Bestandteil der Ernährung sollten demzufolge Fleisch, Fisch sowie Früchte, Beeren, Gemüse, Wurzeln und Nüsse sein. Die mit Aufkommen des Ackerbaus zunehmend kohlenhydratreichere Ernährung (Getreideprodukte) sei nicht artgerecht und führe unter anderem zur Übersäuerung und Unverträglichkeiten. Im Gegensatz zur strengen kohlenhydratarmen Ernährung á la Atkins bezieht die LOGI-Diät eine kleine Menge an Kohlenhydraten mit ein und unterscheidet diese nach guten und schlechten Kohlenhydraten entsprechend ihrem Glykämischen Index, beziehungsweise ihrer Glykämischen Last. Auch bei den Fetten wird, im Gegensatz zur Atkins-Diät, nach guten und schlechten Fetten unterschieden.
Bei der LOGI-Diät werden keine Kalorien gezählt und es gibt auch keine strikten Diätpläne oder Diätphasen. Orientierung für die Ernährung nach dem LOGI-Prinzip bietet die LOGI-Pyramide, welche alle Lebensmittelgruppen gewichtet. Alle Lebensmittel am Boden der Pyramide dürfen reichlich gegessen werden, je weiter oben ein Lebensmittel in den vier Stufen der Pyramide steht, desto weniger sollte man es essen.
Die Basis der LOGI-Pyramide bilden stärkefreies beziehungsweise stärkearmes Obst und Gemüse mit möglichst niedrigem Glykämischen Index bzw. niedriger Glykämischer Last. Davon kann täglich reichlich gegessen werden, wobei die Gewichtung auf 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse liegen soll. Auf der zweiten Stufe stehen die Eiweißlieferanten. Dazu gehören Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte sowie Nüsse und Hülsenfrüchte.
Eiweißreiche Lebensmittel sollten in moderaten Mengen zu jeder Mahlzeit genossen werden. Fettarme Fleischssorten, bei den Milchprodukten die Normalfetten (3,5%), sollen bevorzugt werden. Auf der vorletzten Stufe stehen Vollkornprodukte wie Müsli, Brot, Basmati-Reis, brauner Reis, Hartweizennudeln, die nur in geringen Maßen gegessen werden sollen. Die letzte Stufe bilden „schlechte“ Kohlenhydrate mit einem hohen Glykämischen Index, wie Süßigkeiten, gesüßte Getränke und Weißmehlprodukte, aber auch Kartoffeln. Lebensmittel an der Pyramidenspitze sollen selten bzw. so wenig wie möglich gegessen werden.
Neben der LOGI-Pyramide bestimmen vier grundlegende Prinzipien die LOGI-Diät:
1. Prinzip – viele essenzielle Nährstoffe: Neben einer ausreichenden Versorgung an essenziellen Eiweißen und Fetten wird auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen Wert gelegt.
2. Prinzip – viele Sattmacher: Lebensmittel mit hohem Volumen und geringer Energiedichte wie Salat, Gemüse und Obst (besonders Beerenobst) sollen sättigen. Sie verfügen auch über einen hohen sättigenden Ballaststoffgehalt. Zudem dient die eiweißreiche Ernährung als Sattmacher.
3. Prinzip – wenig Hungermacher: Raffinierte und zuckerhaltige Lebensmittel lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und verursachen so schnell wieder Hunger. Eine Senkung der Kohlenhydrataufnahme, besonders von Kohlenhydraten mit einem hohen Glyx, soll Heißhunger- und Heißhungerattacken vermeiden.
4. Prinzip – viele Energy-Booster: Um den Energieverbrauch zusätzlich anzukurbeln, werden ausgewählte Nahrungsmittel besonders empfohlen. Dazu zählen Eiweiß (höherer Energieaufwand bei der Verstoffwechselung), Omega-3-Fettsäuren (z.B. aus Kaltwasserfischen, Nüssen, Samen, Lein- und Rapsöl sollen für die Fettverbrennung zuständige Gene aktivieren), einfach ungesättigte Fette (z. B. Ölsäure soll ebenfalls die Fettverbrennung anregen), Kalzium (soll Hormonausschüttungen stimulieren die die Fetteinlagerung bremsen), Cayennepfeffer (das enthalten Capsaicin soll den Stoffwechsel ankurbeln) und Koffein (z. B. Tee, Kaffee soll ebenfalls den Stoffwechsel aktivieren).
Die Ernährung nach der LOGI-Methode setzt sich ungefähr zu 40-50% aus Fetten und zu jeweils 20-30% aus Eiweißen und Kohlenhydraten zusammen. Eine Vorgabe für die tägliche Kalorienmenge gibt es nicht. Täglich werden 3 Hauptmahlzeiten und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten gegessen.