Beim
Magen Bypass wird ein kleiner Magenteil mit einer Dünndarmschlinge abgebunden und so vom restlichen
Magen getrennt. Die aufgenommene Nahrung gelangt über den Vormagen direkt in den
Dünndarm, womit Teile des
Verdauungstraktes umgangen und Nahrungsaufnahme und Fettverdauung eingeschränkt werden. Je kürzer der verbleibende Dünndarm, desto schneller der
Gewichtsverlust. Desto höher sind aber auch die Nebenwirkungen.
Der
Magen-Bypass zwingt zu einem veränderten
Essverhalten, da zu rasche und zu mengenreiche
Nahrungsaufnahme zu Erbrechen und Übelkeit führt. Das Essen von vielen Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken kann zum so genannten "
Dumping-Syndrom" führen.
Das "Dumping-Syndrom" wird durch Nahrungsaufnahme ausgelöst und kann z. B. nach einer teilweisen Magenentfernung auftreten. Symptome sind Völlegefühl, Erbrechen, Durchfall, Herzrasen oder Schweißausbrüche kurz nach der Nahrungszufuhr, gefolgt von Unterzuckerung (Schwindel, Schwächegefühl) einige Zeit nach dem Essen.
Alle chirurgischen Eingriffe sollten nur bei besonders schwerwiegenden Fällen von
Adipositas (Fettsucht bei BMI > 40) zum Einsatz kommen. Bei einem Eingriff sollte das Krankheitsrisiko, verursacht durch das Übergewicht, stets höher sein als das Operationsrisiko.
Chirurgische Maßnahmen sollten nur der allerletzte Ausweg fürs Abnehmen
Abnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> sein. Ärzte und auch Krankenkassen lassen vor einem Eingriff nichts unversucht um diesen zu umgehen. Das ist auch gut so, denn mit den meisten Operationen sind große Risiken verbunden. Nicht nur die Narkose ist gefährlich. Auch die langfristige Veränderung der natürlichen Verdauung, bspw. durch einen Bypass, ist nicht ohne erhebliche Nebenwirkungen. In Deutschland ist ein Eingriff deshalb nie ohne langfristige Betreuung durch Psychologen, Ernährungsberatern und Fachärzten möglich.
Viele dieser Operationen sind sehr teuer und werden nicht in jedem Falle von einer Krankenkasse getragen. Ein BMI unter 30 (30 Kilogramm pro Quadratmeter) rechtfertigt für die meisten Krankenkassen keinen operativen Eingriff.