Greek Doctors Diet

 

Kurzbeschreibung

Mit der „Greek Doctor’s“ Diät soll man nicht nur abnehmen, sondern einen ganzheitlich gesunden Lebensstil führen. Die Ernährung ist ein Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden. Die „Greek Doctor’s Diet“ orientiert sich bei der Lebensmittelauswahl an der Mittelmeerkost, dabei vor allem an der Ernährungsweise der Griechen. Stress, Übergewicht, Allergien sowie zu wenig Bewegung und Entspannung prägen den westlich entwickelten Lebensstil. Laut dem Erfinder der Diät, Dr. Lindberg, ist unsere Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten nicht etwa durch einen besseren Lebensstil gestiegen, sondern nur dank Medikamenten und technologischem Fortschritt. Zu den Details...

Details
Inhalt des Diätprofils
1) Herkunft der Diät
Die „Greek Doctor’s Diet“ wurde von Dr. Fedon Alexander Lindberg, einem Norweger, entwickelt. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Griechenland und lernte dort die griechische Küche kennen. Dr. Lindberg studierte in den U.S.A. und Norwegen Medizin und spezialisierte sich auf Innere Medizin, Stoffwechselerkrankungen und Adipositas. Er leitet mehrere Kliniken in Norwegen.  In Deutschland, beziehungsweise in deutscher Sprache, ist derzeit nur das zweite Buch von Dr. Lindberg, das  "Greek Doktor's Diet: Das Kochbuch", erhältlich. Dieses Buch vermittelt jedoch ebenfalls die wichtigsten Grundlagen der "Greek Doctor's Diet".


2) Die Ernährung im Detail
Greek Doctor's Diet Diät startenMit der „Greek Doctor’s Diet“ soll man wieder zu natürlicher Form und Gesundheit zurückfinden und dank mediterraner, frischer Küche sanft abnehmen, ein Normalgewicht erhalten und somit Übergewichtsbedingte und durch Fehlernährung verursachte Krankheiten und Symptome lindern. Auch das Essen an sich, als sozialer Aspekt, soll wieder mehr in den Vordergrund rücken.

Ganz nach der alt-griechischen Weisheit ist grundsätzlich alles gut, jedoch nur in Maßen. In Griechenland wird seit jeher großer Wert auf ausgewogene Ernährung, Entspannung und das Beisammensein in der Familie gelegt. Das, so Lindberg, sei auch der Grund, warum griechische Gelehrte wie Hippokrates überhaupt erst solche Leistungen, wie die Ernennung und Definition der Medizin, erbringen konnten. Und nicht zuletzt gelten die Bewohner rund um das Mittelmeer als gesund und schlank.

Die gesündeste Ernährung, das beweisen etliche Studien, gibt es im Mittelmeerraum. Die Hauptzutaten in allen mediterranen Ländern sind: Fisch, Olivenöl, Knoblauch, Wein, frisches Obst und Gemüse, Joghurt und Käse sowie Körner und Hülsenfrüchte.

Vor allem die natürliche Beschaffenheit der Lebensmittel ist in der Mittelmeerküche stärker gegeben als in anderen Ländern Europas und Amerikas. Auch wenn mediterrane Ernährungsweisen wie die Kreta-Diät einen relativ hohen Fettanteil aufweisen, sind sie doch erwiesenermaßen gesundheitsfördernd, dank der unverarbeiteten Lebensmittel und des hohen Anteils an herzgesunden Omega-6- und Omega-3 Fettsäuren.

Lindberg sieht die griechische Küche als Inspiration für eine gemäßigte Low Carb Diät, denn gerade in der mediterranen Küche werden Weißmehlprodukte und raffinierter Zucker selten bis kaum eingesetzt. Auch die Greek-Doktors-Diät ist eine Eiweißbetonte Diät angelehnt an die Mittelmeer Diät oder Kreta Diät.

Im Gegensatz zu strengen Low-Carb-Diäten wie der David Kirsch Diät, der Atkins Diät oder der South Beach Diät sind hier Kohlenhydrate aber grundsätzlich erlaubt, es müssen aber die Richtigen sein. Dr. Lindberg bezeichnet seine Diät daher auch nicht als Low-Carb, sondern als Slow-Carb Diät (slow = langsam). Die tägliche Kalorienzufuhr besteht circa zu einem Drittel aus langsamen Kohlenhydraten, zu weniger als einem Drittel aus hochwertigen tierischen und pflanzlichen Proteinen und der Rest aus natürlichen, in erster Linie mehrfach ungesättigten, Fetten.

