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Brainfood: Essen fürs Gehirn

Kopfarbeiter brauchen Lebensmittel mit wenig Kalorien aber vielen Vitalstoffen, damit das Gehirn optimal arbeiten kann. Eine Ernährung, die unsere Konzentration steigert und die Verdauung nicht überlastet.

Das so genannte “Brain Food” gewährleistet optimale Nährstoffversorgung für Leistungsfähigkeit und Stressresistenz im anspruchsvollen Alltag.Heute sieht unser Alltag ganz anders aus als vor 100 Jahren: Während die Menschen damals hauptsächlich körperlich arbeiteten, sitzen wir heute meist den ganzen Tag nur im Büro. Die wenigsten Menschen laufen morgens los, um für die nächsten zehn Stunden auf dem Feld zu schuften.

Stattdessen steigen die meisten von uns morgens ins Auto, fahren von der Haustür bis in die firmeneigene Tiefgarage, nehmen den Lift ins Büro und sitzen bis abends am Schreibtisch, kurz unterbrochen vom Gang zur Cafeteria oder Kantine.

Logisch, dass dieser sitzende Alltag ein anderes Essen speziell fürs Büro erfordert als noch vor 100 Jahren. Schnitzel mit Pommes und Mayo liefern viel mehr Energie, als ein Büromensch braucht.

Das viele Fett macht dazu träge. Die leicht verfügbaren Kohlenhydrate regen den Appetit schnell wieder an. Wer hauptsächlich mit dem Kopf arbeitet braucht darum eine andere, eine bessere Ernährung.

Unser Gehirn macht zwar nur etwa zwei bis drei Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht aber mehr als 20 Prozent der Gesamtenergie. Es benötigt rund 120 Gramm Glukose (Traubenzucker) am Tag.

Da es im Normalzustand ausschließlich Glukose als Energieträger verwertet, zirkuliert immer eine gewisse Glukosemenge im Blut – der Blutzuckerspiegel.

Erste Voraussetzung für optimale Leistungsfähigkeit ist es, diesen auf einem möglichst konstanten Niveau zu halten. Starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel führen zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Heißhunger.

Bestimmte Lebensmittel, Brain Food genannt, können die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit unseres Denkorgans unterstützen.

  • Vollkornprodukte (Brot, Reis, Pasta) liefern Vitamine (B Vitamine) und Spurenelemente unterstützen die Hirn- und Nervenfunktionen. Außerdem liefern sie, für die Verdauung wichtige, Ballaststoffe.
  • Nüsse sind ein wertvoller Lieferant für Vitamine, Eiweiß und Magnesium, zudem beschleunigt das enthaltene Lecithin den Aufbau von Nervenbotenstoffen.
  • Curry soll Alzheimer vorbeugen, der gelbe Farbstoff Curcumin steigert die Produktion körpereigener Antioxidantien
  • Fisch: hier vor allem die fettreichen Kaltwasserfische wie Lachs, Thunfisch und Hering, liefern Omega-3-Fettsäuren. Die halten die Gesundheit der Gehirnzellen aufrecht. Fisch enthält auch Omega-3 DHA (Docosahexaenosäure), das die Zellmembranen der Gehirnzellen intakt hält und die Kommunikation innerhalb der Gehirnzellen unterstützt.
  • Heidelbeeren regen die Informationsübertragung zwischen den Neuronen im Gehirn an und verbessern so Reaktionszeit und Denkfähigkeit. Aber auch andere rote und violette Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Pflaumen und sind reich an Antioxidantien und damit gut für’s Gehirn.
  • Eiern und Sojabohnen liefern Phospholipide wie Lecithin (wichtig für die Nerven).
  • Hochwertige Eiweiße aus Fisch, Eiern, magerem Fleisch und Milchprodukten: Die verschiedenen darin enthaltenen Aminosäuren, vor allem Tryptophan und Tyrosin, eignen sich hervorragend als „Gehirnfutter“. Sie bilden die Grundsubstanz für verschiedene Botenstoffe.
  • Zwiebeln: Das enthaltene Alicin schützt die feinen Blutgefäße im Gehirn vor gefährlichen Ablagerungen

Eine Ernährung bestehend aus diesen Lebensmitteln trägt wesentlich zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns bei. Wir fühlen uns vitaler und gesünder.

Im Gegensatz zu einer fettreichen unausgewogenen Ernährung fallen wir nicht in Leistungstiefs, sondern bleiben den ganzen Tag über geistig fit und leistungsfähig.

Zwei Beispiele für Euren Alltag:

  • Fit durchs Meeting am Vormittag?
    Nicht kurz davor zur Snack-Maschine rennen. Die Konzentration lieber mit einem Apfel, einem Joghurt oder einer Handvoll Walnüsse aktivieren.
  • Nach dem Mittagessen ein wichtiger Termin?
    Fett- und kohlenhydratreiches Essen mittags links liegen lassen. Stattdessen lieber mit einem Salat, Vollkornbrot, Fisch oder Geflügel fit essen.

Ganz wichtig für eine optimale Hirntätigkeit ist auch, dass wir ausreichend Flüssigkeit aufnehmen: Unser Körper verliert jeden Tag rund zwei Liter Flüssigkeit, die er wieder auffüllen muss. Bereits Flüssigkeitsverluste von nur ein bis zwei Prozent führen zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

abnehmen.net Tipp

Studentenfutter heißt nicht umsonst so. Die Kombination aus Vitaminen und Fruchtzucker in den Rosinen mit ungesättigten Fetten und hochwertigem Eiweiß aus Nüssen ist ein optimales Brainfood. Allerdings nicht mehr als eine Handvoll, da die Nüsse sehr kalorienreich (100 g = 535 kcal) sind.