Seit Über 25 Jahren, so der Anbieter, ist das Programm von Dr. Cohen in verschiedenen Ländern wie den U.S.A., Australien und Europa erfolgreich. Ähnlich wie die
Blutgruppen-Diät oder die
Metabolic Balance Diät, wird auch
Dr. Cohans Diät individuell an einen
Bluttest gekoppelt.
Dann entscheidet sich, welche Lebensmittel gegessen werden sollten und welche man besser weglassen sollte. Die Bluttests werden nach 4, 12, 16 und 20 Wochen wiederholt, je nachdem welches
Diätziel man hat. Der
Ernährungsplan wird regelmäßig an den
HGH Hormon-Spiegel angepasst. HGH ("Human Growth Hormon" oder Somatotropin) ist ein Wachstumshormon im Körper, dass muskelaufbauend (anabol) und fettverbrennend wirkt.
Ein
Gewichtsverlust von durchschnittlich 7 und 15 Kilogramm innerhalb eines Monats werden als Ergebnis der individuellen
Ernährung nach dem Bluttest angegeben. Außerdem verspricht das Programm: Keinen Muskelverlust, Minderung von Cellulite, kein Hunger oder
Heißhunger, kein Leistungsabfall und kein Verlust an Vitalität. Vermutlich wird zu diesem Zwecke mit einer Hormonbehandlung (HCG- Wachstumshormone) gearbeitet, ähnlich wie bei der
Coteeo BodyShape Diät. Genannt wird jedoch nur der Einsatz von Vitaminpräparaten.
Es gibt internationale Kliniken, die das Dr. Cohan Diätprogramm anbieten, zum Beispiel in den Niederlanden. In Deutschland gibt es keine Klinik die nach dem Dr. Cohen
Diätprinzip arbeitet.
Man sollte bei Versprechen wie „7 bis 15 Kilo Gewichtsverlust pro Monat“ und Ähnlichem immer vorsichtig sein. Ein solch hoher Gewichtsverlust kann bei Übergewichtigen zu Beginn einer Diät durchaus möglich sein, denn auch der Wasserverlust ist in dieser Periode recht hoch. Doch bei einem nur leicht Übergewichtigen ist eine so hohe Gewichtsreduktion in so kurzer Zeit ungesund und belastet den Körper sowie den Stoffwechsel stark.
Die Frage, die man sich skeptisch stellen sollte ist: Wie kommt man nur durch eine, wie der Anbieter sagt, ausgewogene Ernährung und ohne Sport zu einem solchen, immensen Gewichtsverlust? Die Versprechungen „Ohne Hunger oder Muskelverlust“ sollten kritisch stimmen.
Leider erfährt man in Deutschland recht wenig zur genauen Vorgehensweise, den Diätplänen und sonstigen Hilfsmitteln, die zur Behandlung eingesetzt werden könnten (Hormonpräparate sind denkbar). Man sollte sich, wenn man überlegt eine solche Klinik zu besuchen, vorher stets die Meinung eines vertrauenswürdigen Arztes einholen und gründlich recherchieren.
Sonst ist man im Nachhinein vielleicht viel Geld los. Und der
Jojo-Effekt bleibt auch durch einen vermeintlich „wirkungsvollen“ Klinikaufenthalt nicht automatisch aus.