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Blutdruck und Übergewicht

Sagenhafte 5 Liter Blut pumpt das Herz pro Minute durch unseren Körper und das im Ruhezustand. Bei sportlichen Aktivitäten können es dann mal locker 25 Liter werden – das entspricht 5 haushaltsüblichen Wassereimern. Bei Übergewicht ist der Blutdruck oft erhöht.

Um auch die entferntesten Stellen und Zellen des Körpers mit Nährstoffen zu versorgen, muss das Blut mit einem bestimmten Druck in die Blutbahnen gepumpt werden. Die Pumpe, die diese sagenhafte Leistung vollbringt, ist unser Herz. Diese Pumpleistung spiegelt sich im weitesten Sinne in dem Druck auf unseren Blutgefäßen wieder – dem Blutdruck.

Dieser scheint bei den Personen höher zu liegen, die von Übergewicht betroffen sind. Physiologisch lässt es sich scheinbar einfach erklären: Mehr Körpermasse, mehr Pumpleistung, höherer Blutdruck. Allerdings gehen Forscher heute davon aus, dass vom Fettgewebe bestimmte Botenstoffe freigegeben werden, die beispielsweise auch den Blutdruck beeinflussen können.

Aber ab wann spricht man von Übergewicht? Im Allgemeinen ist Übergewicht ein zu hohes Körpergewicht in Relation zur Körpergröße. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, ein Übergewicht zu bestimmen. Die gebräuchlichste Methode ist die Berechnung des Body Mass Index.

Dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt. Das Ergebnis wird dann anhand der Adipositas-Klassifikation interpretiert. Bei einem Wert über 25 spricht man von einem Übergewicht. Studien zeigen, dass Personen mit einem hohen BMI (Body Mass Index) oft auch unter Bluthochdruck leiden.

Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Blutgefäß – deshalb wird er im medizinischen Fachjargon auch als Gefäßdruck bezeichnet. Dabei gibt es unterschiedliche Blutdruckarten. Mit dem landläufigen Blutdruck ist der arterielle Blutdruck gemeint – der Druck, der in den Arterien wirkt.

Gemessen wird der Blutdruck in der klassischen Weise als mmHg (Millimeter Quecksilbersäule – früher wurde der Blutdruck mit einem Quecksilbermanometer erfasst. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Ausgabewerten: Dem systolischen und dem diastolischen Druck.

Ersterer spiegelt den maximalen Druck wieder, der auf den Arterien lastet. Dieser wird im besonderen Maße von der Auswurfskraft des Herzens mitbestimmt. Der diastolische Blutdruck entspricht dem Dauerdruck in den Blutgefäßen und wird während der Herzfüllungsphase erreicht. Dabei ist der Druck auf die Blutgefäße keine konstante, sondern vielmehr eine variable Größe. Die Messwerte sind von unterschiedlichsten Umständen abhängig.

Zum Beispiel macht es einen großen Unterschied, wann man die Messungen vornimmt. In der Regel sind diese morgens am höchsten. Auch bei Belastungen steigt der Blutdruck an. Krankheiten können ein weiterer Grund für Bluthochdruck sein.

Besonders dem Übergewicht wird hier eine tragende Rolle zuteil. Allein in Deutschland haben mehr als zehn Millionen übergewichtige Menschen Bluthochdruck. Übergewicht zählt als schwergewichtiger Risikofaktor für Bluthochdruck.