt die Familie wäre ja auch mal wieder dran…
Die
Schiebe-Schweinehunde sind besonders beim Abnehmen beliebt: „Ab Montag nur noch
FdH“ ertönt es am Samstag. Am Montag selbst hört man sich dann sagen „Am Mittwoch“ oder „Ab nächste Woche“. Diese Schweinehunde gehen gern mit der Rasse Ausreden-Schweinehund einher.
Der schlimmste Schweinehund, ist jedoch der, der sich nach ein paar Tagen disziplinierter
Diät und Sportprogramm einschleicht, wenn einem mal einen Ausrutscher beim Essen passiert oder man es nicht mehr zum Training schafft.
Der
„Jetzt ist auch alles egal“ Schweinehund schleicht sich nach einer hoch motivierten Phase des Abnehmens ein und demotiviert das Herrchen so sehr, dass dieser bald aufgibt.
Und ein jeder weiß: Der Neuanfang ist schwer, denn dann kommen Schweinehund Nummer eins und zwei wieder hinzu.
Wie überwinde ich meinen Schweinehund?
Am besten eignet sich ein Vertrag mit sich selbst. Denn in einem Vertrag steht klipp und klar drin, wie und was Du leisten musst, um an ein bestimmtes Ziel zu kommen. Die Konzentration auf das Ziel und die Einhaltung des Vertrags ist hilfreicher als lasche Ansagen.
Das Formale
Der Vertrag sollte fassbar sein, also ein Blatt Papier und kein Dokument auf dem Computer, denn das lässt sich aus Versehen löschen.
Der Inhalt
Im Vertrag sollte das Ziel stehen, und zwar klar formuliert: Wie viele Kilo willst Du bis wann abnehmen? Warum willst Du die Kilos abnehmen? Mit welchen Mitteln willst Du abnehmen (
Sport, eine bestimmte Diät) und bis wann willst Du es geschafft haben? Setzt Dir dabei realistische Ziele, denn
5 Kilo in 1 Woche abzunehmen schafft niemand.
Die Bedingungen
Der Vertrag sollte beinhalten, dass Du den Vertrag jeden Tag zur Hand nimmst und Dir die Abnehm-
Ziele und den Weg dahin täglich vor Augen führst. Der Vertrag sollte also gut sichtbar aufbewahrt werden: auf dem Schreibtisch, an der Pinnwand oder am Kühlschrank.
Die Belohnung
Damit das auch Spaß macht, setzt Du eine Belohnung für Dich selbst aus, wenn Du Dein Ziel geschafft hast: Ein Wellness Wochenende, eine
Massage oder einen tollen Leihwagen für ein Wochenende. Wähle etwas, was Du schon immer mal machen wolltest und Dir nicht gegönnt hast.
Die Bestrafung
Wer eine Belohnung bei Vertragserfüllung haben will, der muss auch eine Vertragsstrafe aussetzen. Die muss ja nicht martialisch sein, sondern kann auch etwas Positives haben: Fensterputzen bei einem guten Freund oder der Mama, die Steuerklärung machen oder das Geld für ein Wellness Wochende oder den Leihwagen in ein Geschenk für den Liebsten / die Liebste investieren.
Noch besser als ein Vertrag mit sich selbst ist ein gegenseitiger Vertrag mit einem Freund oder einer Freundin. Oder ihr wettet mit jemandem, der die gleichen Ziele hat. Der Wetterlös kommt ins Sparschwein. Aktuelle Studien haben übrigens bewiesen, das Geldwetten und
Geld beim Abnehmen helfen.
Weitere Tipps zur Motivation beim Abnehmen findest Du hier. Wenn Du Hilfe brauchst oder Gleichgesinnte suchst, dann schau doch mal im abnehmen.net Forum vorbei.
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Autor:
Claudia verfasst am 23.04.2009 10:10
Claudia ist begeisterte Freizeitsportlerin und seit ihrer eigenen Diät, bei der sie ganze 25 Kilo verlor, bestens über Diäten, Abnehm-Methoden und Fitness informiert. Nach ihrer Schwangerschft versucht sie nun Sport, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen - was manchmal nicht so einfach ist.