Die „Greek Doctors Diet“ bezieht sich bei der Auswahl der geeigneten Kohlenhydrate auf die Glykämische Last (GL), nicht auf den Glykämischen Index wie beispielsweise die GLYX- Diät. Im Gegensatz zum Glykämischer Index, bei dem sich der Wert auf 50 Gramm Kohlenhydrate nicht auf 50 Gramm eines Lebensmittels bezieht, errechnet sich  die Glykämische Last aus dem Glykämischen Index multipliziert mit dem Kohlenhydratanteil pro 100 Gramm-Portion.

Damit nicht kompliziert gerechnet werden muss, bietet die Lebensmittelpyramide der Greek Doctor's Diet Orientierung. Sie ist folgendermaßen aufgebaut:
  • 1. Stufe: Gemüse, Hülsenfrüchte, niedrigglykämisches Obst wie Beeren (niedrige GL)
  • 2. Stufe: Proteine aus Fisch, Huhn, Wild, magerem Fleisch, Joghurt, Tofu, Hüttenkäse, Eier (regulierende GL)
  • 3. Stufe: Lebensmittel mit mittlerer glykämischer Last wie Hartweizennudeln, Basmati- und Wildreis, Vollkornprodukte (mittlere GL)
  • 4. Stufe: ungesättigte Fette aus Olivenöl, Nüssen, Avocado, Samen, Fisch (regulierende GL)
  • 5. Stufe: Süßigkeiten, Kartoffeln, Weißmehl und Weißmehlprodukte (hohe GL)
  • Zuletzt und nur sehr selten sollen gesättigte Fette wie Butter und Käse gegessen werden.
Das Buch der Greek Doctor's Diät liefert außerdem eine praktische Zusammenstellung für die richtige Portionierung der einzelnen Lebensmittel: Anhand von Teller- und Handflächen-Skizzen wird im Buch einfach erklärt, wie die Lebensmittelpyramide bei der Zubereitung und Zusammenstellung von Mahlzeiten angewendet wird.

Zudem listet eine übersichtliche Tabelle, nach Lebensmittelgruppen sortiert, alles auf, was während der Diät wie oft und in welchen Mengen gegessen werden sollte.

Mit der „Greek Doctor’s Diet“ soll ein gutes Gleichgewicht zwischen gesunden Fetten, gut verwertbaren Kohlenhydraten und magerem Eiweiß geschaffen werden. Damit soll über die Zeit ein gesundes Gewicht, sowohl für Übergewichtige als auch für Untergewichtige, erreicht werden.

Ein wichtiger Teil des Diätplans sind neben dem Essen, dessen Zubereitung und der Auswahl der Zutaten, auch die Themen Stressbewältigung und Entspannung. Lindberg empfiehlt die Meidung oder Minderung von Alltagsstress mit Hilfe von bewussten Entspannungsübungen wie Yoga, Tai Chi oder Meditation.
3) Dauer der Diät
Der Menüplan im Diätbuch „Greek Doctor's Diet – Das Kochbuch“ ist auf eine Dauer von zwei Wochen angelegt, soll aber nur als Beispiel dienen. Die Greek Doctor's-Diät versteht sich als Anleitung, um eine komplette und langfristige Ernährungsumstellung durchzuführen.
4) Vor- und Nachteile
  • Gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, als Dauernährung geeignet
  • Gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen
  • Geschmacklich sehr vielfältig
  • Große Rezeptvielfalt und praktische Küchen-Tipps
  • Fokus auf bewusstes Genießen und Entspannen
  • Langsamer Gewichtsverlust
  • Lust und Zeit zum Kochen gefragt
  • Kein konkreter Fitnessplan und Sportübungen
5) Gewichtsverlust
Das Buch macht keine konkreten Aussagen zum Gewichtsverlust, warnt aber vor einem Gewichtsverlust von mehr als 1,5 Kilo pro Woche, weil darunter auch die Muskelmasse leidet. Ausnahme bilden die ersten Wochen, weil hier ein Flüssigkeitsverlust eine höhere Gewichtsabnahme verursachen kann.
6) Kalorien / Punkte zählen
Bei der Greek Doctor's Diet werden prinzipiell keine KalorienKalorienist die Bezeichnung für eine Energieeinheit. Im Zusammenhang mit Lebensmitteln beschreibt sie, wie viel Energie ein Lebensmittel dem Körper bereitstellt. Die Kalorienmenge wird in kcal (Kilokalorien) beziehungsweise kJ (KiloJoule) angegeben. Ein erwachsener Mensch hat, je nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Aktivitätsgrad, einen durchschnittlichen täglichen Kalorienbedarf von 2.000 bis 2.500 kcal."> gezählt. Es soll dagegen auf die Glykämische Last der Lebensmittel geachtet werden und darauf, möglichst wenig gesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen.
7) Sport & Bewegung
Die Greek Doctor's Diät empfiehlt Bewegung als Mittel zur Stressbewältigung und Regulierung des Gewichts. Dabei, so Lindberg, kommt es weniger auf große Anstrengungen zum AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> und fit bleiben an, sondern auf eine „genussvolle Integration“ von Sport in den Alltag. Ein Fußmarsch von 20-30 Minuten am Tag sei für die meisten schon ausreichend, um ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Laut Dr. Lindberg ist Bewegung etwas natürliches, etwas wozu der Mensch geschaffen sei. In der Steinzeit sei der Mensch durchschnittlich 30 Kilometer gelaufen, um Nahrung aufzutreiben. Unsere Vorfahren gingen erst auf die Jagd beziehungsweise zum Sammeln, wenn sie hungrig wurden.

