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Alltagsbewegung zum Abnehmen

Zum Abnehmen reicht nicht nur Sport. Auch im Alltag solltest Du Dich mehr bewegen, um Gewicht zu verlieren und schlank zu bleiben. Es ist trügerisch: 3-4-mal Fitness-Studio in der Woche hört sich doch nach recht viel Bewegung an. Doch wer sich sonst kaum oder gar nicht bewegt, abends auf der Couch liegt und tagsüber im Büro sitzt, dem helfen auch 4 Stunden Sport in der Woche kaum beim Abnehmen. Viel mehr Alltagsbewegung ist hier gefragt!

Bewegung lauert an jeder Ecke

Genauso wie es versteckte Kalorienfallen gibt, in die wir nur gern hineintappen, gibt es Sport- und Bewegungsfallen, denen wir allzu gut ausweichen können und wollen. Da ist das nicht aufgepumpte Fahrrad im Keller, das perfekt für den Arbeitsweg wäre. Oder die Haltestelle die man früher aussteigen könnte, um den Rest zu Fuß zu gehen – aber dafür fehlt ja morgens immer die Zeit.

Rolltreppen, Fahrstühle, Fernsehen, Lieferdienst, … Statt frische Luft zu tanken, vermeiden wir Bewegung wo es nur geht. Wir wissen eigentlich wie wir uns mehr bewegen könnten. Die guten Tipps sind zahlreich, nur die Umsetzung passt nicht in unser Gewohnheitsschema. Hier ein paar typische Bewegungsbremser und Lösungen, diese Gewohnheiten zu ändern:

Das Problem: Keine Zeit zum Laufen

Eine Station eher aus der Bahn auszusteigen klingt ja ganz gut und überhaupt nicht aufwendig. Aber wenn der Supermarkt bereits in 20 Minuten schließt, und Du nichts im Kühlschrank hast, ist dieses Vorhaben schnell wieder vergessen. So wird das mit dem Abnehmen nichts!

Die Lösung:
Wer so lang arbeitet, dass er andere Wege kaum noch erledigen kann, der sollte vielleicht etwas füher kommen und auch eher gehen? Es muss ja nur eine viertel Stunde sein, denn mehr braucht man für 1 Station auch nicht. Oder man dreht den Spieß um und läuft vor Arbeitsbeginn.

Geh etwas früher und lauf direkt vom Büro oder von zu Hause los. Steig erst 1 oder 2 Haltestellen später in die Bahn. Wer die letzten Stationen vor dem Ziel wählt, hat die ganze Bahnfahrt Zeit, um Ausreden zu finden. Also: Erst 1-2 Stationen laufen, den Rest mit Bus oder Bahn fahren.

Das Problem: Früher aufstehen um das Rad zu nehmen

Ein, für viele unüberwindlicher Bewegungsbremser: Früher aufstehen, um sich zu bewegen. Die meisten denken zum Beispiel, sie müssten früher aufstehen, um mit dem Rad fahren zu können. Das muss nicht sein, denn gerade im Stadtverkehr ist man mit dem Fahrrad häufig schneller unterwegs, als mit Bus, Bahn oder Auto.

Die Lösung: Wer abnehmen will, sollte jede Bewegungsmöglichkeit nutzen. Das Radfahren zur Arbeit oder zu Freunden ist viel unproblematischer als die meisten denken. Auch das Wetter ist kein Hindernis, nass vom Regen wird man auf dem Weg zu Auto oder Bahn ja auch. Als Radfahrer kann man sich, ohne schief angesehen zu werden, in wetterfeste Kleidung einhüllen.

Die frische Luft am Morgen und Abend belebt, kurbelt den Stoffwechsel an und macht fit für den Tag. Du wirst merken, dass Du viel flexibler bist: Hier noch schnell einkaufen, dort schnell zur Post – immer einen „Parkplatz“ vor der Tür. Hinzu kommt die extra Bewegung die Kalorien verbrennt und beim Abnehmen hilft. Wer dann noch den Nutzen für unsere Umwelt bedenkt, kann zum Rad nicht mehr »Nein« sagen.

Das Problem: Die Rolltreppe übersehen

Morgens schwimmt man gern im Strom mit. Wenn alle aus der Bahn aussteigen und die Rolltreppe nehmen, gehen wir als Herdentiere hinter her. 

Die Lösung: Ist Dir schon mal aufgefallen, dass viel mehr Leute die Treppe nehmen, sobald einer damit anfängt? Nein? Dann solltest Du es mal probieren. Am besten jeden Tag. Schau wie viele Leute Dir hinterher laufen, statt die Rolltreppe zu nehmen.

Das Problem: Couch gegen Regenwetter tauschen

Eigentlich muss man Hundebesitzer bei grauem Wetter beneiden. Warum? Es ginge einem eigentlich viel besser, wenn man an einem faulen Tag eine Runde spazieren gehen würde. Die Saugkraft der Couch ist aber zu groß. Hundebesitzer müssen raus und haben keinen Platz für Ausreden. Langfristig ist das gesünder. 

Die Lösung: Eine Möglichkeit wäre, dem nächsten Tierheim als Gassi-geh-Hilfe einen Gefallen zu tun oder sich selbst einen kleinen Hund anzuschaffen. Ansonsten helfen bei schlechtem Wetter auch Museums- oder Kinobesuche. Den Weg dahin legt man natürlich zu Fuß zurück.

Auch einen Film auszuleihen, kann einen Spaziergang mit einschließen. Hol Dir einfach eine Zeitschrift für den Sofa-Tag, aber eben zu Fuß. Ein konkretes Ziel oder eine Besorgung verbannen den Schweinehund etwas weiter nach hinten.

Mach dir klar, dass ein oder zwei kurze Besuche auf dem Laufband pro Woche noch niemanden schlank gemacht haben. Die Bewegung im Alltag bleibt ein wichtiger Faktor für alle die abnehmen wollen oder ihr Gewicht halten möchten. Wer sich nicht zu etwas mehr Alltagsbewegung zwingt, braucht länger zum Abnehmen oder muss mehr Sport treiben und sich beim Essen mehr diziplinieren.