Der
Magenschrittmacher wird unter dem linken Rippenbogen in eine Hauttasche eingenäht. Er besteht aus einem
Implantat (Gastrostimulator), das über Leitungen mit einem, für den Arzt zugänglichem, Programmiergerät verbunden ist. Im Magen sitzen Elektroden - positioniert am
Mageneingang und auf dem Magenboden.
Wenn die Elektroden am Magenboden eine bestimmte Menge an Nahrung registriert haben, geben sie ein Signal an die Elektroden am Mageneingang. Diese Signale (kleine elektrische Impulse) lösen dann ein
Sättigungsgefühl aus. In Folge tritt eine
schnellere Sättigung bei weniger Nahrung auf, was die
Gewichtsreduzierung unterstützen soll.
Alle chirurgischen Eingriffe sollten nur bei besonders schwerwiegenden Fällen von Adipositas (Fettsucht bei BMI > 40) zum Einsatz kommen. Bei einem Eingriff sollte das Krankheitsrisiko, verursacht durch das Übergewicht, stets höher sein als das Operationsrisiko.
Chirurgische Maßnahmen sollten wirklich die letzte Option für eine Gewichtsreduktion sein. Ärzte und auch Krankenkassen lassen vor einem Eingriff nichts unversucht um diesen zu umgehen. Das ist auch gut so denn mit den meisten Operationen sind große Risiken verbunden. Nicht nur die Narkose ist gefährlich, auch die langfristige Veränderung der natürlichen Verdauung, bspw. durch einen Bypass, ist nicht ohne erhebliche Nebenwirkungen. In Deutschland ist ein Eingriff deshalb nie ohne langfristige Betreuung durch Psychologen, Ernährungsberater und Fachärzte möglich.
Viele dieser Operationen sind sehr teuer und werden nicht in jedem Falle von einer Krankenkasse getragen. Ein BMI unter 30 (30 Kilogramm pro Quadratmeter) rechtfertigt für die meisten Krankenkassen keinen operativen Eingriff.