Ayurveda ist die älteste bis heute angewandte Gesundheitslehre. Das circa 3.500 Jahre alte, schriftlich überlieferte ganzheitliche Gesundheitskonzept stammt aus Indien.
Wer mit der Ayurveda Ernährung abnehmen möchte, erhält neben der typorientierten Ernährung weitere Essens- und Verhaltensregeln. Dazu gehören lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, spezielle Lebensmittelauswahl und -zubereitung, Meditation, Yoga oder spezielle Massagen. Die ayurvedische Ernährung basiert auf frischer, lakto-vegetabiler Kost.
Für alle drei Energietypen stehen viel frisches Gemüse, jedoch mit einem geringen Rohkost-Anteil, Getreide, Milch und Milchprodukte auf dem Speiseplan. Fleisch, Fisch und Eier sind nur in geringen Mengen enthalten. Obst sollte nach dem Mittag aufgrund der Gärung im Verdauungstrakt nicht mehr gegessen werden.
Die Zubereitung einiger Gerichte ist, aufgrund ihrer für unsere westeuropäische Küche ungewöhnlichen Zutaten und Gewürze, recht aufwendig. Alkohol soll gemieden werden, dafür stehen heißes Wasser oder Kräutertees auf dem Getränkeplan.
Eine authentischen Ayurveda Kur, mit speziellen ayurvedischen Massagen und einer Original Ayurvedischen Ernährung, lässt sich sicher am effektivsten in einer darauf spezialisierten Ayurveda Klinik durchführen. Bei den Kuren steht meist weniger die Gewichtsreduktion als vielmehr die Entgiftung, Entschlackung und Revitalisierung im Vordergrund.
Die Ayurveda Ernährung ist eher ein Einstieg in eine neue Lebensphilosophie, weniger eine effektive Diät zum schnellen Abnehmen. Ayurveda kann als kurzfristige oder dauerhafte Ernährungsform angewendet werden.
Die Ayurveda Diät ist ein sanftes und langfristiges Abnehmprogramm, das keine schnellen Diäterfolge bringt.
Die Ayurveda Ernährung fokussiert sich auf die Regeln der Energietypen-Ernährung, die aber nicht mit strikten Verboten einhergeht. Kalorienzählen ist nicht erforderlich. Genuss und Geschmack stehen im Vordergrund, da Essen das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele herstellen soll.
Im Vordergrund stehen indische Entspannungs- und Meditationstechniken wie Yoga. Eine stärkere Fokussierung auf Ausdauersport und Kraftsport wäre eine sinnvolle Ergänzung.
Durch die pflanzenreiche Ernährung während der Ayurveda Diät kann es eventuell zu einem Mangel an Mineralstoffen wie Jod, Zink, Eisen und B-Vitamine kommen.
Wissenschaftlich – aus westlicher Sichtweise – gesehen, lässt sich der Erfolg der Ayurveda Diät und seiner individuellen Ernährungstypen für unterschiedliche Lebensenergien nicht begründen.
Zudem ist es wissenschaftlich nicht nachzuvollziehen, dass Rohkost vom Körper nicht verwertbar sei und das Obst im Verdauungstrakt gärt.
Grundsätzlich ist die empfohlene stark gemüsehaltige Ernährung in Kombination mit den Milchprodukten – eine sogenannte lakto-vegetabile Ernährung – zu empfehlen, da sie ein ausgewogenes Energie- und Nährstoffverhältnis bieten. Ein unterstützendes Sportprogramm zur Ayurveda-Diät wäre zudem wünschenswert.