Die Ursache einiger Erkrankungen soll laut ImuPro auf chronische Entzündungsprozesse zurückzuführen sein. Mitunter werden diese auch durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst. Die Entzündungen entstehen angeblich, weil im Körper Antikörper gegen ein bestimmtes Lebensmittel vorhanden sind.
Anzeichen für Nahrungsmittelunverträglichkeiten können unter anderem sein: Müdigkeit nach dem Essen, Blähungen, Verstopfungen oder auch Durchfälle, starke tägliche Gewichtsschwankungen oder Juckreiz auf der Haut und entzündliche Hauterkrankungen.
Der ImuPro 300 Test dient dazu, eine verzögerte Nahrungsmittel-Allergie vom Typ III nachzuweisen. Er ist nicht zum Nachweis klassischer Nahrungsmittelallergien (Allergie vom Typ I wie Laktoseintoleranz, Fructose- und Histamin-Intoleranz) geeignet.
Allergien vom Typ III sind beispielsweise Unverträglichkeiten auf Salat, Tomaten, Kartoffeln, Joghurt, Milch usw. Auf diese Lebensmittel soll der Körper mit der Bildung von Antikörpern, sogenannte IgG (Immunglobuline) Antikörper, reagieren und damit gesundheitliche Probleme auslösen. Der ImuPro 300 Test prüft circa 300 verschiedene Nahrungsmittel.
Entsprechend des Bluttestergebnisses wird ein individueller Ernährungsplan erstellt, bei dem die unverträglichen Nahrungsmittel für eine Meidungsphase weglassen werden. So soll erreicht werden, dass IgG-Antikörper auf diese Lebensmittel stark abgebaut bzw. vollständig beseitigt werden.
Im Anschluss daran werden Lebensmittel schrittweise wieder eingeführt. Lebensmittel der Stufe 1 oder 2, die nur eine schwache Reaktion auslösen, sollen für etwa 2 Monate gemieden werden. Lebensmittel mit Reaktionsstufe 3 sollen für etwa 6 Monate, und Lebensmittel mit Stufe 4 für ein ganzes Jahr gemieden werden.
Die individuelle Ernährung auf Basis des ImuPro 300 Test soll Beschwerden wie Neurodermitis, Migräne, Darmerkrankungen oder Verdauungsprobleme lindern oder beseitigen. Zwar steht das Abnehmen nicht im Fokus, wird aber häufig als positive Begleiterscheinung erwähnt.
Letzteres hat weniger mit dem speziellen Ernährungsplan als vielmehr mit dem bewussten Essen gesunder Lebensmittel, sowie einer reduzierten Lebensmittelauswahl und damit einer reduzierten Kalorienzufuhr, zu tun. Obst und Gemüse stehen häufiger auf dem Ernährungsplan. Dicke machende Süßspeisen und Weißmehlprodukte seltener bis garnicht.
Der ImuPro300 Test kostet zwischen 450 und 500 Euro. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten nicht. Bei Privatkassen kann, auf Anfrage, eine Übernahme der Kosten ganz oder zum Teil möglich sein. Es gibt auch preiswertere Tests, dann mit weniger getesteten Lebensmitteln wie ImuPro200 (180 Nahrungsmittel, für etwa 350 Euro) und ImuPro100 (90 Nahrungsmittel, für etwa 180 Euro).