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Appetit zügeln

Wir haben Appetit auf Schokolade, wir haben Appetit auf ein deftiges Schnitzel – manchmal haben wir sogar Appetit ohne, dass wir wirklich Hunger haben. Viele Menschen haben mit einem gesteigerten Appetit zu kämpfen, sie können ihn einfach nicht ausschalten – ständig werden sie von ihm heimgesucht.

Nicht wenige machen ihren Appetit für ihr Übergewicht verantwortlich. Deshalb sind ihnen auch alle Mittel recht, um ihren Appetit zu zügeln. So wird oft in heller Aufregung zu den abenteuerlichsten Präparaten gegriffen. Aber Vorsicht, besonders Psychopharmaka, wie die Amphetamine, können lebensgefährlich sein. Das Dilemma: Psychopharmaka hemmen zwar den Appetit, haben aber gefährliche Nebenwirkungen.

Gefährliche Nebenwirkungen durch Appetitzügler

So bergen Appetitzügler mit Amphetaminen ein großes Suchtpotential in sich. Schuld daran sind die Substanzen, die das Zentrale Nervensystem beeinflussen. Sie durchdringen die Blut-Hirn-Schranke des Organismus und lösen die Ausschüttung von hormonellen Botenstoffen aus. Das wiederum versetzt die jeweilige Person in eine Art Hochgefühl – die Glückshormone zeigen ihre Wirkung. Leider hält dieser Zustand nur für kurze Zeit an. Danach setzen die Suchtgefühle ein – der Körper verlangt mehr und der Teufelskreis nimmt seinen Anfang.

Viel besser fährt man mit mit natürlichen Nahrungsmitteln, die in der Lage sind, den Appetit zu zügeln. So können Ballaststoffe ähnliche Dienste leisten wie Psychopharmaka, nur ohne Nebenwirkungen. Ballaststoffe hemmen auf natürlichem Wege den Appetit und sorgen so für ein geregeltes Essverhalten. Dabei bedienen sich die Ballaststoffe eines einfachen Tricks: Sie binden Wasser und quellen auf. Sie verhelfen so dem Speisebrei zu einem größeren Volumen. Dieser macht sich dadurch bedeutend schneller bemerkbar, da er eher auf die Rezeptoren der Magenwände drückt. Diese wiederum signalisieren unserem Gehirn, dass wir satt sind. Und das, obwohl wir eigentlich nicht mehr gegessen haben als sonst. Der Inhalt ist ausschlaggebend. Mit einer Mahlzeit, die viele Ballaststoffe enthält, sind wir eher satt. Ballaststoffe zügeln aber nicht nur den Appetit, sie können noch viel mehr. Wer auf gesunde Art und Weise abnehmen möchte, sollte die Ballaststoffe zu seinen Busenfreunden erklären.

Gewürzeregal

©iStock/didecs

 

Denn Ballaststoffe senken zudem den Blutzuckerspiegel. Der Blutzuckerspiegel hat direkten Einfluss auf den Fettstoffwechsel. Ein hoher Blutzuckerspiegel bremst und behindert einen reibungslosen Fettstoffwechsel. Die Folge sind vermehrte Fetteinlagerungen. Gerade komplexere Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Das führt zu einem verstärkten Insulinausstoß. Insulin öffnet insbesondere die Fettzellen für Zuckermoleküle. Ballaststoffe dämpfen das Ansteigen des Blutzuckerspiegels und reduzieren die Bildung von Insulin. Ballaststoffe bekämpfen an verschiedenen Stellen das Übergewicht.