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Arginin zum Abnehmen

Der Stoff Arginin kann im menschlichen Körper vieles bewirken: Muskelwachstum, Potenzsteigerung und nun soll die Aminosäure auch hilfreich beim Abnehmen sein. Was ist dran an dem Schlankmacher?

Was ist Arginin?

Es gibt verschiedene Arten von Aminosäuren. Einige Aminosäuren sind Hauptbestandteile von Protein, man nennt sie proteinogene oder α-Aminosäuren. Diese Alpha Aminosäuren gelten als Lebensbausteine. Das organische Leben auf der Erde basiert auf den Aminosäuren, auch menschliche Muskel– und Organzellen bestehen zu einem Großteil aus Protein und damit auch aus Aminosäuren.

Für den Menschen unterscheidet man die Aminosäuren in essentielle, halbessentielle und nicht essentielle Aminosäuren. Essentielle Aminosäuren braucht der menschliche Körper, kann sie aber nicht herstellen. Das heißt, er muss sie mit der Nahrung, beziehungsweise dem Eiweiß in der Nahrung, aufnehmen. Acht Aminosäuren gelten für den Menschen als essentiell.

Halbessentielle Aminosäuren sind Aminosäuren, die der Mensch braucht ,aber nur zum Teil, also oft nicht ausreichend, selbst produzieren kann. Arginin gehört zu diesen halbessentiellen Aminosäuren.

Arginin ist eine Art Nebenprodukt im Stoffwechsel und Vorstufe des Stickstoffmonoxids. Wenn aus Arginin im menschlichen Körper Stickstoffmonoxid wird, dann hat dies eine Gefäßerweiterung zur Folge. Das ist eine gute Sache, denn so wird genug Blut transportiert.

Was hat Arginin mit Abnehmen am Hut?

Gerade für Kinder ist Arginin wichtig, weil die Aminosäure im Wachstum eine wichtige Rolle spielt. Bei Stress oder Krankheit mangelt es auch Erwachsenen oft an Arginin. Die gefäßerweiternde Wirkung der Aminosäure ist besonders bei der Versorgung von Organen und der Stärkung von Muskeln von Bedeutung.

Forscher der A & M University in Texas stellten anhand eines Experiments mit Ratten fest, dass Arginin sich positiv auf den gesamten Stoffwechsel auswirkt. So wurden gefräßige Ratten in zwei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe bekam fettiges Futter mit Arginin versetzt, die andere Gruppe bekam das gleiche Futte nur ohne Arginin.

Die Arginin- Ratten nahmen weniger Fettmasse zu als die Ratten mit normaler Kost. Die Forscher erklären dies mit einem veränderten Stoffwechsel. Das Arginin regt die Proteinherstellung in den Muskeln an. Und dieser Prozess des Muskelwachstums verbraucht relativ viel Energie.

Die Ratten mit dem Argininreichen Futter aßen und verbrauchten immer mehr Kalorien. Eine Traumvorstellung: Beim Essen mehr Kalorien verbrauchen und Muskeln stärken oder sogar aufbauen. Außerdem hatten die Ratten eine geringere Konzentration von Aminosäuren im Blut. Das ist gut, denn eine hohe Konzentration von Aminosäuren im Blut kann bei Übergewichtigen die Insulinresistenz begünstigen.

Bevor man nun aber in Freudentaumel ausbricht: Die Lösung für Übergewicht ist Arginin allein nicht. Eine Ernährung mit ausreichend magerem Eiweiß kann jedoch einen positiven Einfluss auf Körperfettanteil und Muskelwachstum haben. Die Aminosäure Arginin ist in hohem Maßen enthalten in:

  • Meeresfrüchten
  • Fisch
  • Nüssen
  • Putenfleisch und Rindfleisch
  • Sojamilch
  • Käse