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Diabetes: Auf Zucker verzichten?

Diabetes schleicht sich auf leisen Sohlen in unseren Körper. Ähnlich wie der Bluthochdruck dauert es oft Jahre bis sie sich bemerkbar macht – das allerdings dann recht lautstark. Es gibt zwei Formen von Diabetes, den sogenannten Typ 1 und den Typ 2.


Letztere Form entwickelt sich überwiegend im Alter. Im Laufe der Zeit reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf das Insulin. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert, um den Zucker im Blut zu Stärke abzubauen. Bei Typ 2 funktioniert der Mechanismus nicht mehr, obwohl die Bauchspeicheldrüse genügend Insulin herstellt.

Gummitiere-zucker-kalorien|abnehmen.net|www.abnehmen.netIn der Folge der Sensibilität reagiert diese mit einer erhöhten Ausschüttung von Insulin – ein Teufelskreislauf beginnt. Jahrzehnte lang war man der Meinung, dass Diabetes Typ 2 ausschließlich erblich bedingt ist. Heute weiß man, dass man durch Sport und gesunde Ernährung seinen Genen sozusagen eine lange Nase zeigen kann.

 

Mit Sport und gesunder Ernährung Diabetes mindern

Das erbliche Gewicht ist bei der Diabetes vom Typ 2 fast 100 Prozent. Denn hier produziert die Bauchspeicheldrüse schlicht und ergreifend zu wenig Insulin. Dem ist nur beizukommen, indem man dem Körper kontinuierlich Insulin von außen zuführt. Auch das Übergewicht spielt bei Diabetes eine entscheidende Rolle. Wer auf sein Gewicht achtet, kann das Risiko bedeutend senken, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken.

Eine bewusste Ernährung kann nicht nur eine Gewichtsreduzierung nach sich ziehen, sondern auch den Zucker im Blut stabilisieren. Und was viele nicht wissen, der Blutzuckerspiegel ist nicht nur von der bloßen Anwesenheit des Zuckers abhängig, sondern von Kohlenhydraten im Allgemeinen. Kohlenhydrate sind aber nicht gleich Kohlenhydrate.

Kohlenhydrate gibt es als Einfach-, Zweifach, und Mehrfachzucker. Besonders die erste Kategorie sollte von Diabetikern vermieden werden – denn die lassen den Zucker im Blut schnell und stark ansteigen. Die Bauchspeicheldrüse erbringt Höchstleistungen, in dem sie Unmengen von Insulin produziert. Und nicht nur bei Diabetes sind diese Nahrungsbestandteile im wahrsten Sinne des Wortes reine Energieverschwendung.

Denn nach ihrem Verzehr stellt sich ein Art Blutzuckerloch ein, was der Körper mit wütenden Heißhungerattacken versucht, wieder zu stopfen. Am besten sind Kohlenhydrate, die sehr ballaststoffreich sind. Zu nennen sind hier besonders Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder auch Kartoffeln. Bei diesen reagiert der Organismus nämlich mit einem deutlich moderateren Blutzuckeranstieg und schont so unsere Bauchspeicheldrüse.

Wenn die Ernährung grundlegend ausgewogen und vollwertig ist, kann sich auch ein Diabetiker hin und wieder mal eine kleine süße Nachlässigkeit in Form von reinem Zucker erlauben. Ganz auf Zucker zu verzichten, ist nicht so leicht – schließlich sind viele Süßigkeiten auch eine Art Balsam für die so oft geschundene Seele.