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BCM: Alles essen und trotzdem abnehmen?

Abnehmen heißt nicht verzichten, das ist die Maxime der BCM-Diät. BCM ist eine Abkürzung und steht für die englische Bezeichnung Body Cell Mass, in deutscher Sprache: Körperzellmasse.


Ein großes Plus der BCM-Diät ist die persönliche Beratung und Betreuung durch Fachpersonal deutschlandweit in über 1000 Außenstellen. Um den Nachteil gleich vorweg zu nehmen: Bei der BCM-Diät ist der Teilnehmer in der Regel an die Diätprodukte der Firma Precon gebunden, die für den Einen oder den Anderen sehr kostspielig sein können.

Deshalb ist es bei dieser Diät besonders wichtig, sich ausreichend und umfassend in den entsprechenden Einrichtungen beraten zu lassen. Dort findet auch eine professionelle Bestandsaufnahme statt.

Mit Hilfe einer elektronischen Bioimpedanz (Körperanalyse) werden die Fett, Wasser- und Zellkonzentrationen ermittelt, um im Anschluss die Diät individuell auf den Teilnehmer zuzuschneiden. Die Messungen werden kontinuierlich durchgeführt.

Ein wichtiger Bestandteil der BCM-Diät ist die Gruppendiskussion, die von Ärzten und Ernährungsberatern geleitet wird und regelmäßig stattfindet. Viele werden sich freuen, denn die BCM-Diät zieht keine starren Nahrungsmittelgrenzen – gegessen werden kann alles. Eine Mahlzeit kann man nach Belieben zusammenstellen.

Allerdings sollte man bei aller Euphorie auf die richtige Kombination und Zusammensetzung achten. Die Hauptmahlzeit muss eine Mischung aus pflanzlichen Kohlenhydraten und eiweißreichen tierischen Nahrungsmitteln darstellen.

Shake-Diaet|istockphoto.com/Photo-Dave|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=3123609Der Hauptakteure der BCM-Diät sind aber ohne Frage die Milch-Shakes, die aus Milcheiweiß, Sojaextrakten, Vitaminen und Mineralstoffen bestehen.

Diese wahren Eiweißbomben sollen den Fettzellen den Kampf ansagen. Schoko, Vanille oder Erdbeere – die Drinks gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Wer sich mit den Milch-Shakes schwer tut, kann auch zu diversen Riegeln oder Suppen greifen. Die Eiweißprozeduren finden in der Regel morgens und am Abend statt.

Eine geringe Kalorienzahl und Wirkstoffe, die den Insulinspiegel schonen, führen bei entsprechender Bewegung zu einer negativen Energiebilanz und lassen so die überschüssigen Pfunde purzeln.

Insgesamt werden dem Körper an einem Tag nur 1000 Kalorien zugeführt – das entspricht in etwa der Hälfte des durchschnittlichen Energieverbrauches bei einem normalen Tagesablauf. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Wie gewonnen so zerronnen – viele Teilnehmer berichten von klassischen JoJo-Effekten nachdem sie die BCM-Diät beendet hatten.

Diese allseits gefürchteten Nachwehen kann man vermeiden, indem man im Anschluss an die BCM-Diät eine komplette Ernährungsumstellung folgen lässt – was sicherlich ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Willensstärke erfordert.