Das Ursprungskonzept der Atkins-Diät aus den 70er Jahren war einfach: Alles war erlaubt außer Kohlenhydrate. Um den Erfolg zu garantieren, sollten die Diätteilnehmer täglich auf ein Teststäbchen urinieren, das Ketonkörper anzeigt. Per Farbänderung konnte man so kontrollieren, dass der Körper auf Hungerstoffwechsel lief und Fett verbrannt wurde. Die radikale ursprüngliche Atkins-Diät wurde inzwischen überarbeitet.
Die Atkins-Diät streicht alle zucker- und die meisten kohlenhydrathaltigen Produkte rigoros vom Speiseplan. Stattdessen gibt es tierische Eiweiße und Fette satt. Auf den Punkt gebracht heißt das: "tschüß" zu Butterbrot und Spaghetti Bolognese aber "hallo" zu Rührei mit Speck und Bratwurst mit Mayonnaise. Die Umstellung auf die kohlenhydratarme Atkins-Ernährung bringt laut Dr. Atkins bei Übergewichtigen den Stoffwechsel in Schwung, verbraucht mehr Energie und baut so überflüssige Fettpolster ab.
Die Neuauflage des Atkins-Konzepts enthält einen Vier-Stufen-Plan, in dem die Kohlenhydratmenge langsam erhöht wird. Grundsätzlich bilden tierische Fette (Fleisch, Fisch, Wurstwaren), pflanzliche Fette (Nüsse, Pflanzenöle) und Eiweiß (Eiern, Käse) die Basis der Ernährung nach Atkins. Stark eingeschränkt ist in allen Phasen der Genuss von Brot, Pasta, Reis, Obst, Gemüse, Fruchtsäften und Süßigkeiten.
Phase 1
ist die „Einleitungsdiät.“ Zwei Wochen lang isst man maximal 20 Gramm Kohlenhydrate am Tag, dazu alles andere so viel man will. Wie viel 20 Gramm Kohlenhydrate sind, muss mittels Kohlenhydrattabellen, Taschenrechner und Waage ausgerechnet werden. Für 20 Gramm Kohlenhydrate können bspw. 100 Gramm Eisbergsalat, 70 Gramm Salat und eine Tasse kohlenhydratarmes Gemüse gegessen werden - pro Tag, versteht sich.
Phase 2
ist die „grundlegende Reduktionsdiät.“ Sie dauert so lange, bis man sich an zwei bis fünf Kilogramm des Wunschgewichts angenähert hat. Jede Woche wird die erlaubte Kohlenhydratmenge um 5 Gramm erhöht.
Jetzt sind Käse und Beeren erlaubt. Die Kohlenhydratmenge wird so lange gesteigert, bis das Gewicht stagniert. Wenn das eintritt, muss die Kohlenhydratzufuhr wieder reduziert werden: Mit fünf Gramm Kohlenhydraten weniger soll weiter abgenommen werden.
Phase 3
ist die „Vor-Erhaltungsdiät”. Jetzt dürfen zehn Gramm Kohlenhydrate mehr gegessen werden. Zweimal die Woche sind 30 Gramm eines kohlenhydratreichen Lebensmittels erlaubt, entspricht etwa einer halben Kartoffel. Aber das ist nur dann erlaubt, wenn weiter abgenommen wird. Reduziert sich das Gewicht nicht weiter, muss die Kohlenhydratzufuhr wieder reduziert werden, also zurück zu Phase 2.
Phase 4
ist erreicht, wenn der Zeiger der Waage auf dem Zielgewicht ruht. Essen, was man mag ist immer noch verboten und bleibt es für den Rest des Lebens, denn Phase 4 ist als lebenslange Ernährungsform gedacht. Die Kohlenhydrataufnahme darf so weit gesteigert werden, dass weder abgenommen noch zugenommen wird. Die Menge an Kohlenhydraten, die gegessen werden kann, ohne dass sich das Gewicht verändert, ist das persönliche ACE, das Atkins Carbohydrate Equilibrium.