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Ballaststoffe in der Ernährung

Ballaststoffe sind für eine gesunde Ernährung unverzichtlich – dabei führten sie lange Zeit eine Art Schattendasein. Ihr Nutzen für die Ernährung konnte anfangs nicht ausgemacht werden. Erst viel später entdeckte man die positiven Eigenschaften der Ballaststoffe.

Neuerdings überschlagen sich sogar die Lobeshymnen über die Pflanzenfasern, wie sie auch bezeichnet werden. Faserstoffe finden sich ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse oder Getreideprodukte. Wer am Tag viel Obst und Gemüseist, deckt seinen täglich Bedarf ausreichend.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt eine Menge von 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag vor. Besonders nützlich können Faserstoffe im Rahmen einer Diät-relevanten Ernährung sein. Sie erlauben in einem strengen Diätplan einige Spielräume.

Kalorienarme Ernährung dank Ballaststoffe

Gerade in den gefürchteten Leerräumen zwischen den kalorienarmen Hauptmahlzeiten können Ballaststoffe die Hungerlöcher schließen. Der große Vorteil bei einer ballaststoffreichen Kost: Sie macht satt. Zu verdanken haben wir das ihren besonderen Fähigkeiten, organische Substanzen an sich zu binden. Besonders im Magen- und Darmtrakt binden Ballaststoffe im großem Maße Wasser und quellen so zusammen mit dem Speisebrei auf. Zwei positive Effekte lassen sich daraus ableiten. Durch das Aufquellen der Nahrung im Magen, vergrößert sich deren Volumen. Dadurch gerät der Magen schnell an seine räumlichen Grenzen und signalisiert dem Zentralen Nervensystem seine Kapitulation. Innerhalb einer Diät erreichen wir dann einen nahezu gesegneten Zustand: Wir sind satt.

Chia Samen auf Holzlöffel

©istock_m-chin

 

Nach dem gleichen Prinzip wirken die Ballaststoffe im Darm. Der voluminöse aufgequollene Speisebrei drückt dort gegen die Darminnenwände und löst eine vorzeitige Darmentleerung aus. Wenn man es auf den Punkt bringt, dann sind Ballaststoffe natürliche Appetitzügler und Abführmittel in einem.

Damit ist ihr Wirken und Schaffen aber noch nicht ausgeschöpft. Die pflanzlichen Alleskönner sind auch in der Lage, schädliches Cholesterin zu binden und geschlossen auszuscheiden. Für Menschen, die von einem zu hohen Cholesterin-Spiegel betroffenen sind, ist das ein wahrer Gesundheitssegen.

Sogar krebserregende Stoffe können gebunden und so vor ihrer zerstörerischen Wirkung praktisch neutralisiert werden. Zumindest wurde das in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen. Natürlich haben Ballaststoffe auch Nebenwirkungen. Unter Umständen können sie im Zuge der Ernährung Verstopfungen und Blähungen hervorrufen.

Mindern kann man dies, in dem man die Menge an Ballaststoffen reduziert und die Wasserzufuhr erhöht. Auch Mineralstoffe werden im Beisein der pflanzlichen Alleskönner nur schwer aufgenommen. Auch hier kann eine ausreichende Wasser- und Vitaminzufuhr im Rahmen einer gesunden Ernährung eine Besserung bewirken.