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Bluthochdruck und Diabetes

Sie werden als lautlose Killer bezeichnet. Bluthochdruck und Diabetes gelten als Volkskrankheiten Nummer 1.  Fast jeder zweite Deutsche leidet an Bluthochdruck – jeder fünfte ist von Diabetes betroffen. Was macht sie so gefährlich? Es ist ihre Lautlosigkeit. Bluthochdruck und Diabetes schlagen eher leise Töne an und kommen auf leisen Sohlen daher – genau das macht sie aber so gefährlich.

Messung-Blutdruck-Diabetes|istockphoto.com/dlerick|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=5101104Nur in den seltensten Fällen zeigen sich bei den Betroffenen Symptome. Gerade im Anfangsstadium lebt der Patient nahezu beschwerdefrei. Erst mit fortlaufender Zeit und einem höheren Schweregrad schicken uns beide ihre Botschafter, um uns unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen: Es ist fünf vor zwölf.

Meist ist es hier aber dann schon zu spät. Das Gefäßsystem und einige Organe sind dann schon entsprechend in Mitleidenschaft gezogen. Eine Früherkennung kann Leben retten beziehungsweise die Lebensdauer verlängern. Deshalb sollte jeder Mensch es sich zur Pflicht machen, die Marker der Krankheiten Diabetes und Bluthochdruck im Auge zu behalten.

Und bei dauerhaften Werten über dem Normbereich umgehend einen Arzt aufsuchen. Wie hoch liegen eigentlich die Normalwerte? Der Grenzbereich beim Blutdruck liegt bei 140 zu 90 mmHg. Werden diese Grenzen nach oben hin überschritten spricht man von Bluthochdruck.

Allerdings sollte hier klar gesagt werden: Eine Messung hat keine Aussagekraft. Erst bei mehrmaligen Messen unter konstanten Bedingungen kann man eine Entwicklung erkennen. Außerdem ist der Blutdruck eine sehr schwankende Größe. Sport, Stress, Trauer aber auch Freude können den Blutdruck zu Achterbahnfahrten veranlassen.

Schon das Messen selber sollte gut vorbereitet werden. Zum Beispiel ist es sehr wichtig vor dem Messen ein bis zwei Minuten zur Ruhe zu kommen. Der Arm sollte frei sein und die Manschette sollte dem Oberarmumfang angepasst sein. Ja, schon eine zu enge Blutdruck-Manschette kann die Werte verfälschen und einen zu hohen Blutdruck anzeigen.

Von einem optimalen Blutdruck spricht man bei 120/80 mmHg. Blutzucker-Normalwerte liegen bei einem nüchternen Menschen zwischen 3,9 und 5,5 mmol/l. Nach Mahlzeiten liegt die obere Grenze bei 8,9 mmol/l. Beide Erkrankungen für sich können schwerwiegende Folgeerkrankungen verursachen.

 

Bluthochdruck und Diabetes treten oft gemeinsam auf

Treten Bluthochdruck und Diabetes zusammen auf, sprechen Wissenschaftler von einem diabetischen Tsunami. Die eine Krankheit wirkt für die andere sowie deren Folgekrankheiten wie eine Art Katalysator und umgekehrt. Ansonsten werden unbeteiligte Organe in der Kombination von Bluthochdruck und Diabetes plötzlich geschädigt.

Die Gefäße altern im Zusammenspiel beider Krankheiten besonders schnell. Für einen Diabetiker, der gleichzeitig an Bluthochdruck leidet, ist das Risiko eines Herzinfarktes im Vergleich zu gesunden Menschen um das 25fache erhöht. Umso wichtiger ist es beispielsweise für einen Diabetiker, seinen Bluthochdruck dauerhaft auf ein gesundes Maß zu senken.