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Diät bei Gicht

Die Krankheit Gicht wird durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut ausgelöst. Die Ursache liegt in den meisten Fällen in einer Funktionsstörung der Niere. Entweder können nicht alle Purine angemessen von der Niere verarbeitet werden oder die Purine werden grundsätzlich fehlerhaft abgebaut.


In dessen Folge gelangt zu viel Harnsäure in den Blutkreislauf und verteilt sich im gesamten Körper. Ist der Harnsäurespiegel über einen längeren Zeitraum erhöht, setzen sich besonders in Gelenken und bestimmten Geweben Harnkristalle fest. Diese sind dann in der Lage, Gicht-Anfälle auszulösen. Durch eine entsprechende Diät können Gicht-Anfälle gemindert werden.

Obst-Gicht-Fruchtzucker|istockphoto.com/Elnur|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=3766873Bei Menschen mit leicht erhöhten Harnsäurewerten im Blut kann eine purinarme Diät dazu führen, dass die Gicht-Anfälle vollkommen verschwinden. Purine sind wichtige Bausteine der Nukleinsäuren. Purine sind nicht essentiell – daher ist der Körper nicht auf deren Zuführung über die Nahrung angewiesen. Besonders tierische Lebensmittel enthalten viele Purine.

 

Verzicht auf Fleisch: Diät hilft bei Gicht

Aber nicht nur der Verzicht auf Fleischwaren kann die Auswirkungen von Gicht eindämmen, auch der Alkohol spielt bei der Bildung von Harnsäure eine nicht unerhebliche Rolle. Konfrontiert mit dem Alkohol vernachlässigt die Niere den Abbau von Harnsäure. Neuerliche Studien weisen einen Zusammenhang zwischen Fructose und Gicht nach. Viele Nahrungsmittel sind mit Fruchtzucker versetzt, der Fructose enthält.

Fructose treibt den Energiestoffwechsel an – als Abfallprodukt bleibt Harnsäure übrig, die nicht vollständig abgebaut werden kann. Im Rahmen einer Diät lautet die wichtigste Maxime: Keine purinreiche Lebensmittel. Und das ist oft gar nicht so leicht durchführbar – denn selbst Hülsenfrüchte oder Fisch tragen diese Inhaltsstoffe in sich.

Viele Lebensmitteltabellen geben aber detailliert Auskunft und erleichtern die Orientierung. Eine Diät, die auf die Krankheit Gicht Rücksicht nimmt, kann durchaus auch schmackhaft sein. So können Milchprodukte zum Beispiel nach Lust und Laune konsumiert werden, denn sie sind vollkommen purinfrei.

Auch die meisten Sorten von Gemüse können ohne Sorge verzehrt werden. Bei Radieschen, Zucchini oder Gurken liegt der Puringehalt weit unter 50 Milligramm – und damit unter der bedenklichen Grenze. Und obwohl Obst Fructose enthält, kann es bedenkenlos in eine Gicht-Diät integriert werden, da die natürlichen Mengen nicht ausreichen, den Harnsäurespiegel aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Fazit: Mit einer purinarmen Diät und der entsprechenden Ernährung kann das Gicht-Risiko deutlich gesenkt werden.