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Brot Diät

Die Brot-Diät ist eine Diät, bei der neben dem Brottrunk hauptsächlich Brot, vorzugsweise Pumpernickel, Vollkornbrot oder Mischbrot verzehrt werden. Während der Brotdiät trinkt man außer dem Brottrunk hauptsächlich Wasser, Kräutertee und ungesüßte Getränke. Mageres Fleisch, Fisch, fettarme Milchprodukte, Eier, Obst und Gemüse dürfen in Maßen gegessen werden. Mittlerweile gibt es verschiedene Formen der Brotdiät. Die ursprüngliche Variante wurde in den 70er Jahren von Prof. Dr. Erich Menden (Universität Gießen) entwickelt.

Brot Diät

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Inhalt des Diätprofils

  1. Wirkungsweise
  2. Expertenfazit

Wirkungsweise

Hauptbestandteil der Brotdiät ist oft der Brottrunk, ein Nahrungsergänzungsmittel, hergestellt von der Kanne Brottrunk GmbH & Co.KG. Der Brottrunk wird aus der Milchsäuregärung von Vollkornsauerteig gewonnen. Es ist trotz Gärung nicht alkoholisch und enthält auch keine Kohlensäure.

Die Idee zum flüssigen Brot hatte Bäckermeister Kanne als er hörte, dass Lebensmittel in Russland durch Einsäuerung haltbar gemacht wurden. Beim Experimentieren mit einem eingesäuerten, flüssigen Brotteig stellte er fest, dass in den Tongefäßen, in denen der Brotteig gegärt wurde, Rückstände blieben. Aus diesen Beobachtungen schloss er, dass der Brottrunk beim Menschen entgiftend wirkt. Rein wissenschaftlich gesehen ist dieser Vergleich jedoch nicht haltbar.

Während der Brot-Diät trinkt man täglich circa 0,7 Liter Brottrunk und isst, je nach Brotsorte, ca. 250 Gramm Brot. Das Brot soll auf drei bis fünf Mahlzeiten über den Tag verteilt gegessen werden.

Der Brottrunk enthält Bakterienkulturen, die einen positiven Einfluss auf die Verdauung haben und die Darmflora stärken. Außerdem enthält der Diät-Drink Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Magnesium sowie die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C, D, E, Biotin, Niacin, Folsäure und Pantothensäure. Für Vegetarier ist der Brottrunk mit viel Eisen und Vitamin B12 eine sinnvolle Nahrungsergänzung.

Auf Butter oder Margarine als Brotbelag soll während der Brotdiät verzichten werden. Magere Wurst, fettarmer Käse und magere Fleisch-, Fisch- und Milchprodukte dürfen aber zum Brot gegessen werden.

Zum Frühstück kann man zum Beispiel drei Scheiben Vollkornbrot mit Marmelade (dünn bestrichen) essen, zum Mittag drei Scheiben Brot mit etwas Quark und Gurken und zum Abendbrot drei Scheiben Brot mit Sauerkraut bzw. Weißkraut.

Alle ballaststoffreichen Brotsorten, vor allem natursaure Vollkornbrote, sättigen gut. Es sollte jedoch auf eine ausreichende Zufuhr von magerem Eiweiß und gesunden Fetten geachtet werden, da diese die Sättigung unterstützen und wichtige Nährstoffe für den Körper liefern.

Während der Brot-Diät nimmt man täglich circa 1.200 bis 1.600 Kalorien auf. Diese negative Kalorienbilanz (der Körper verbraucht mehr Energie, als er durch das Essen aufnimmt) führt zum Abnehmen.

Eine besondere Wirkung des Brottrunks auf die Gewichtsreduktion kann ausgeschlossen werden. Die tägliche Kalorienmenge sorgt für einen moderaten Gewichtsverlust von durchschnittlich 0,3 bis 0,5 kg pro Woche. Die Kur sollte aufgrund der doch sehr einseitigen Ernährung nicht über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Beispieltag mit der Brotdiät:

  • Früh: Sonnenblumenbrötchen mit Lachsschinken und Käse
  • Snack: Scheibe Brot mit Quark Brottrunk
  • Mittags: Pikanter Linseneintopf
  • Snack: 1 Knäckebrot mit Kräuterquark
  • Abend: Überbackener Fenchel mit Roggenbrötchen

Expertenfazit

Die Brot-Diät ist – wie alle Arten von Monodiäten (z.B. Reisdiät, Ananasdiät) – nicht als langfristige Diätmaßnahme empfehlenswert, da ihr kein ausgewogenes Ernährungskonzept zugrunde liegt. Neben den Eiweißen mangelt es bei der Brot-Diät vor allem an den, für den Körper sehr wichtigen, ungesättigten pflanzlichen Fettsäuren.

Deren mangelnde Zufuhr kann unter anderem zu einer unzureichenden Versorgung an fettlöslichen Vitaminen führen, da diese wie der Name sagt, ihre Wirkung nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen Fettzufuhr entfalten können. Zudem muss unbedingt darauf geachtet werden, dass während der Brotdiät ausreichend Obst und Gemüse gegessen wird.

Eine Wirkung des Brottrunks auf das Abnehmen ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Die während der Brotdiät erzielte Gewichtsreduktion geht allein auf die reduzierte Kalorienzufuhr zurück. Positiv an dem Brottrunk ist lediglich seine Auswirkung auf die Darmflora. Geschmacklich ist ein Brottrunk auch nicht jedermanns Geschmack, viele werden ihn nur mit Wasser verdünnt trinken können.

Da während der Brotdiät überwiegend einseitige, kalte Speisen (belegte Brote) gegessen werden, kann man derer schnell überdrüssig werden und es besteht die Gefahr von Heißhungerattacken. Optimaler wäre, sich zusätzlich wenigstens ab und an einen Salat oder eine heiße Suppe zu gönnen.

Gut an der Brotdiät ist, dass der Körper ausreichend mit Ballaststoffen versorgt wird, denn Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und sättigen. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt täglich 30-40 Gramm Ballaststoffe. Wer ballaststoffreich isst, sollte gleichzeitig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von täglich mindestens 2-3 Liter achten. Alle die bisher nicht viele Ballaststoffe gegessen haben, sollten die tägliche Menge allmählich erhöhen, da es sonst bei sensiblen Menschen zu Verdauungsstörungen (Verstopfungen) kommen kann.

Die Bewegung im Alltag sowie Sport, als wichtige Komponenten einer erfolgreichen Diät, werden bei der Brot-Diät nicht bedacht. Es gibt keine konkreten Hinweise auf ein begleitendes Sportprogramm, es lediglich den Tipp sich zusätzlich zu bewegen.

Negativ an der Brotdiät ist auch, dass eine keine langfristige Ernährungsumstellung erfolgt und somit kein neues gesundes Essverhalten vermittelt wird.