Gefastet wird schon seit tausenden Jahren. Bereits im alten Ägypten war das
Fasten ekannt. In fast allen Religionen gibt es Fastenzeiten: 40-tägige Fastenzeit der Christen vor Ostern, Fastentage wie Jom Kippur im Judentum oder der Monat Ramadan im Islam.

Diente das religiöse
Fasten vor allem der Reinigung der Seele, der Buße, der Abwehr des Bösen sowie Erleuchtung und Erlösung, so wird das
therapeutische Fasten vor allem aus gesundheitlichen Gründen durchgeführt.
Es soll den Körper von
Giftstoffen (Detox) und von Schlacken befreien, überflüssiges Fett schmelzen lassen sowie den Körper, vor allen den Darm, reinigen. Beim
Fasten gibt es nichts zu essen, es werden nur Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee getrunken.
Der Körper passt sich diesem Nahrungsentzug an, indem er auf
Hungerstoffwechsel (Hungeradaptation) umschaltet. Kurz: Der
Stoffwechsel wird langsamer, der Körper läuft auf Sparflamme. Er weiß ja nicht wie lang er noch ohne Essen auskommen muss. Er greift seine Reserven an, leider nicht vornehmlich das Körperfett, sondern die körpereigenen Eiweiß- und Kohlenhydrat-Reserven in Leber und Muskeln. Erst wenn diese erschöpft sind, wird mehr Fett verbrannt.
Ablauf einer Fastenwoche:
- Entlastungstag: Meist mit Obst und Gemüse.
- Darmentleerung: Mit sanften Mitteln wie Zitronensaft, Sauerkrautsaft, Apfelessig, Brottrunk, Pflaumensaft oder harten Mitteln wie Rizinusöl, F. X. Passage SL Pulver, Glaubersalz oder Bittersalz. Die Darmentleerung wird oft mit Einläufen kombiniert.
- Fasten: Nur Wasser und Tee trinken, viele Ruhe und Entspannung sowie leichte Bewegung.
- Fastenbrechen: Wiedereinstieg ins Essen und langsamer Ernährungsaufbau mit mindestens zwei bis drei Aufbautagen. Zum Fastenbrechen, also die erste Nahrung nach der Fastenzeit, wird traditionell ein Apfel gegessen.
Heutzutage werden Fastenkuren gern in Verbindung mit sogenannten Fasten-Wanderungen in einer Vielzahl von Wellness Hotels angeboten. Besonders im Januar, nach der genussmittelreichen
Weihnachtszeit, meinen Viele, Fasten zu müssen.
Fastenkuren in
Wellness-Hotels oder Kurkliniken gibt es für jeden Geldbeutel. Meist sind diese Fastenangebote als Gesamtpaket geschnürt: Fasten, inklusive medizinischer Check-Up sowie diverse Massage- und Wohlfühlbehandlungen. Von 300 - 500 Euro pro Woche bis 1.000 - 3.000 Euro pro Woche ist alles möglich.
Meist dauern die Fastenkuren eine Woche. Es gibt aber auch Kuren die zwei bis drei Wochen dauern. Fasten sollten nur sehr gesunde Menschen und auch nur unter ärztlicher Anleitung, beispielsweise in einer guten Fastenklinik.
Fasten geht, aufgrund des kompletten Verzichtes auf jegliches Essen, meist mit einem raschen und recht hohen Gewichtsverlust einher. Fünf bis zehn Kilo in einer Woche sind keine Seltenheit beim Fasten.
Dies ist aber leider vor allem Wasser, was der Körper abbaut sowie wertvolle Muskulatur. Letztere, weil dem Körper kein
muskelerhaltendes Eiweiß zugeführt wird. Der Gewichtsverlust durch das Fasten ist meist nicht von Dauer, häufig schlägt danach sogar der gefürchtete Jojo Effekt zu und man ist danach schwerer als zuvor.
Kalorien
Kalorienist die Bezeichnung für eine Energieeinheit. Im Zusammenhang mit Lebensmitteln beschreibt sie, wie viel Energie ein Lebensmittel dem Körper bereitstellt. Die Kalorienmenge wird in kcal (Kilokalorien) beziehungsweise kJ (KiloJoule) angegeben. Ein erwachsener Mensch hat, je nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Aktivitätsgrad, einen durchschnittlichen täglichen Kalorienbedarf von 2.000 bis 2.500 kcal."> und Portionsgrößen spielen keine Rolle. Das Fasten geht ganz einfach, indem man rein gar nichts isst. Nur ausreichend Getränke, in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee, müssen dem Körper zugeführt werden.
