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Bier bei der Diät

Deutschland ist das Land der Biertrinker. Kein anderes Land in Europa hat einen höheren Pro-Kopfverbrauch, was den jährlichen Bierkonsum angeht. Das allabendliche Bier gehört für viele einfach dazu. Gab es vor zwei Jahrzehnten noch eine Handvoll Biersorten, hat sich das Bild heute grundlegend geändert.

Bier wird mit alles und allem gemischt. Längst gibt es Bier in den exotischsten Geschmacksrichtungen – obwohl der wahre Bierkenner nichts auf sein gutes altes Pils kommen lässt. Und sogar die Wissenschaft hat die guten Seiten von Bier entdeckt. Bier ist im Grunde genommen ein sehr gesundes Nahrungs- und Genussmittel. Denn Bier besteht aus einer Reihe gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe.

Ganz vorne auf der Liste steht das Vitamin B – der Hefeanteil macht es möglich. Zudem liefern Hopfen und Malz wichtige Mineralien, Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren. Sogar zum abnehmen soll der Gerstensaft taugen – was allerdings eher in das Reich der Sagen und Mythen gehört. Bier eignet sich aus mehreren Gründen weniger für eine Diät.

Bier während der Diät nicht hilfreich

Zum einen hat das alkoholische Getränk relativ viele Kalorien. Auf ein Glas Pils fallen in etwa 100 Kalorien. Die Tatsache allein reicht aber noch nicht aus, um Bier im Rahmen einer Diät auf das Abstellgleis zu stellen. Zum Vergleich: Fruchtsäfte haben circa dreimal so viele Kalorien. Ein weitere Umstand der den Gerstensaft nicht gerade für eine Diät prädestiniert, ist sein Alkoholgehalt. Alkohol hemmt nach landläufiger Meinung die Fettverbrennung.

Eine Beispielrechnung: Eine Flasche Gerstensaft verhindert die Verbrennung von 16 Gramm Fett. Vorausgesetzt man trinkt ein Jahr lang ein Bier pro Tag, sind das immerhin sechs Kilogramm. Allerdings sind solche Vergleiche eher hypothetischer Natur. Wissenschaftlich ist die hemmende Wirkung des Alkohols eher umstritten. Ein dritter Aspekt ist die im Bier vorhandene Kohlensäure. Die bläht nämlich den Bauch auf und trübt dadurch die Motivation, die gerade für eine Diät so immens wichtig ist.

Nicht nur während einer Diät ist das Maß entscheidend. Ein gelegentliches Bier wird die Ziele einer Diät sicherlich nicht gleich zum Einstürzen bringen. Übrigens, die so genannte Bierdiät ist keine Erfindung der neuen Zeit. Im frühen Mittelalter waren es die bayerischen Klostermönche die sich einmal im Jahr nur von Hopfen und Malz ernährten. Während der Fastenkuren war es nämlich üblich, sich nur vom Gerstensaft zu ernähren. Zwölf Liter Gerstensaft am Tag waren damals keine Seltenheit.

Wenn man das auf heutige Verhältnisse umrechnen würde, entspräche das einem Kasten Bier – eine sagenhaft Menge, zumindest für einen Gelegenheitstrinker. In diesem Sinne: Hopfen und Malz, Gott erhalt’s!