Bei den ersten
Fettabsaugungen wurde das
Fettgewebe unter der Haut noch auf ziemlich brutale Art und Weise entfernt: Es nannte sich nicht umsonst "Lipexhairese", das Herausreißen von Fettgewebe. Schmerzhafte Risiken traten auf, wie zum Beispiel die Bildung von Wundflüssigkeit unter der Haut, Serome genannt.
Heute ist die
plastische Chirurgie weitaus risikoärmer. Jedoch sind Schönheits-OP’s immer noch mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Wie bei jeder Operation kann es zu Narkose-Komplikationen, Schmerzen, Blutungen und Infektionen kommen. In Deutschland „kalkuliert“ man bei
Fettabsaugungen durchschnittlich 5 Tote im Jahr ein.
Fettabsaugungen dienen
nicht der Gewichtsreduktion. Während einer Operation kann nur eine begrenzte Fettmenge abgesaugt werden. Oft wird eine
Fettabsaugung bei Menschen durchgeführt, die durch Sport und gesunde Ernährung bereits abgenommen haben und / oder hartnäckige Problemzonen
Problemzonen werden Körperstellen oder -regionen bezeichnet, die trotz einer Diät oder Sport nicht im gewünschten Maße an Umfang verlieren. Bauch, Beine, Po, Hüften aber auch Arme und Doppelkinn können eine Problemzone sein. Auch Normalgewichtige können Problemzonen haben, die eine erhöhte Fetteinlagerung haben. Gegen Problemzonen kann man nur begrenz etwas unternehmen. Falsch ist der Irrglauben, man müsste die Muskeln an der entsprechenden Problemzone trainieren, damit diese Körperregion schlanker wird. Besser funktionieren Ausdauersportarten und eine kalorienarme Ernährung gegen Problemzonen."> (z. B. Reiterhosen) entfernen lassen möchten. Es steht die lokale Formoptimierung des Körpers, nicht die Reduktion von Körpergewicht, im Vordergrund.
Das
Fettabsaugen kann fast am ganzen Körper durchgeführt werden. Am häufigsten werden Fettabsaugung a
n Bauch, Taille, Rücken, Gesäß, Oberschenkel, Knie, Waden, Fesseln und im Halsbereich (Doppelkinn) vorgenommen.
Die gebräuchlichste Technik zur Fettabsaugung ist die
Tumeszenzanästhesie. Hierbei wird zunächst ein betäubendes Flüssigkeitsgemisch unter die Haut gespritzt. Die Fettzellen nehmen diese Flüssigkeit auf und lassen sich damit später besser vom Bindegewebe trennen. Es bildet sich eine Art Fettzellen-Tumeszenzlösung die mit Hilfe einer Kanüle und einem Saugschlauch entfernt wird. Es entstehen trotzdem Einschnitte / Wunden, weshalb nach der Operation für 4 bis 6 Wochen ein Kompressionsmieder getragen werden muss.
Die Ultraschall-Technik, genannt
Ultraschall-asisstierte Liposuction, nutzt den Ultraschall als mechanische Welle, erzeugt durch hochfrequente Schwingungen. Dabei wird, ähnlich der Tumesenzanästhesie, eine Wasser-Salz-Lösung unter die Haut der zu behandelnden Körperregion gespritzt. Die Lösung weicht Fettzellen auf, indem diese sich mit der Flüssigkeit füllen. Durch einen Schnitt wird eine Ultraschallsonde eingeführt. Der ausgestrahlte Ultraschall bringt die Fettzellen zum implodieren. Sie werden also durch den Ultraschall zerstört und können anschließend abgesaugt werden. Der Ultraschall greift dabei auch gesundes Bindegewebe unter der Fettschicht an. Es kann zu Verbrennungen kommen.
Das Fettabsaugen mit Laser, genannt
Laser-Lipolyse, wird bei Patienten mit Lipomen (Verdickungen) im Fettgewebe angewendet. Zur Entfernung der Lipome werden hochfrequente Laserstrahlen genutzt. Die Laser-Technik ist ebenfalls
nicht schonend für das bestehende, gesunde Bindegewebe.
Fettabsaugungen können die Bildung von Viszeralfett (nicht sichtbaren Fetteinlagerungen in der Bauchhöhle) zur Folge haben, wenn Fett an unbedenklichen Stellen (z. Bsp. an Reiterhosen) entfernt wird. Außerdem kann sich die Bildung von Fettdepots auf andere Körperregionen verlagern.
Wird die Ernährung nach der Fettabsaugung nicht umgestellt und nicht darauf geachtet das Gewicht zu halten, bilden sich erneut Fettzellen an den vorher abgesaugten Stellen des Körpers.