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Das Fitness Projekt von Alexandra Reinwarth

Alexandra Reinwarth ist Autorin und lebt in der Nähe von Barcelona. Sie hat bereits bekannte Bücher wie “Miss Sex”, “Das Glücksprojekt” und “Chick Code” geschrieben. Ihr neues Werk “Das Fitness Projekt – Wie ich (fast) jeden Scheiß ausprobierte, um in Form zu kommen” ist genau so spontan, ehrlich und witzig, wie wir die Autorin kennen.

Alexandra Reinwarth im Interview

abnehmen.net: “Hallo Alex, verrate unseren Usern bitte, worum es in Deinem neuen Buch geht.“
Alexandra: “Ich hatte den Eindruck, dass mein komplettes Umfeld eine magische Grenze überschritten hat, hinter der man automatisch anfängt etwas ‚für sich zu tun’. Nur ich bummelte immer noch VOR dieser Grenze herum. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Sportart gemacht, die etwas bringt und nicht ganz schlimm ist.”

abnehmen.net:
“Wie ist generell Dein Verhältnis zu Sport? Bist Du ein aktiver Mensch?“
Alexandra: “Ich kann Sport nicht ausstehen! Ich gehe höchstens gerne spazieren und das auch nur, wenn das Wetter schön ist.”

abnehmen.net: “Durch wie viele verschiedene Sportarten hast Du Dich gequält?“
Alexandra:” Insgesamt bin ich in 16 Disziplinen fast rundweg grandios gescheitert.”

abnehmen.net: “Welche Sportart war am schlimmsten für Dich und warum?“
Alexandra: “Unter anderem habe ich mich unter Reizstrom setzen lassen. Man bekommt eine Weste und ein paar Gurte mit Kabeln um, sieht aus wie ein Statist in einem Horrorfilm, und alle vier Sekunden fließt Reizstrom durch den Körper, das war höllisch. Am anstrengendsten war Spinning, wo man im geschlossenen Raum um sein Leben radelt.

Und Step! Kennt Ihr das? Wo man mit einem Pulk Frauen in einem Fitnessstudio immer auf so ein kleines Treppchen rauf und runter steigt?
Es ist ein wunderschöner Herbsttag, 25 Grad warm, durch die geschlossenen Fenster im Hintergrund kann ich die Bäume im Park sehen, die von der Oktobersonne angestrahlt werden – und wir hüpfen wie die Bekloppten in einem geschlossenen Glaskasten um ein Stück Plastik herum. Ich habe mir währenddessen überlegt: Wie würde ich diese Situation einem Außerirdischen erklären? Wenn der fragen würde: „Warum kommen die Menschen hier zusammen und steigen immer auf dieses Ding drauf?“ Was sagt man da? Besonders wenn es sich um die gleichen Leute handelt, die gerade eben den Aufzug zum Fitnessstudio genommen haben. Warum treffen die sich dann abends zum Treppensteigen?“

abnehmen.net: “War Dein Fitness-Projekt ein Erfolg für Dich? Hast Du einen Sport für Dich gefunden?“
Alexandra: “Habe ich. Den verrate ich aber nicht, sonst ist ja die ganze Spannung beim Teufel.”

abnehmen.net: “Verrate uns Deine Motivationstipps.“
Alexandra: “Viele setzen auf die Kasernen-Strategie: Friss die Hälfte, beweg dich, du Sau, also mit Disziplin und einem Eisernem Willen. Dann gibt es noch die Apokalpysen-Strategie: Wenn sie so weitermachen Herr Müller, bei ihren Cholesterinwerten und ihrem Lebensstil, dann ist die Wahrscheinlichkeiten einen Herzinfarkt zu bekommen so sicher wie der – äh, Tod. Das kann alles zu einer enormen Anfangsmotivation führen, aber meistens verfliegt die genauso schnell, wie sie gekommen ist.

Der einzige Grund, warum man eine Sportart durchhält, ist Spaß. Es hilft, auszuprobieren, was das für einen selbst bedeutet: Brauche ich den Wettkampf? Will ich in der Gruppe sporteln? Draußen oder drinnen? Meine Freundin Anne stellt sich immer gerne vor, sie wäre eine hippe Downtown Lady, die in ein Loft in Manhattan zu Pilates geht. Jemand anderes findet es toller, eigene Bestzeiten zu unterbieten. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte auch immer vorher schon wissen, was man morgen nach dem Training essen wird. Damit man dann nicht vor der Wahl steht (die fällt ja meistens auf Salamipizza oder Ähnliches).”

abnehmen.net: “Was ist Dein Fazit? Gibt es für jeden den richtigen Sport?“
Alexandra: “Gibt es, ganz sicher. Wenn auch anders, als man sich das vielleicht gedacht hat. Ich hatte mir vorgestellt, ich würde wie eine dieser  Yogurette-Frauen aus der Werbung fröhlich und knackig durch den Park rennen, musste aber einsehen, dasss ich keine solche Frau bin.”

abnehmen.net:
“Wer sollte Dein Buch unbedingt lesen?“
Alexandra: “Alle, die noch keine, oder bald eine glückliche Beziehung zum Sport haben, alle, die gerne ‘mehr Yogurette und weniger Snickers’ wären und alle, die Spaß daran haben, wie ich mich in Jogginghosen zum Affen mache.”

abnehmen.net: “Wie stehst Du zu Diäten? Ist das eventuell ein Thema für Dein neues Projekt?“
Alexandra:” Das Diätprojekt? Ich würd lieber ein Buch machen: ‘Wie ich die Luxushotels dieser Welt durchprobierte’ aber da ist der Verlag  unkooperativ.
Um abzunehmen setze ich eher auf kleine Veränderungen, die zwar nur langsam, dafür aber auch langfristig wirken. Frauen sind auch oft ‘diätgeschädigt’, wusste der Personal Trainer, den ich ausprobiert habe, das heißt, man muss den Stoffwechsel erst wieder aufbauen.”

abnehmen.net: “Vielen Dank für das interessante Interview.“
Alexandra: “Vielen Dank zurück und viel Spaß beim sporteln!”

Wer nun Lust auf “Das Fitness Projekt – Wie ich (fast) jeden Scheiß ausprobierte, um in Form zu kommen” bekommen hat, hier die Details: “Das Fitness Projekt” von Alexandra Reinwarth, erschienen im mvg Verlag, München 2012. ISBN: 978-3-86882-252-6, Preis: 14,99 Euro

abnehmen.net verlost außerdem drei Exemplare von “Das Fitness Projekt – Wie ich (fast) jeden Scheiß ausprobierte, um in Form zu kommen”. Mach jetzt mit! Einsendeschluss ist der 31.03.2012