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KurzbeschreibungFettig essen und dabei abnehmen? Entsprechend der Theorie der Atkins-Diät ist für das Abnehmen nicht die Reduktion der Kalorienmenge entscheidend, sondern die richtige Wahl der Nährstoffe. Laut Dr. Atkins macht nicht das Fett dick, sondern die in Brot, Nudeln, Obst & Gemüse und Süßigkeiten enthaltenen Kohlenhydrate. Die Atkins-Diät ist eine Low-Carb Diät – eine Diät mit wenigen Kohlenhydraten. Zu den Details... |
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Das Ursprungskonzept der Atkins-Diät aus den 70er Jahren war einfach: Alles war erlaubt außer Kohlenhydrate. Um den Erfolg zu garantieren, sollten die Diätteilnehmer täglich auf ein Teststäbchen urinieren, das Ketonkörper anzeigt. Per Farbänderung konnte man so kontrollieren, dass der Körper auf Hungerstoffwechsel lief und Fett verbrannt wurde. Die radikale ursprüngliche Atkins-Diät wurde inzwischen überarbeitet.Nach Dr. Atkins ist die Phase 4 als lebenslange Ernährung geplant, wovon aus gesundheitlicher Sicht aufgrund des hohen Anteils tierischer Fette und des geringen Anteils an Obst & Gemüse abzuraten ist. Vor allem Nierenkranke und Herzrisiko-Patienten sollten die Atkins-Diät auf keinen Fall durchführen.
Laut Dr. Atkins kann man in den ersten 14 Tagen der Atkins Diät 2-7 Kilo abnehmen. Durchschnittlich wird von einem Gewichtsverlust von jeweils wöchentlich 1,3 Kilo während Phase 1, einem Kilo in Phase 2 und weniger als 0,5 Kilo in Phase 3 ausgegangen. In Phase 4 soll das erreichte Gewicht nur noch gehalten werden.
Während der Atkinsdät müssen keine KalorienKalorienist die Bezeichnung für eine Energieeinheit. Im Zusammenhang mit Lebensmitteln beschreibt sie, wie viel Energie ein Lebensmittel dem Körper bereitstellt. Die Kalorienmenge wird in kcal (Kilokalorien) beziehungsweise kJ (KiloJoule) angegeben. Ein erwachsener Mensch hat, je nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Aktivitätsgrad, einen durchschnittlichen täglichen Kalorienbedarf von 2.000 bis 2.500 kcal."> gezählt werden, dafür aber die Menge der Kohlenhydrate. Die Beschränkung der erlaubten Lebensmittel führt zu einem automatischen „weniger essen“, weil besonders auf deutschen Tellern oft gesehene Sattmacher wie Brot, Nudeln und Kartoffeln nicht erlaubt sind.
Zur Unterstützung beim AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> empfiehlt die Atkins Diät zwei- bis dreimal Ausdauertraining pro Woche (wie Radfahren, Schwimmen, Joggen) und zwei- bis dreimal Krafttraining pro Woche.
Während der Ernährung nach den Prinzipien der Atkins Diät kann ein möglicher Nährstoffmangel an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Kohlenhydraten auftreten. Durch den hohen Eiweißgehalt der Diät sollte Atkins nicht bei Nierenproblemen oder Gicht durchgeführt werden.
Beispieltag für Phase 1
| Frühstück: | Rührei mit Speck und Tomaten |
| Snack: | Käse, Oliven |
| Mittag: | Heringssalat |
| Snack: | Käse, Oliven |
| Abend: Gebackenes Hühnchen mit grünem Salat und Zucchini |
Es ist fast unmöglich guten Gewissens eine Diät zu empfehlen, die Obst, Gemüse und Ballaststoffe verbannt und stattdessen fettige Würstchen und Schinken empfiehlt.
Es gibt außerdem keine Studien, die eine langfristige Gewichtsreduktion mit extrem kohlenhydratarmen Diäten befürworten. Auch wenn der Gewichtsverlust bei der Atkins-Diät, primär aufgrund der eingeschränkten Lebensmittel die gegessen werden dürfen, zu Beginn hoch sein kann, so sind langfristig keine Vorteile ggü. moderaten Diätkonzepten erwiesen. Die extrem kohlenhydratarme Ernährung der Atkins-Diät kann zu Mangelerscheinungen führen.
Der sehr hohe Anteil an tierischen Lebensmitteln kann den Purin- und Cholesterinspiegel im Körper erhöhen, was einen Anstieg der Blutfett- und Harnsäurewerte zur Folge hat. Dies wiederum geht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Gicht einher. Zudem ist der hohe Eiweißanteil der Atkins-Ernährung auf Dauer eine Belastung für die Nieren.
Besonders wer Brot, Pasta, Obst und Gemüse zu seinen Lieblingsspeisen zählt, wird diese Diät nicht lang durchstehen. Atkins-Diätler berichten zudem, besonders in Phase 1, von schlechtem Atem, Kopfschmerzen und Verstopfungen (aufgrund der geringen Ballaststoff-Menge).
Zudem sind die, ergänzend zur Diät propagierten Nahrungsergänzungsmittel kein adäquater Ersatz für Obst und Gemüse als natürliche Vitamin- und Minerastofflieferanten. Moderatere Varianten der Low-Carb Diäten, mit einem höheren Kohlenhydratanteil und fettärmeren Fett- und Eiweißlieferanten (zum Beispiel Olivenöl statt Butter), sind im Vergleich zur Atkins-Diät gesünder.