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Basenfasten für Eilige

Basenfasten nach der Wacker-Methode soll den Körper, gegenüber dem traditionellen Heilfasten, weniger belasten. Es wird nicht auf feste Ernährung verzichtet, die Leistungsfähigkeit bleibt erhalten. Obst und Gemüse in Form von Salaten, Suppen, Gemüsepfannen oder Säften bildet die Grundlage der basischen Ernährung. Das Basenfasten für Eilige umfasst einen 7-Tage Diätplan, der das Basenfasten alltagstauglich machen soll.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Inhalt des Diätprofils

  1. Wirkungsweise
  2. Expertenfazit

Wirkungsweise

Entwickelt wurde „Basenfasten für Eilige“ von der Medizinerin und Heilpraktikerin Sabine Wacker, die damit das Fasten und seine Vorteile alltagstauglich machen möchte. Das Buch bietet eine kurze Einführung in die Hintergründe des Basenfastens.

10 Basenfasten Regeln

Die „10 goldenen Wacker-Regeln“ bilden die Grundlage des Basenfastens für Eilige:

  • Rohkost nur essen, wenn man sie auch verträgt
  • Nach 14 Uhr keine Rohkost mehr essen
  • Nach 18 Uhr gar nichts mehr essen
  • So naturbelassen wie möglich essen
  • Nicht zu viel essen
  • Keine wilden Mischungen essen (pro Mahlzeit nur 2-3 Obst- oder Gemüsesorten)
  • Gewürze sparsam verwenden (dafür lieber Kräuter)
  • Nur basische Lebensmittel essen die man auch mag
  • Mehr Obst und Gemüse essen, aber nur reifes
  • Gründlich kauen, langsam essen

Bevor man mit der Fastenwoche startet, bestimmt man anhand der Basenampel seinen individuellen Fastentyp: Rot (kocht nicht gern, ist viel unterwegs), gelb (mogelt ab und an ein Fertiggericht ein), grün (isst nur frisch Zubereitetes). So passt man seinen 7 Tage Ernährungsplan an.

Bei der Ernährung des Basenfasten für Eilige steht eine basische Kost aus Obst, Gemüse, Kräutern, Nüssen, Kernen, Samen, pflanzlichen Ölen und frischen Sprossen auf dem Plan. Die gibt es roh, gekocht aber auch milchsauer vergoren (Brottrunk, Sauerkraut, eingelegte Rote Bete, etc.). Das Buch bietet für jeden Tag der Basenfasten-Woche, die an einem Freitag startet, einen Ernährungsplan sowie zahlreiche Tipps (Darmreinigung, Bewegung, Trinken, etc.).

Wochenplan zum Basenfasten

Man isst täglich 3 bis 5 Mahlzeiten. Ein Tag mit dem Basenfasten kann wie folgt aussehen:

  • Frühstück: frisch gepresster Obstsaft
  • Snack: Mandeln
  • Mittag: Salat mit Gemüse und Öldressing
  • Snack: Trockenfrüchte
  • Abend: Gemüsesuppe oder gegartes Gemüse

Milchprodukte (Käse, Milch, Sahne, Joghurt), Brot, Nudeln, Fleisch, Fisch und Zucker sind tabu. Eventueller Heißhunger auf Süßes soll mit Apfelsaftkonzentrat, Apfel- oder Birnenkraut oder Agaven- oder Birnendicksaft gestillt werden.

Eine Übersicht,  das Basometer, listet alle während der Basenfasten-Woche erlaubten Lebensmittel auf. Statt Kaffee gibt es Tee, Genussmittel wir Zigaretten, Süßes oder Alkohol sind tabu. Eine Einkaufsliste hilft bei der Wochenplanung.

Nach der Basenfasten Woche wird entweder eine Verlängerungswoche angehängt oder es folgen Aufbautage, an denen langsam auf eine gesunde Ernährung umgestellt wird (Ernährung nach der Säure-Basen-Pyramide und der 80/20-Regel, d.h. 20% Säurenbildner, 80% Basenbildner).

Basenfasten: Mehr als basisch essen

Alle 2 bis 3 Tage wird während des Basenfastens eine Darmreinigung empfohlen. Diese soll mit Glaubersalz, Einläufen oder einer Colon-Hydro-Therapie erfolgen und so Ablagerungen an den Darmwänden ausscheiden. Ohne Reinigung des Darms soll es während des Basenfastens verstärkt zu Blähungen kommen.

Schüßler Salze (Salz Nr. 6 Kalium sulfuricum, Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum, Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum, Salz Nr. 11 Silicea) sollen die Heilreaktionen während des Basenfastens unterstützen.

Für eine dauerhafte Gewichtsreduzierung wird eine Verlängerung des Basenfastens um ein bis vier Wochen empfohlen. Danach soll die Ernährung nach der 80:20 Regel (siehe oben) auf überwiegend basisch umgestellt werden.

Bewegung wird ebenfalls empfohlen, idealerweise 30 bis 45 Minuten pro Tag, in Form von Joggen, Walken und Laufen. Auch Yoga, Tai Chi oder Qigong werden empfohlen.

Die Bedeutung eines guten Schlafs und weniger Stress auf den Säure Basen Haushalt wird von Sabine Wacker ebenfalls thematisiert. Wobei ein Basenbad am Abend den Prozess der Entsäuerung unterstützen soll.

Ebenso gibt es im Buch Tipps, wie man das Basenfasten für Eilige in den Berufsalltag integriert und wie man mit Herausforderungen (Restaurant, Kantine) umgeht.

Expertenfazit

Bastenfasten Diät starten Das Basenfasten für Eilige hat einen Vorteil gegenüber dem Heilfasten: Man darf mehr essen und der Körper wird so mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt. Das erlaubt zudem eine Integration in den beruflichen Alltag.

Über die Notwendigkeit einer Darmentleerung kann man geteilter Auffassung sein, aber man muss sie ja nicht durchführen. Gegen die Mischung aus einer auf Obst und Gemüse fokussierten Ernährung, gepaart mit Entspannung, gesundem Trinkverhalten sowie ausreichend Bewegung ist für eine Woche bei gesunden Menschen nichts einzuwenden. Man wird auch etwas Gewicht verlieren, den Körper aber vor allem entsäuern.

Das Basenfasten geht zwar durch die recht niedrige tägliche Kalorienmenge mit einem Gewichtsverlust einher, ist aber keine Diät im klassischen Sinne, die sich für die Reduktion von Übergewicht eignet. Dazu fehlen tiefer gehende Hintergründe über eine ausgewogene und gesunde Ernährung, wichtige Nährstoffgruppen wie Eiweiße und Fette sowie eine grundlegende Anleitung zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährung.

Neben dem Mangel an Eiweiß, was wertvolle Muskelmasse reduzieren kann, ist auch die Kalorienanzahl sehr gering, so dass die Wahrscheinlichkeit eines sinkenden Grundumsatzes und damit des Jojo-Effektes steigt.

Basenfasten für Eilige (ebenso wie Saftfasten oder Detox Diäten) ist eher etwas für Menschen, die grundsätzlich über eine Fastenwoche nachdenken, um ihren Köper zu entlasten, zu entsäuern und zu reinigen – die aber vor dem Aufwand und dem Verzicht beim klassischen Heilfasten zurückschrecken. Als „Detox“ oder Entgiftungswoche“ kann man diese Obst- und Gemüsekur durchführen, wer aber ernsthaft und gesund abnehmen will oder muss, für den gibt es besser geeignete Diätprogramme.