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Blähungen: Was hilft?

Der Fachbegriff für Blähungen heißt Flatulenz und stammt von dem lateinischen Wort flatus, was übersetzt „der Wind“ bedeutet. Über diese Herleitung werden die meisten Menschen schmunzeln – Diejenigen, die sich mit Blähungen herumschlagen müssen, ist dagegen das Lachen längst vergangen.


Wir alle kennen ja das Rumoren und Blubbern in der Magen- und Darmgegend, besonders nach Speisen, die genau dafür prädestiniert sind, Blähungen hervorzurufen. Das können zum Beispiel Zwiebeln, Eier oder Sauerkraut sein. Für einen Abend kann man das schon einmal verschmerzen – auch, wenn es sicherlich schönere Sachen gibt, als stundenlang die unausweichliche Folge einer Blähung zu unterdrücken – besonders wenn man sich in der Öffentlichkeit aufhält.

Es gibt aber Menschen die tagtäglich von den ungeliebten Darmwinden heimgesucht werden. Was geschieht eigentlich im Magen oder Darm, wenn sich Blähungen bilden? In der Regel entstehen bei der Verwertung oder Verdauung von Nahrungsmitteln Abfallprodukte in Gasform. Das können Kohlendioxid, Methan und Gär-oder Fäulgase sein.

Ursachen von Blähungen

Normalerweise werden die entstehenden Gase über den Blutkreislauf abgeführt – in manchen Fällen kommt es zu Überschüssen an Gas. Die Folge ist eine Blähung. Es gibt Nahrungsmittel, die diesen Vorgang der ungewollten Gasbildung fördern. Die meisten von Ihnen enthalten die Zuckermoleküle Rhamnose und Stachyose. Diese sind durch den Dünndarm nicht verwertbar und werden erst im Dickdarm durch Darmbakterien zersetzt.

Höhere Konzentration dieser Zuckermoleküle findet man in Sauerkraut, Bohnen oder Kohl. Das praktischste Mittel gegen Blähungen ist der Verzicht auf Lebensmittel, die blähungsfördernd sind. Klingt sehr banal, ist aber die wirksamste Methode. Auch der Einsatz ätherischer Öle kann Erleichterung bringen. Die Verkrampfung des Darmes kann dadurch gelöst werden – was zu einem leichteren Abgang der Darmgase führt.

Das Allheilmittel bei einer Flatulenz ist aber Aktivkohle. Studien zeigen, dass sich bei neun von zehn Patienten, die mit Aktivkohle behandelt wurden, eine Besserung der Beschwerden einstellt. Allerdings können hinter einer chronischen Flatulenz auch Darmkrankheiten stecken. So sind es insbesondere Entzündungen im Darmtrakt, welche die Darmflora durcheinander bringen und ein unnatürliches Wachstum von Darmbakterien bewirken.

Dieses Ungleichgewicht kann dann unter anderem Blähungen verursachen. Übrigens gibt es bereits Mittel, die das Ganze geruchsneutraler gestalten können. Bestimmte probiotische Kulturen in Joghurt sind in der Lage geruchsproduzierende Bakterien durch weniger geruchsintensive Bakterien zu ersetzen.

Eine nette Anekdote zum Schluss: Ein gewisser Richard Kirchhoff lies sich 1933 einen „Darmentgaser“ patentieren. Ein spezieller Einsatz für den After sollten den Duft von Blumen verströmen. Leider ging das Produkt nie in Serie.