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KurzbeschreibungWie der Name andeutet, ist Saftfasten eine modifizierte Fastenkur und keine Diät. Während beim Fasten, oder auch bei der Null-Diät, gar nichts gegessen wird, gibt es beim Saftfasten ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühen. Die Tageskalorienzufuhr ist extrem gering, was die Ursache für ein schnelles Abnehmen beim Saftfasten ist. Zu den Details... |
Eine eindeutige Herkunftsquelle kann dem Saftfasten nicht zugeordnet werden. Es könnte seine Ursprünge aber in den religiösen Fasten-Ritualen haben.
Beim Saftfasten gibt es Ernährung ausschließlich in flüssiger Form. Als Saft aus Obst und Gemüse, am besten frisch gepresst oder als Brühe, zum Beispiel in Form von Gemüsebouillon. Bei fertig gekauften Säften sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese einen hohen natürlichen Fruchtanteil und keinen zugesetzten Zucker oder Konservierungsstoffe beinhalten.Das Saftfasten sollte auf keinen Fall über einen längeren Zeitpunkt durchgeführt werden, da es sonst zu gefährlichen Nährstoffmängeln kommen kann.
Der Gewichtsverlust beim Saftfasten besteht zum Großteil aus dem Verlust von Wasser und wertvoller Muskulatur. Ein effektiver Abbau von Körperfett erfolgt nicht. Zudem verändert sich der Stoffwechsel, der Grundumsatz sinkt während des Saftfastens auf ein Minimum herab. Der Körper wähnt sich in einem Hungerzustand, was bei der anschließenden Umstellung auf normales Essen zum Jojo-Effekt führt. Das abgenommene Gewicht ist schnell wieder drauf.
Es werden weder Kalorien noch Punkte gezählt, da lediglich Frucht- und Gemüsesäfte getrunken werden. Die dadurch aufgenommene Kalorienmenge ist minimal und liegt bei circa 300 Kilokalorien.
Sport ist kein essentieller Bestandteil des Saftfastens. Für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion und vor allem für den Erhalt wertvoller Muskelmasse, sollte Sport aber Bestandteil einer jeden Diät sein.
Es mangelt während dem Saftfasten an allen essentiellen Nährstoffen. Besonders die geringe Proteinzufuhr ist gefährlich, da Eiweiße vom Körper nicht gespeichert werden können. Ebenfalls fatal ist der Mangel an essentiellen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen.
| Frühstück: | 250 ml Orangensaft |
| Snack: | 250 ml Tomatensaft |
| Mittag: | 250 ml Möhrensaft |
| Snack: | 250 ml Kirschsaft |
| Abend: | 250 ml Tomaten-Sellerie-Saft |
Das Saftfasten ist, ebenso wie eine Null-Diät, eine sehr extreme Form der Gewichtsreduktion und nicht zum AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> geeignet. Vor allem weil durch den, durch die Stoffwechselumstellung bedingten, Jojo-EffektJojo-Effekt nennt man das Auftreten einer schnellen Gewichtszunahme nach einer Diät bzw. nach dem Abnehmen von Körpergewicht. Meist nehmen Personen nach einer mangelhaften Diät, Crash-Diät oder Mono-Diät, sehr schnell wieder an Gewicht zu. Oft wiegen Sie sogar kurz nach der Diät mehr als vor der Diät. Einen Jojo Effekt kann man verhindern, indem man während einer Gewichtsreduzierung gesund und ausgewogen isst, nicht hungert und regelmäßig Sport treibt. Auch nach Erreichen des Wunschgewichts sollte man weiterhin gesund und kalorienbewusst essen und regelmäßig Sport treiben. So kann es seltener zum Jojo-Effekt kommen."> in Kürze alle Kilos wieder drauf sind. Für erfolgreiches Abnehmen und einen effektiven Abbau von Körperfett ist das Saftfasten nicht zu empfehlen und sogar kontraproduktiv.
Der Körper unterliegt während dem Saftfasten einer hohen Belastung, da er den Stoffwechsel umstellen sowie sämtliche Energie für grundlegende Lebensfunktionen (Atmen, Zellteilung) aus den eigenen Reserven bereitstellen muss.
Zwar erhält der Körper, im Gegensatz zur Null-Diät, wenigstens etwas Energie und einige VitamineVitamine sind Mikronährstoffe. Sie liefern also keine Energie, sind für den Körper und dessen Stoffwechselprozesse trotzdem unerlässlich. Vitamine sind Stoffe, die für den Körper essentiell sind, die der Körper also nicht selbst herstellen kann. Vitamin D ist deswegen kein Vitamin, denn der Körper kann es selbst produzieren. Man unterscheidet zwei Vitamin-Arten. Wasserlösliche Vitamine (Vitamin C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12) und fettlösliche Vitamine (Vitamin A, D, E und K). Wasserlösliche Vitamine können nicht im Körper gespeichert werden, fettlösliche können im Körper gespeichert werden. Als Provitamine werden Vitaminvorstufen bezeichnet, die der Körper in Vitamine umwandeln kann. Dazu gehört zum Beipsiel das Beta-Carotin, dass der Körper zu Vitamin A weiterentwickeln kann."> und Mineralien. Trotzdem sollte auch diese Diätform auf keinen Fall länger angewendet werden. Saftfasten eignet sich bestenfalls für gesunde Normalgewichtige, die einfach mal ein oder zwei Entlastungstage einschieben möchten. Zur ernsthaften und effektiven Gewichts- und vor allem Körperfettreduktion ist aber weder das Saftfasten, noch das normale Fasten geeignet.
Aus medizinischer Sicht sollte ein Arzt sein Einverständnis gegeben haben und das Saftfasten sollte auf keinen Fall länger durchgeführt werden. Längeres Saftfasten sollte nur unter medizinischer Betreuung in speziellen Fastenkliniken durchgeführt werden. Wird das Saftfasten zu Hause durchgeführt, so sollten dafür Tage gewählt werden, an denen keine stärkeren, stressigen, körperlichen Belastungen anstehen.
Für alle die ernsthaft abnehmen möchten, ist das Saftfasten auf keinen Fall der richtige Weg.