Beim Saftfasten gibt es Ernährung ausschließlich in flüssiger Form. Als Saft aus Obst und Gemüse, am besten frisch gepresst oder als Brühe, zum Beispiel in Form von Gemüsebouillon. Bei fertig gekauften Säften sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese einen hohen natürlichen Fruchtanteil und keinen zugesetzten Zucker oder Konservierungsstoffe beinhalten.
Pro Tag sollen circa ein bis anderthalb Liter Säfte getrunken werden, womit circa 300 kcal aufgenommen werden. Die empfohlene tägliche Trinkmenge an kalorienarmen Getränken liegt zwischen zwei und drei Litern Wasser oder Kräuter- und Früchtetees. Viele Saftfasten-Programme sind auf eine Woche ausgelegt.
Wie das klassische Fasten beginnt das Saftfasten meist mit einem Entlastungstag (Rohkost, Vollkorn, Gemüse), dem Entleeren mittels Glaubersalz, gefolgt von 5 Tagen an denen nur Säfte, Brühen und Tees getrunken werden und endet mit dem sogenannten Fastenbrechen, den Aufbautagen, an denen der Körper wieder langsam an feste Nahrung gewöhnt wird.
Wie auch bei der Null-Diät soll an dieser Stelle auf die gesundheitlichen Risiken hingewiesen werden. Ein einzelner Saftfasten-Tag wird dem Körper nicht schaden, auch 2-3 Tage werden bei gesunden Menschen keinen Schaden anrichten. Von längerem Saftfasen ist aber auf jeden Fall abzuraten. Längere Fasten-Programme sollten auch bei gesunden Menschen nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.
Für Schwangere, Stillende, Diabetiker, Menschen mit Krebs, Gicht, Hypoglykämie, Magengeschwüren, Leber-, Nieren- und Lungerkrankungen sowie alle mit einem geschwächten Immunsystem kann Saftfasten sogar sehr gefährlich werden. Auch bei gesunden Menschen treten Nebenerscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hunger, Schwächeanfälle (Herz- / Kreislauf) und Konzentrationsschwäche auf.
Wie auch beim Fasten oder der Null-Diät verbrennt der Körper während der ersten 24 Stunden zur Aufrechterhaltung seiner Vitalfunktionen die gespeicherten Kohlenhydrate in Form von Glykogen. Sind alle Glykogen-Reserven aufgebraucht, bedient sich der Körper vor allem aus den Fettvorräten, so dass Protein, zum Beispiel im Muskelgewebe, teilweise gespart wird. Aber auch bei kurzen Fastenperioden werden Muskeln abgebaut. Wenn der Körper von der Kohlenhydrat- auf die Fettverbrennung schaltet, werden Ketone produziert. Ketone sind Nebenprodukte des Fettstoffwechsels. Ketonkörper werden in der Niere abgebaut, weshalb die Niere während dem Saftfasten verstärkt belastet wird.
Fastenkuren sollten grundsätzlich nur zeitlich begrenzt und nicht ohne medizinische Bereuung durchgeführt werden.