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KurzbeschreibungMontignac sei Abnehmen für Genießer und Sportmuffel. Laut Montignac ist nicht der Kalorienüberschuss schuld am Übergewicht, sondern der Hyperinsulinismus, eine übermäßige Ausschüttung des, von der Bauchspeicheldrüse abgesonderten, Hormons Insulin. Montignac geht sogar soweit, eine Kalorienreduktion als wirkungslos und gefährlich einzustufen. Bei den kohlehydrathaltigen Lebensmitteln unterscheidet er, entsprechend dem Prinzip des Glykämischen Index, nach guten (niedriger Blutzuckeranstieg) und schlechten (hoher Blutzuckeranstieg) Kohlenhydraten. Zu den Details... |
Der Franzose Michael Montignac entwickelte die nach ihm benannte Montignac-Diät. Montignac ist studierter Politikwissenschaftler und war lange Zeit als Manager in der Pharmaindustrie tätig. Um sein eigenes Gewichtsproblem in den Griff zu bekommen, beschäftigte er sich seit Ende der 70er Jahre mit dem Thema Ernährung. 1986 erscheint in Frankreich sein erstes Buch "Comment maigrir en faisant des repas d'affaires", in der deutschen Übersetzung "Essen gehen und dabei abnehmen" (1993). Mittlerweile folgten zahlreiche weitere Bücher. Das aktuellste: „Die Montignac-Diät: AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> für Geniesser“.
Grundsätzlich sind bei der Montignac Methode keine Nährstoffgruppen verboten, aber es dürfen keine Lebensmittel mit einem hohem Glykämischen Index, wie Zucker, Bier, Weißbrot, gegessen oder getrunken werden. Auch einige Nährstoffkombinationen, wie zum Beispiel Fette und Kohlenhydrate mit einem Glykämischen Index über 50, sind nicht erlaubt.Das Essen nach den Prinzipien der Montignac-Diät ist als Dauerernährung gedacht und aufgrund der hohen Kalorienzufuhr auch als langfristige Ernährung geeignet.
Bei einer durchschnittlichen, täglichen Kalorienmenge von über 2.200 kcal eignet sich die Montignac-Diät für niemanden zum AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. ">, dessen täglicher Kalorienbedarf unter 2.200 kcal liegt. Denn nur über eine negative Kalorienbilanz kann eine Gewichtsreduktion erreicht werden. Für einen Gewichtsverlust von max. 5 Kilo empfiehlt Montignac die Durchführung der Phase 1 für mindestens 3 Monate.
Kalorienreduktion ist nicht Bestandteil des Abnehmens nach der Montignac-Diät. Die Kalorien zu reduzieren wird sogar als ungesund und wirkungslos beschrieben. Es darf genussorientiert gegessen werden. Jedoch müssen Kohlenhydrate nach sehr gut, gut und schlecht sortiert werden. Die guten Kohlenhydrate dürfen nur mit Eiweiß kombiniert werden.
Sport steht bei der Montignac-Diät nicht im Fokus. Montignac bezweifelt sogar die Tatsache, dass mangelnde körperliche Bewegung heutzutage einer der Hauptgründe für Fettleibigkeit ist. Kein Wunder das die Montignac-Methode auch häufig als „Diät für Sportmuffel“ bezeichnet wird. Entspannungstechniken und dreimal Ausdauertraining pro Woche werden im Buch aber empfohlen.
Die Ernährung bei der Montignac-Diät setzt auf gute Kohlenhydrate, kombiniert mit Eiweißen und Fetten. Bei dem hohen Eiweißanteil von 30% und dem ebenfalls hohen Fettanteil (30%), sollte darauf geachtet werden, dass der Anteil an tierischen Fetten nicht zu hoch wird. Gesünder sind mageres Eiweiß und pflanzliche Fette.
| Frühstück: | Vollkornmüsli mit Magerjoghurt und Erdbeeren |
| Snack: | -- |
| Mittag: | Steak mit Sahne-Gemüse und grünem Salat |
| Snack: | -- |
| Abend: | Wurstsalat |
Montignac hat Recht damit, dass Zucker, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte Blutzucker- und Insulinspiegel sehr in die Höhe treiben und damit einer Gewichtsreduktion nicht zuträglich sind.
Auch die Unterscheidung in gute und schlechte Kohlenhydrate, entsprechend ihrem Glykämischen Index, ist sinnvoll und wird mittlerweile bei vielen Diätkonzepten berücksichtigt.
Jedoch macht der Glykämische Index allein noch nicht schlank, was auch wissenschaftliche Studien zeigen. Es muss, wie bei jeder anderen Diät auch, weniger gegessen werden als der Körper verbraucht.
Erstaunlich ist jedoch, dass Montignac sich als Erfinder der Methode des Glykämischen Index sieht: „Michel Montignac ist der erste Ernährungswissenschaftler der Welt, der Ende der 80er Jahre die Verwendung des Konzepts des glykämischen Indexes im Zusammenhang mit Gewichtsverlust vorschlug.“ Als Vater des Glyx gilt eigentlich Prof. Dr. Hellmut Otto, der sich bereits in den 70er Jahren mit der Kohlenhydrat-Wirkung auf den Blutzuckerspiegel beschäftigte.
Viele der von Montignac getroffenen Behauptungen entsprechen nicht den aktuellen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft. Dazu gehören die angebliche Unwirksamkeit einer Kalorienreduktion zum AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. ">, die Trennung von Nährstoffen (Trennkost) und die Unwichtigkeit des Bewegungsmangels beim Entstehen von Übergewicht. Zwar will Montignac seine Diät nicht als Trennkost-Diät verstanden wissen, schreibt aber dennoch eine Trennung der Nährstoffe vor (z. B. in Phase 1).
Unverständlich ist auch, dass frische Milchprodukte (Joghurt, Frischkäse, Quark) nur in geringen Mengen verzehrt werden dürfen (trotz ihres günstigen GLYX), weil ihr Molkegehalt die Insulinausschüttung angeblich negativ beeinflussen soll. Als Richtwert werden maximal 2 Joghurts pro Tag angegeben. Stattdessen rät Montignac zu gereiften Käsesorten wie Camembert und Greyerzer, die einen hohen Fettgehalt haben.
Da es keine Kalorienbeschränkung gibt und die Kalorienaufnahme bei circa 2.200 kcal täglich liegt, ermöglicht die Montignac-Diät nur einen sehr langsamen Gewichtsverlust. Wenn überhaupt, denn eine Frau mit einem Tageskalorienbedarf von 1.800 kcal wird logischerweise nicht abnehmen, wenn sie täglich 2.200 kcal zu sich nimmt. Ein Gefühl für Portionsgrößen und Kalorienmengen wird nicht vermittelt.
Eine mittlerweile große Rezeptvielfalt in den verschiedenen Montignac-Büchern erlaubt Vielfalt und Abwechslung. Zeit und Spaß am Zubereiten und Kochen sollte man für die Montignac-Diät auf jeden Fall mitbringen, zumal einige Mahlzeiten in dem Diätbuch recht zeitaufwendig (ca. 45 Minuten) sind. Die Trennung von Kohlenhydraten und Fetten wird im Alltag, z. B. im Restaurant, recht schwierig umzusetzen sein.