Große sportliche Meisterleistungen sind nicht drin. Die wären auch aufgrund des Nahungsverzichts für den Kreislauf eine zu hohe Belastung. Während der Fastenkuren werden deshalb eher moderate Bewegungen gewählt, wie beispielsweise
Wanderungen oder leichtes
Nordic Walken.
Während einer Fastenkur erhält der Körper keine Nährstoffe, sondern er zehrt von seiner Substanz. Das ist natürlich nicht gesund, besonders da einige Nährstoffe (wie Eiweiß) und viele Mikronährstoffe (Mineralstoffe, Vitamine
Vitamine sind Mikronährstoffe. Sie liefern also keine Energie, sind für den Körper und dessen Stoffwechselprozesse trotzdem unerlässlich. Vitamine sind Stoffe, die für den Körper essentiell sind, die der Körper also nicht selbst herstellen kann. Vitamin D ist deswegen kein Vitamin, denn der Körper kann es selbst produzieren. Man unterscheidet zwei Vitamin-Arten. Wasserlösliche Vitamine (Vitamin C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12) und fettlösliche Vitamine (Vitamin A, D, E und K). Wasserlösliche Vitamine können nicht im Körper gespeichert werden, fettlösliche können im Körper gespeichert werden. Als Provitamine werden Vitaminvorstufen bezeichnet, die der Körper in Vitamine umwandeln kann. Dazu gehört zum Beipsiel das Beta-Carotin, dass der Körper zu Vitamin A weiterentwickeln kann.">) nicht gespeichert werden können. Fastenkuren sollten darum, wenn überhaupt, nur von gesunden Menschen und auch dann am Besten unter fachkundiger Anleitung und nur für kurze Zeit durchgeführt werden.

Fasten, da sind sich alle Experten einig, eignet sich nicht um
gesund abzunehmen. Wer wirklich sein Übergewicht reduzieren möchte, der muss auf Dauer eine Änderung seiner Essgewohnheiten vornehmen.
Und die findet beim Fasten nicht statt. Die mühsam verlorenen Kilos sind nach Ende der Fastenzeit meist schnell wieder drauf. Fasten kann zudem den Körper stark schwächen, weil wichtige Nährstoffe wie Eiweiß und Vitamine
Vitamine sind Mikronährstoffe. Sie liefern also keine Energie, sind für den Körper und dessen Stoffwechselprozesse trotzdem unerlässlich. Vitamine sind Stoffe, die für den Körper essentiell sind, die der Körper also nicht selbst herstellen kann. Vitamin D ist deswegen kein Vitamin, denn der Körper kann es selbst produzieren. Man unterscheidet zwei Vitamin-Arten. Wasserlösliche Vitamine (Vitamin C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12) und fettlösliche Vitamine (Vitamin A, D, E und K). Wasserlösliche Vitamine können nicht im Körper gespeichert werden, fettlösliche können im Körper gespeichert werden. Als Provitamine werden Vitaminvorstufen bezeichnet, die der Körper in Vitamine umwandeln kann. Dazu gehört zum Beipsiel das Beta-Carotin, dass der Körper zu Vitamin A weiterentwickeln kann."> fehlen.
Auch der häufig angeführte Grund des Entgiftens und Entschlackens ist medizinisch nicht belegt. Unser Körper scheidet die Endprodukte des Stoffwechsels über Niere, Darm oder über die Haut aus. Damit das gut funktioniert, muss ausreichend getrunken werden. Eine spezielle Entschlackungskur braucht es dazu aber nicht.
Fasten geht häufig mit Begleiterscheinungen wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindelgefühl, Schweißausbrüchen oder auch Blutdruckabfall einher.
Fasten oder auch
Heilfasten kann, Erfahrungsberichten zufolge, einigen Menschen beim Start einer gesundheitsbewussteren Lebensführung helfen und sie motivieren, ihr Ess- und Bewegungsverhalten nachhaltig zu ändern.
Zum
gesunden Abnehmen sollte lieber eine ausgewogene Diät gewählt werden, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, die eine
Ernährungsumstellung fokussiert, die Bewegung und
Sport als essentiellen Bestandteil hat und die sich auch über längere Zeit ohne große Entbehrungen durchhalten lässt.
Beim Finden der richtigen Diät hilft der kostenlose
abnehmen.net Diätfinder.