Die Kreta-Diät ist eine Mischkost-Diät bestehend aus mediterranen Lebensmitteln und abwechslungsreichen Rezepten.
Die Kreta-Diät gibt es, je nach Autor, in verschiedensten Variationen. Es geht bei diesem mediterran orientierten Diätkonzept jedoch mehr um eine grundlegende Ernährungsumstellung und Lebensweise als um kurzfristiges Abnehmen. Wer mit der Mittelmeer-Ernährung abnehmen möchte, muss, wie bei jeder anderen Ernährung auch, die tägliche Kalorienmenge reduzieren.
Die Ernährungsempfehlungen zur Kretadiät lauten: viel Gemüse und frisches Obst, Salat, Fisch, Meeresfrüchte und Knoblauch. Dazu Olivenöl statt tierischem Fett und ein Glas Rotwein täglich.
Bei einigen Varianten der Kreta-Diät werden Rapsöl (statt Olivenöl) oder Vollkornprodukte (statt einfacher Kohlenhydrate) vorgeschlagen, die so in der Mittelmeerküche nicht vorkommen. Egal ob Italien, Spanien oder Griechenland – traditionell isst man dort Weißbrot und Olivenöl.
Aus den verschiedenen Variationen der Kreta-Diät lassen sich sechs grundlegende Säulen der mediterranen Diät-Ernährung zusammenfassen:
1) Obst und Gemüse
Im Mittelmeer-Raum ist das Angebot an frischem und aromatischem Obst und Gemüse wesentlich größer als bei uns. Deshalb sind Obst und Gemüse Hauptbestandteil dieser Diät. Es sollten täglich mindestens 400 Gramm Obst und 600-800 Gramm Gemüse sein. Obst und vor allem Gemüse bilden die Basis der Mittelmeer Diät.
2) Olivenöl
An Stelle von tierischem Fett gibt es fast ausschließlich Olivenöl, ob zum Backen, als Salat-Sauce oder zum Braten. Pro Tag sollen es mindestens 5 EL Olivenöl sein. Dafür darf aber zusätzlich kein tierisches Fett (Butter, Schmalz) verzehrt werden. Als Olivenöl sollten möglichst traditionell kretisch hergestellte Olivensorten verwendet werden, zum Beispiel die Olivensorte Mouratolia. Das kretische Olivenöl enthalte mehr Vitamine und Enzyme als anderes Olivenöl aus dem Mittelmeerraum.
3) Wein
Wein ist wegen seines hohen Kaloriengehalts und der Behinderung der Fettverbrennung während der meisten Diäten tabu. Bei der Kretadiät soll man jedoch jeden Tag zu einem Glas Rotwein greifen. Aber auch nicht mehr, denn ein Glas Rotwein hat einen Brennwert von 130 -150 Kalorien.
4) Fisch statt Fleisch
Im Mittelmeerraum wird selten, maximal einmal pro Woche, Fleisch gegessen. Die häufigsten Fleischsorten im Süden sind Geflügel (Huhn und Pute) sowie Kaninchen oder Lamm. Schwein oder Rind gibt es nur selten. Wurst, die meist aus Schweinefleisch hergestellt wird, kommt nur sehr selten auf den Teller. Stattdessen wird gegessen was im Überfluss vorhanden ist: Fisch und Meeresfrüchte.
5) Hülsenfrüchte
Statt deftiger Beilagen gibt es häufig Linsen, Kichererbsen und Bohnen. Zusammen mit Fisch und Meeresfrüchten liefern diese wertvolles Eiweiß und genügend Ballaststoffe. Das ist auch wichtig, denn während in Deutschland Vollkorn und Mischbrot einer der Hauptlieferanten für Ballaststoffe sind, wird man am Mittelmeer hauptsächlich das ballaststoffärmere Weißbrot verzehrt.
6) Honig statt Zucker
Zucker wird selten verwendet, dafür werden Gebäck oder Süßspeisen mit Honig gesüßt. Eine weitere Süßquelle ist der Fruchtzucker aus dem Obst.
Milchprodukte wie Käse oder Joghurt gibt es seltener aber ein- bis zweimal am Tag sollte auch eine kleine Portion Käse (Mozzarella), Joghurt oder Milch (z.B. Ziegen- oder Schafsquark) auf dem Speiseplan stehen. Eier dürfen in der Mittelmeerküche ebenfalls gegessen werden.
Um mit dieser Ernährungsweise abzunehmen, sollte man den täglichen Kaloriengehalt entsprechend reduzieren. Ernährungsratgeber und diverse Diätbücher schlagen dabei eine tägliche Kalorienmenge von 1.300 bis 1.500 Kalorien vor.