
Mit der
„Greek Doctor’s Diet“ soll man wieder zu natürlicher Form und Gesundheit zurückfinden und dank
mediterraner, frischer Küche sanft
abnehmen, ein Normalgewicht erhalten und somit
Übergewichtsbedingte und durch Fehlernährung verursachte Krankheiten und Symptome lindern. Auch das Essen an sich, als sozialer Aspekt, soll wieder mehr in den Vordergrund rücken.
Ganz nach der alt-griechischen Weisheit ist grundsätzlich alles gut, jedoch nur in Maßen. In Griechenland wird seit jeher großer Wert auf ausgewogene Ernährung, Entspannung und das Beisammensein in der Familie gelegt. Das, so Lindberg, sei auch der Grund, warum griechische Gelehrte wie Hippokrates überhaupt erst solche Leistungen, wie die Ernennung und Definition der Medizin, erbringen konnten. Und nicht zuletzt gelten die Bewohner rund um das Mittelmeer als gesund und schlank.
Die
gesündeste Ernährung, das beweisen etliche Studien, gibt es im Mittelmeerraum. Die Hauptzutaten in allen
mediterranen Ländern sind: Fisch, Olivenöl, Knoblauch, Wein, frisches Obst und Gemüse, Joghurt und Käse sowie Körner und Hülsenfrüchte.
Vor allem die natürliche Beschaffenheit der Lebensmittel ist in der Mittelmeerküche stärker gegeben als in anderen Ländern Europas und Amerikas. Auch wenn mediterrane Ernährungsweisen wie die
Kreta-Diät einen relativ hohen Fettanteil aufweisen, sind sie doch erwiesenermaßen gesundheitsfördernd, dank der unverarbeiteten Lebensmittel und des hohen Anteils an herzgesunden Omega-6- und
Omega-3 Fettsäuren.
Lindberg sieht die griechische Küche als Inspiration für eine gemäßigte Low Carb Diät, denn gerade in der mediterranen Küche werden Weißmehlprodukte und raffinierter Zucker selten bis kaum eingesetzt. Auch die Greek-Doktors-Diät ist eine Eiweißbetonte Diät angelehnt an die Mittelmeer Diät oder Kreta Diät.
Im Gegensatz zu strengen Low-Carb-Diäten wie der
David Kirsch Diät, der
Atkins Diät oder der
South Beach Diät sind hier Kohlenhydrate aber grundsätzlich erlaubt, es müssen aber die
Richtigen sein. Dr. Lindberg bezeichnet seine Diät daher auch nicht als Low-Carb, sondern als Slow-Carb Diät (slow = langsam). Die tägliche Kalorienzufuhr besteht circa zu einem Drittel aus
langsamen Kohlenhydraten, zu weniger als einem Drittel aus hochwertigen tierischen und pflanzlichen Proteinen und der Rest aus natürlichen, in erster Linie mehrfach ungesättigten, Fetten.
Die „Greek Doctors Diet“ bezieht sich bei der Auswahl der geeigneten Kohlenhydrate auf die
Glykämische Last (GL), nicht auf den Glykämischen Index wie beispielsweise die
GLYX- Diät. Im Gegensatz zum Glykämischer Index, bei dem sich der Wert auf 50 Gramm Kohlenhydrate nicht auf 50 Gramm eines Lebensmittels bezieht, errechnet sich die Glykämische Last aus dem Glykämischen Index multipliziert mit dem Kohlenhydratanteil pro 100 Gramm-Portion.
Damit nicht kompliziert gerechnet werden muss, bietet die
Lebensmittelpyramide der Greek Doctor's Diet Orientierung. Sie ist folgendermaßen aufgebaut:
- 1. Stufe: Gemüse, Hülsenfrüchte, niedrigglykämisches Obst wie Beeren (niedrige GL)
- 2. Stufe: Proteine aus Fisch, Huhn, Wild, magerem Fleisch, Joghurt, Tofu, Hüttenkäse, Eier (regulierende GL)
- 3. Stufe: Lebensmittel mit mittlerer glykämischer Last wie Hartweizennudeln, Basmati- und Wildreis, Vollkornprodukte (mittlere GL)
- 4. Stufe: ungesättigte Fette aus Olivenöl, Nüssen, Avocado, Samen, Fisch (regulierende GL)
- 5. Stufe: Süßigkeiten, Kartoffeln, Weißmehl und Weißmehlprodukte (hohe GL)
- Zuletzt und nur sehr selten sollen gesättigte Fette wie Butter und Käse gegessen werden.
Das Buch der Greek Doctor's Diät liefert außerdem eine praktische Zusammenstellung für die richtige Portionierung der einzelnen Lebensmittel: Anhand von Teller- und Handflächen-Skizzen wird im Buch einfach erklärt, wie die Lebensmittelpyramide bei der Zubereitung und Zusammenstellung von Mahlzeiten angewendet wird.
Zudem listet eine übersichtliche Tabelle, nach Lebensmittelgruppen sortiert, alles auf, was während der Diät wie oft und in welchen Mengen gegessen werden sollte.
Mit der „Greek Doctor’s Diet“ soll ein gutes Gleichgewicht zwischen gesunden Fetten, gut verwertbaren Kohlenhydraten und magerem Eiweiß geschaffen werden. Damit soll über die Zeit ein gesundes Gewicht, sowohl für Übergewichtige als auch für Untergewichtige, erreicht werden.
Ein wichtiger Teil des Diätplans sind neben dem Essen, dessen Zubereitung und der Auswahl der Zutaten, auch die Themen Stressbewältigung und Entspannung. Lindberg empfiehlt die Meidung oder Minderung von Alltagsstress mit Hilfe von bewussten Entspannungsübungen wie
Yoga,
Tai Chi oder Meditation.