Ernährungsberater bieten ihre Beratungsleistungen als
Einzelstunden oder auch als
Gruppensitzungen an. Im ersten Schritt analysieren sie das bisherige
Essverhalten und erstellen neue
Esspläne. Die berücksichtigen persönliche Umstände, wie Gesundheitszustand,
Stoffwechselrate, Nährstoffverwertung,
Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten, Essgewohnheiten sowie das familiäre Umfeld.
Oft sind
Ernährungsberater studierte Ernährungswissenschaftler, sogenannte Oecotrophologen, und haben eine Weiterbildung zum zertifizierten Ernährungsberater angeschlossen (z. B. das Zertifikat des Verbands der Oecotrophologen als „Ernährungsberater/in VDOE“ oder das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung „Ernährungsberater/in DGE“).
Dies ist ein gutes Qualitätsmerkmal, weil sich die Inhaber des Zertifikats ständig weiterbilden müssen und man so eine gewisse Sicherheit hat, dass der Ernährungsberater auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand ist. Aber auch viele Ärzte, besonders der inneren Medizin, bieten Ernährungsberatungen an.
Leider ist die Ausbildung zum Ernährungsberater bundesweit nicht einheitlich geregelt und es handelt sich nicht um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Eine Ausbildung zum Ernährungsberater kann auch an einer privaten Einrichtung oder im Fernstudium erfolgen.
Aber auch Krankenschwestern, Altenpfleger, Physiotherapeuten, Köche oder Diätassistenten können eine Umschulung oder Weiterbildung zur Ernährungsberatung absolvieren. Aufgrund dessen, sollte bei der Auswahl eines Ernährungsberaters auf die Ausbildung und Zertifizierung geschaut werden.
Mittlerweile bezeichnen sich Ernährungsberater auch oft als
Diät Coach, Food Coach oder Gesundheits-Coach. Einen seriösen Ernährungsberater erkennt man neben der Zertifikation auch daran, dass er nicht ausschließlich Diät- oder Vitaminprodukte vertreibt.
Die Kosten für eine Beratungsstunde beim Ernährungsberater liegen zwischen 40 und 50 Euro. Sie werden teilweise von den Krankenkassen erstattet. Hierzu sollte man sich vorab bei seiner Krankenkasse, auch in Abstimmung mit dem Ernährungsberater, informieren. Die Kassen können zudem auch einen qualifizierten Ernährungsberater in der Nähe empfehlen. Eine gute erste Anlaufstelle sind oft auch die Verbraucherzentralen.