Der
Magenballon ist ein spezieller aus Kunststoff und Silikon bestehender Ballon. Er wird bei einer
Magenspiegelung (Gastroskopie) durch die Speiseröhre in den Magen eingeführt und anschließend mit Luft oder Kochsalzlösung (200-700 ml) gefüllt.
Der Eingriff kann ohne Narkose, ambulant durchgeführt werden. Der
Magenballon schwimmt danach frei im Magen, kann jedoch aufgrund seiner Größe nicht in den Darm oder in die Speiseröhre gelangen.
Die Wirkung ist einfach: Der Magen dehnt sich bei der Nahrungsaufnahme schneller aus, da er ja schon mit dem Ballon gefüllt ist. Es stellt sich schneller ein Sättigungsgefühl ein, sodass die Nahrungsaufnahme verringert wird. Der
Magenballon bleibt 4 bis 6 Monate im Magen und wird dann, ebenfalls durch eine Magenspiegelung, geleert und entfernt.
Wird gleichzeitig
kalorienreduziert gegessen, kann das
Gewicht in einem halben Jahr um
ca. 5-20 Kilo reduziert werden. Mögliche Nebenwirkungen sind: Völlegefühl, Druckgefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Alle
chirurgischen Eingriffe sollten nur bei besonders schwerwiegenden Fällen von Adipositas (Fettsucht mit BMI > 40) zum Einsatz kommen. Bei einem Eingriff sollte das Krankheitsrisiko, verursacht durch das
Übergewicht, stets höher sein als das Operationsrisiko.
Chirurgische Maßnahmen sollten wirklich die allerletzte Option zum Abnehmen
Abnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> sein. Ärzte und auch Krankenkassen lassen vor einem Eingriff nichts unversucht um diesen zu umgehen. Das ist auch gut so, denn mit den meisten Operationen sind große Risiken verbunden.
Nicht nur die Narkose ist gefährlich, auch die langfristige Veränderung der natürlichen Verdauung ist nicht ohne erhebliche Nebenwirkungen. In Deutschland ist ein Eingriff deshalb nie ohne langfristige Betreuung durch Psychologen, Ernährungsberater und Fachärzte möglich.
Viele dieser Operationen sind sehr teuer und werden nicht in jedem Falle von einer Krankenkasse getragen. Ein BMI unter 30 (30 Kilogramm pro Quadratmeter) rechtfertigt für die meisten Krankenkassen keinen operativen Eingriff.