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Ballaststoffe in Gemüse

Man findet sie in Gemüse, Obst oder Vollkornprodukten – Ballaststoffe sind gesund. Dabei kommen sie recht unscheinbar daher – nicht nur die Gesundheit können sie fördern, auch beim Abnehmen greifen sie tatkräftig unter die Arme. Das war nicht immer so. Lange Zeit glaubte man, dass Ballaststoffe keinen Nutzen im menschlichen Organismus haben. Deshalb verhängte man ihnen auch den Wortstamm Ballast. Und tatsächlich, Ballaststoffe haben für die Energiegewinnung des Körpers keinen Nährwert. Allerdings tun sie andere nützliche Dinge.

Die Faserstoffe, wie sie auch genannt werden, haben die Eigenschaft, dass sie organische Substanzen gut binden können. Diese Tatsache hat vielfältige positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Im Magen und im Darm können Faserstoffe Wasser binden und ihr Volumen so beträchtlich vergrößern. Besonders Leute, die abnehmen möchten, profitieren davon. Im Magen quillt der Mageninhalt auf – was ein stärkeres Sättigungsgefühl nach sich zieht. Kurzum: Ballaststoffe machen satt. Aber ihre Quelleigenschaft verrichtet auch im Darm ganze Arbeit. Der höhere Druck auf die Innenwände des Darmes bewirkt einen regelmäßigen Stuhlgang – unerlässlich für einen gut funktionierenden Stoffwechsel.

Ballaststoffe in Gemüse: Nicht nur zum Abnehmen gut

Aber die Faserstoffe können nicht nur Wasser binden sondern auch Cholesterin gehört zu ihren Zielobjekten. Die Eigenschaft kommt besonders Menschen zugute, die einen zu hohen Cholesterinspiegel aufweisen. Neuerliche Untersuchungen zeigen, dass Ballaststoffe sogar krebserregende Stoffe an sich ketten und damit entsorgen noch bevor sie Schaden anrichten können. Ballaststoffe sind überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Getreideprodukten enthalten. Besonders ballaststoffreich sind Gemüse, wie Kohl oder Hülsenfrüchte. Viele haben gerade gegenüber Gemüse ein gespaltenes Verhältnis. Oft rührt diese Abneigung noch aus Kindertagen.

Cuscus

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Wer kennt sie nicht, die Sonntag-Mittag-Tränen wegen Poree, Rosenkohl und Co. Dabei kann Gemüse so vielfältig und bunt sein. Nicht immer muss es langweilig und weich gekocht daher kommen. Der pflanzliche Vitaminbrunnen ist daneben auch noch viel verträglicher als Obst. Ganz abgesehen von dem Fruchtzucker, der einen hohen Kalorienwert verursacht.

Die Meinungen über die tägliche Mindestzufuhr der Ballaststoffe gehen auseinander. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 30 Gramm pro Tag. Übertreiben sollte man es mit Faserstoffen nicht, da ihre Verwertung für den Darm höchst anstrengend ist.

Stärkere unangenehme Blähungen können ein Indiz für eine Überbeanspruchung des Darmes sein. Der Weg hin zu einer ballaststoffreicheren Ernährung sollte daher in kleinen Schritten erfolgen. Wenn man das beachtet, steht der Gesundheitsoffensive von Obst, Gemüse und Co. nichts mehr im Wege.