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Detox Diäten zum Entgiften?

Ungesundes essen, zu viel Alkohol und Kaffee: Da kommt bei dem einen oder andern das Bedürfnis nach einer Entgiftungskur auf. Doch benötigt unser Körper wirklich eine „Entgiftung“ oder auch „Entschlackung“? Und welche Detox Diäten gibt es eigentlich?
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Zumeist sind Detox-Diäten Fastenkuren. Ihre große Gemeinsamkeit: Man darf entweder gar nichts essen und nur trinken oder es ist nur eine sehr kleine Auswahl an Lebensmitteln erlaubt. Diese haben dann meist den Sinn, den Körper zu reinigen oder zu entsäuern und ihn so in ein leicht basisches Gleichgewicht zu bringen.

 

Reinigen: Von welchen Giftstoffe?

Entgiftet werden soll von Konservierungs- und Zusatzstoffen, Pestiziden, Düngerresten, Feinstaub, Abgasen sowie wie Alkohol, Nikotin oder auch Medikamenten, beispielsweise nach einer Antibiotika-Einnahme.

Braucht man Entgiftungs- oder Detox-Kuren?

Viele betrachten Detox eher als „geistigen Reinigungsprozess“, um Konsum, Völlerei und Genussmitteln für eine Weile zu entsagen. Wer aus der Kur einen positiven Impuls für eine Änderung von Lebensstil und Essgewohnheiten erhält; sehr schön, der soll es tun.

Medizinisch gesehen, da sind sich viele Experten (vor allem Schulmediziner) einig, gibt es keinen Grund, um zu entgiften. Organe wie Leber und Niere sind sehr gut selbst in der Lage, Giftstoffe abzubauen. Auch als Einstieg in eine Diät ist Fasten, oft verbunden mit einer Darmentleerung, nicht nötig. Es könne allenfalls, so Stoffwechselexperte Prof. Parhofer, einen gewissen positiven Anschub oder die Motivation zum Abnehmen darstellen.

Sehr umstritten sind sehr radikale Fasten- und Detox-Kuren, weil dem Körper hier essentielle Nährstoffe, in Form von Eiweißen, Fetten und Vitalstoffen untersagt werden. Durch die sehr geringe Kalorienzufuhr wird der Grundumsatz herabgesetzt, was dem gesunden Abnehmen nicht zuträglich ist.

Besser als für ein oder zwei Wochen zu entgiften ist es, langfristig einen gesunden Lebens- und Ernährungs-Stil beizubehalten. Das sorgt nicht nur für Vitalität, sondern auch für ein gesundes Gewicht.

Welche Detox Diäten gibt es?

  • Nullfasten oder Heilfasten: Es wird nichts gegessen, nur getrunken und zwar ungesüßter Tee, Gemüsebrühe und Wasser. Das ist für den Körper eine recht große Belastung und sollte darum nur unter medizinischer Aufsicht, beispielsweise in Fastenkliniken, durchgeführt werden. Darmentleerungen in Form von Einläufen sowie maximal 200 bis 300 Kalorien pro Tag (z.B. beim Fasten nach Buchinger) sind üblich.
  • Saftfasten und Eiweißfasten: Der Körper erhält zwar immer noch nicht viele Kalorien und Nährstoffe, aber zumindest ein gewisses Minimum. Pro Tag sind das, je nach Fastenart, zwischen 300 und 800 kcal.
  • Marthas Vineyard Holistic Detox Diät: 21 Tage dauert die Kur, die angeblich auch schon Angelina Jolie durchführte. Sie beginnt mit Darmentleerung und -reinigung. Danach gibt es alle zwei Stunden eine Obst- oder Gemüsedrink. Zudem sollen diverse Nahrungsergänzungsmittel und Behandlungen die Entgiftung unterstützen. Getrunken werde Kräutertees und Wasser, Alkohol und Kaffee sind tabu.
  • Dr. Joshi Holistic Detox Diät: Promis wie Gwyneth Paltrow schwören auf die 21-tägige Detox-Diät, die auf eine Mischung aus vegetarischer Ernährung und Ayurvedischer Medizin setzt. Neutrale und basische Lebensmittel dürfen gegessen werden wie Huhn, Fisch, Eier, Bananen, Brauner Reis oder Wildreis, Ziegenkäse, Ricotta und Hüttenkäse, Naturjoghurt, die meisten Gemüsesorten und Sojaprodukte. Kaffee, Alkohol und Fertiggerichte sind tabu. Die Dauer ist zwar recht lang, dafür ist Dr. Joshi’s Detox weit weniger radikal als andere Fastenprogramme.

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