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Ballaststoffe in Obst

Obst ist reich an Ballaststoffen – aber auch Gemüse und Vollkornprodukten weisen einen hohen Anteil der pflanzlichen Faserstoffe auf. So gut das Ansehen des Obst seit Menschen Gedenken war, so schwer freundete man sich mit den ungeliebten Pflanzenfasern an.

Ballaststoffe hatten Jahrzehnte lang ein schlechtes Image. Der Name zeugt von ihrer Bedeutung, die man ihnen beimaß. Ballaststoffe haben keinen Nährwert – sie werden vom Organismus unverdaut wieder ausgeschieden und sind nicht am Energiestoffwechsel beteiligt. Zudem waren es die unangenehmen Nebenwirkungen von Ballaststoffen, wie Blähungen und Verstopfungen, die ihren Teil zur gesellschaftlichen Verbannung beitrugen. Die positiven Eigenschaften der Ballaststoffe gelangten erst viel später ans Tageslicht – bis dahin befanden sich diese in einer Art Dornröschenschlaf.

Ballaststoffe im Obst zügeln den Appetit

Heute weiß man um die positiven Effekte, die Ballaststoffe auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ausüben und möchte sie gar nicht mehr missen. Für viele Figur bewusste Menschen sind sie die Heilsbringer schlechthin. Denn Faserstoffe sind die natürlichsten Appetitzügler, die man sich vorstellen kann.

Apfelstücke in der Küche

©iStock/lily_rochha

 

Ihre besondere Eigenschaft Wasser zu binden, sorgt im Gehirn für das ersehnte Sättigungsgefühl. Dem Körper wird so auf ganz legale Weise ein größerer Mageninhalt vorgegaukelt. Aber auch im Darm verrichten die Ballaststoffe gute Dinge. Zusammen mit anderen Nahrungsbestandteilen und Wasser bilden sie rasch einen voluminösen Speisebrei, der starken Druck auf die Innenwände des Darmes ausübt.

Dadurch kommt es zu einer vorzeitigen Darmentleerung. Dabei werden sämtliche Abfall- und Giftstoffe aus dem Körper verbannt, noch bevor sie Schaden anrichten können. Studien ergaben sogar, dass Faserstoffe unter Umständen in der Lage sind, krebserregende Stoffe vorzeitig auszuscheiden – was sie für einen Einsatz in der Krebstherapie empfiehlt.

Aber die Liste an gesundheitsfördernden Eigenschaften kann noch endlos verlängert werden. So helfen Ballaststoffe den Blutzuckerspiegel zu senken und schädliches LDL-Cholesterinabzubauen.

Täglich Ballaststoffe mit Obst essen

Die empfohlene Tagesmenge von Ballaststoffen liegt bei etwa 30 Gramm. Wer viel Obst und Gemüse isst, muss keine Bedenken haben, zu wenig Pflanzenfasern aufzunehmen. Obst enthält nicht nur reichlich Faserstoffe, sondern auch eine Menge an wertvollen Vitaminen und Mineralien. Allerdings kann die Fruchtsäure im Obst für Manche ein Problem darstellen. Fruchtsäure ist sehr aggressiv und kann sogar den Zahnschmelz angreifen. Ein zweiter Inhaltsstoff von Obst, der nicht nur positive Eigenschaften hat, ist der Fruchtzucker.

Dieser erhöht im Vergleich zum Gemüse die Anzahl der Kalorien. Aber Fruchtzucker ist nicht nur ein gut versteckter Dickmacher, sondern kann bei einigen Menschen auch eine Unverträglichkeit hervorrufen. Als Quelle von Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen allerdings ist Obst auf dem täglichen Speiseplan unerlässlich.