Deswegen sei, so der Autor, Bewegung auf nüchternen Magen am besten an unseren ureigenen Biorhythmus und unserer Hormone angepasst. Ein aktiver Arbeitsweg und Morgengymnastik sind deshalb sehr gut für unseren Stoffwechsel.

Das Buch der Greek Doctor’s Diät gibt außerdem Ernährungsempfehlungen für die Zeit vor und nach dem TrainingTraining bezeichnet man eine regelmäßige, sportliche Betätigung. Dies kann zum Beipsiel Krafttraining zum Muskelaubau sein oder Ausdauertraining zur Fettverbrennung. Auch Kombinationen aus beiden sind möglich: Ein Kraft-Ausdauer-Training ist besonders sinnvoll wenn man Abnehmen möchte.">.
8) Zusätzliche Informationen
9) Nährstoff-Beurteilung
Bei der Greek Doctors Diet sind alle Nährstoffgruppen enthalten. Vitaminreiches Obst und Gemüse, komplexe Kohlenhydrate, mageres Eiweiß sowie gesunde Fette versorgen den Körper mit allen essentiellen Nährstoffen. Es kann daher nicht zu Mangelerscheinungen kommen. Diese Diät ist als dauerhafte Ernährungsweise geeignet.
10) Beispieltag
Frühstück: 2 Rühreier, Räucherlachs, 1-2 gegrillte Tomaten mit Olivenöl
Snack: Magerjoghurt mit Kiwi und Leinsamen
Mittag: Gekochtes Huhn mit Kichererbsen, dazu gemischter Salat mit Vinaigrette
Snack: ein Apfel, 10-12 Erdnüsse
Abend: Brokkoli- und Blumenkohlsuppe, Gemüse mit Meerbarbe in Orangen-Ingwer-Koriandersauce, dazu brauner Reis oder Couscous
11) Ähnliche Diäten
12) Expertenfazit
Greek Doctor's Diet Diät startenDie „Greek Doctor’s Diet“ fokussiert sich zwar auch auf den Gewichtsverlust, ist aber eigentlich eine Umstellung hin zu einer gesünderen, entspannten Ernährungs- und Lebensweise. Die Bedeutung von Essen, Essenszubereitung, Auswahl der Lebensmittel und das Genießen von selbst gekochten, frischen Mahlzeiten in Gesellschaft steht bei der Greek Doctor’s Diät im Mittelpunkt.

Dabei soll man das Essen und die Ernährung aus einem ursprünglichen Blickwinkel betrachten und die Lust entwickeln, sich bewusst und ausgewogen zu ernähren und zu bewegen. Ein sehr guter Ansatz, denn häufig verlieren wir im hektischen Alltag die Freude und den Genuss an Essen und Bewegung.

Für notorische Kochmuffel ist diese Diät weniger geeignet beziehungsweise dient diesen eher als Inspiration, um sich vielleicht doch einmal mehr mit dem Essen und dessen sozialer und psychischer Bedeutung (Genuss, Entspannung) auseinanderzusetzen.

Für alle, die gern Schlemmen kann diese Diät nützlich sein, um die zusätzlichen Urlaubskilos genussvoll wieder loszuwerden. Ein schneller Gewichtsverlust ist bei dieser Ernährungsweise jedoch nicht unbedingt möglich -und es soll es auch bewusst nicht sein. Natürlich kommt es hier auch auf den Grad der Bewegung an.

Bewegung wird bei der Greek Doctor’s Diet als wesentlicher Bestandteil des Alltags und Schlüssel für einen gesunden Körper und Geist empfohlen. Es werden keine konkreten Sportarten bevorzugt: Bewegung soll Spaß machen und Stress abbauen. Für blutige Anfänger und Unmotivierte kann ein detaillierter Fitnessplan jedoch hilfreich sein.

Für eine grundlegende Lebens- und Ernährungsumstellung ist das Konzept der Greek Doctor’s Diät sehr gut geeignet, vor allem für Freunde der mediterranen Küche. Vielbeschäftigten dürfte es schwer fallen, diese Umstellung im Alltag um- und durchzusetzen, denn es erfordert eine intensive Beschäftigung mit Lebensmitteln und Kochen.

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