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Cholesterin in Lebensmitteln

Viele Menschen haben einen erhöhten Cholesterin-Spiegel und greifen deshalb zu drastischen Maßnahmen. Was die meisten nicht wissen: Der Cholesterin-Spiegel im Blut ist nur bedingt beeinflussbar. Wie viel Cholesterin wir im Blut mitführen, ist größtenteils genetisch vorprogrammiert.

Medizinische Untersuchungen zeigen, dass der Blut-Cholesterin-Spiegel mit Hilfe einer entsprechenden Ernährung nur um zehn Prozent zu reduzieren ist. Immerhin, werden sich einige denken. Um diesen Wert zu erreichen, ist es allerdings notwendig, sich hinsichtlich der Ernährung zu disziplinieren. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren muss drastisch nach unten gefahren werden – gleichzeitig sollte man das Gewicht an löslichen Ballaststoffen erhöhen.

Besonders viel Cholesterin enthalten die Lebensmittel Wurst, Käse und Eier. Aber auch bei diesen Lebensmitteln gibt es Unterschiede: Die mageren und fettärmeren Sorten tragen wesentlich weniger gesättigte Fettsäuren in sich. Grundsätzlich sollte man die gesättigten Fettsäuren durch die ungesättigten Fettsäuren ersetzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, 30 Prozent der Nahrung sollten sich aus Fetten zusammen setzen. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte bei zehn Prozent liegen, die ungesättigten Fettsäuren decken zwanzig Prozent ab.

Ballaststoffe senken den Cholesterin-Spiegel

Auch auch bei den ungesättigten Fettsäuren gibt es Unterschiede: So gibt es die einfachen ungesättigten Fettsäuren und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Nur die mehrfach ungesättigten Fettsäuren konnten bisher in medizinischen Studien den Beweis erbringen, dass sie das Risiko für koronare Herzkrankheiten verringern können.

Es gib noch eine zweite Möglichkeit, den Cholesterin-Spiegel mit Hilfe der Ernährung zu senken: Die Zufuhr an Ballaststoffen erhöhen. Ballaststoffe haben die Eigenschaft, Cholesterin zu binden. Dadurch wird der Organismus veranlasst, weniger Cholesterin aufzunehmen. Besonders viele Ballaststoffe stecken in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. So sind es manchmal die kleinen Sachen, die den Cholesterin-Spiegel senken können. Nüsse zum Beispiel scheinen die Aufnahme von Cholesterin erheblich zu behindern. Probanden, die im Rahmen einer klinischen Studie regelmäßig eine bestimmte Menge an Nüssen aufnahmen, zeigten bessere Cholesterin-Werte als die Teilnehmer, die ohne Nüsse auskommen mussten.

Fazit: Die Menge an Cholesterin im Blut ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Und genauso differenziert muss auch das Cholesterin selber betrachtet werden. So gibt es LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin. Während das gute HDL-Cholesterin das schädliche Cholesterin von den Blutgefäßen weg transportiert, sorgt das „schlechte“ LDL-Cholesterin dafür, dass sich das Cholesterin an den Innenwänden der Arterien festsetzt. Letzterer Prozess führt über kurz oder lang zu einer Arterienverkalkung, welche wiederum der Ausgangspunkt für Herz- und Kreislaufkrankheiten ist.