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Das beeinflusst unser Essverhalten

Könnt ihr euch erinnern was ihr gestern gegessen habt? Oder vor einer Woche? Wahrscheinlich nicht, denn unsere Nahrungsaufnahme erfolgt nur teilweise bewusst. Unser Essverhalten wird unbewusst beeinflusst.


Wer kennt das nicht, die Chipstüte beim Fernsehen, die ganz plötzlich leer ist, oder der Schokoriegel im Büro, zu dem man ganz unbewusst greift. Das Essverhalten läuft ganz unbewusst ab.

Gesund abnehmen|istockphoto.com/webphotographeer|www.istockphoto.com/stock-photo-7317922-happy-eating.phpJeder Mensch hat bestimmte Ernährungsmuster, die er immer wieder fast automatisch abspult, und das fängt schon beim Einkaufen an. Beobachtet euch doch mal selber und achtet darauf, was in eurem Kopf passiert, wenn ihr einkauft, kocht oder esst. Nur wenn ihr euer persönliches Ernährungsverhalten findet, könnt ihr es auch ändern.

Ein wichtiger Fakt, für alle die abnehmen oder gesünder essen wollen: Damit das Bewusstsein für das eigene Verhalten steigt, hilft auch das Führen eines Ernährungsprotokolls. Doch was beeinflusst eigentlich unser Essverhalten? Wenn wir uns der Einflüsse bewusst sind, können wir sie besser abschalten.

Einfluss der Werbung aufs Essen

Egal ob ihr den Fernseher einschaltet, ein Magazin lest, im Internet surft oder durch die Stadt lauft: Überall springt euch Werbung entgegen. Auch wenn viele Leute der Meinung sind, dass sie das vollkommen kalt lässt – Werbung wirkt. Und zwar unterbewusst. Beobachtungen an Kindergartenkindern zeigten, dass sie, nachdem sie Werbung für Fast Food und Süßigkeiten sahen, ein deutlich ungesünderes Essverhalten als zuvor an den Tag legten. Vollkommen unbewusst.

Aber nicht nur bei Kleinkinder wirkt Werbung: Glückliche und dünne Models, die uns Joghurt-Schokolade schmackhaft machen, saftige Gerichte von netten Mamas im gemütlichen Heim zubereitet oder glücklich spielende Kinder, denen man gern eine Extraportion Milch oder Vitamin-Bonbons zusteckt.

Die Werbung zeigt uns, was wir gerne hätten und verbindet das Produkt mit positiv besetzten Emotionen. Sehen wir die Produkte später im Supermarkt, tritt die Assoziation zu dem guten Gefühl auf und schon landet es im Einkaufswagen.

Seit Kindestagen dran gewöhnt

Mutter, Oma oder Vater, egal wer im Kindes- und Jugendalter das Essen zubereitete, es hat uns nachhaltig geprägt. Der Kuchen, der immer zum Geburtstag gebacken wurde, der festliche Braten zu Feiertagen oder die deftige Suppe an kalten Wintertagen.

Schaut euch genau an, ob alles was ihr gewohnt seid auch gesund ist. Erinnert euch an die gesunden Gerichte und fangt an, öfter mal selber zu kochen. In vielen Familien kommt das Kochen heutzutage zu kurz, dabei ist es ein sozial wichtiges Element, denn so kann ein gesundes Ernährungsverhalten ganz einfach an die eigenen Kinder weitergegeben werden.

Lebensmittelskandale verderben den Appetit

Gammelfleisch, BSE, Hormone im Fleisch, Pestizide in Obst und Gemüse und was es nicht schon alles gab. Auch diese Ereignisse haben einen Einfluss darauf was wir essen. Nun sollte man jedoch nicht bei jedem Skandal in panische Angst verfallen.

Wer seine Kaufentscheidung beim Einkaufen von Lebensmitteln nicht nur vom Preis abhängig macht, sondern auf hochwertige Lebensmittel achtet, der macht wenig falsch. Wir Verbraucher sind nicht ganz unschuldig an den Skandalen und können mit unserem Verhalten Einfluss darauf nehmen.

Denn wie soll ein gesundes, glückliches und hormonfreies Hühnchen aufgezogen werden, dass im Supermarkt 2,99 Euro kostet? Wer auf Lebensmittelskandale keine Lust hat, der kauft regional beim Metzger oder Bauern und investiert vor allem bei Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse in Bio-Ware.

Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die Wert auf gute Qualität beim Essen legen, insgesamt nicht unbedingt teurer leben, denn sie verzichten häufiger auf Fast Food und Süßigkeiten, die in der Summe auch nicht billig sind.