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Das Gehirn austricksen

Man realisiert es nicht bewusst, aber scheinbar unwichtige Routinen wie zum Beispiel das abendliche Popcorn-Essen vorm Fernseher, lösen im Gehirn starke Assoziationen aus. Unser Gehirn liebt nun mal nichts mehr als Routinen und Gewohnheiten. Allein der Gedanke daran, kleine Gewohnheiten aufzugeben, löst Angstgefühle in einem Hirnbereich namens Amygdala (auch Mandelkern) aus. 

Kaum hat das Popcorn – um bei dem Beispiel zu bleiben – den Mund passiert, sind die Angstgefühle augenblicklich verschwunden. Dessen sollten wir uns bewusst sein, denn nur dann können schlechte oder falsche Essgewohnheiten auch erfolgreich abgestellt werden.

Strategien gegen „schlechte Angewohnheiten“

  • Weg mit den Reizen: Gerüche, Geräusche, Anblick – diese sensorischen Reize sollten eliminiert werden, denn sie sind machtvolle Auslöser. Das heißt für die Popcorn-TV-Angewohnheit: nicht in der Küche fernsehen, Fernseher weit weg von der Küche aufstellen, kein Popcorn im Haus haben oder gar nicht erst fernsehen.
  • „Stop-Technik benutzen: Jedes Mal, wenn eine Esslust verspürt wird – „STOP!“ – denken. Stattdessen ein gesundes Bild vor dem inneren Auge ausmalen: zum Beispiel sich selbst rank und schlank vorstellen. Nach einer Weile gibt das Gehirn auf: das Bild des „begehrten“ Lebensmittels (z.B. Popcorn) verschwindet und das Verlangen lässt nach.
  • Aufmerksamkeit umlenken: Australische Forscher entdeckten, dass man sein Gehirn prima ablenken kann. Bei dem Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln – wie Süßigkeiten – sollte man also seine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes lenken. Etwas, dass nichts mit Essen zu tun hat. Wie zum Beispiel das Denken an einen Telefonanruf, an das Schreiben einer E-Mail oder den nächsten Urlaub.