Saftfasten

Saftfasten

Kurzbeschreibung

Wie der Name andeutet, ist Saftfasten eine modifizierte Fastenkur und keine Diät. Während beim Fasten, oder auch bei der Null-Diät, gar nichts gegessen wird, gibt es beim Saftfasten ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte sowie Gemüsebrühen. Die Tageskalorienzufuhr ist extrem gering, was die Ursache für ein schnelles Abnehmen beim Saftfasten ist. Zu den Details...

Details
Inhalt des Diätprofils
1) Herkunft der Diät

Eine eindeutige Herkunftsquelle kann dem Saftfasten nicht zugeordnet werden. Es könnte seine Ursprünge aber in den religiösen Fasten-Ritualen haben.

2) Die Ernährung im Detail
Saftfasten  startenBeim Saftfasten gibt es Ernährung ausschließlich in flüssiger Form. Als Saft aus Obst und Gemüse, am besten frisch gepresst oder als Brühe, zum Beispiel in Form von Gemüsebouillon. Bei fertig gekauften Säften sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese einen hohen natürlichen Fruchtanteil und keinen zugesetzten Zucker oder Konservierungsstoffe beinhalten.

Pro Tag sollen circa ein bis anderthalb Liter Säfte getrunken werden, womit circa 300 kcal aufgenommen werden. Die empfohlene tägliche Trinkmenge an kalorienarmen Getränken liegt zwischen zwei und drei Litern Wasser oder Kräuter- und Früchtetees. Viele Saftfasten-Programme sind auf eine Woche ausgelegt.

Wie das klassische Fasten beginnt das Saftfasten meist mit einem Entlastungstag (Rohkost, Vollkorn, Gemüse), dem Entleeren mittels Glaubersalz, gefolgt von 5 Tagen an denen nur Säfte, Brühen und Tees getrunken werden und endet mit dem sogenannten Fastenbrechen, den Aufbautagen, an denen der Körper wieder langsam an feste Nahrung gewöhnt wird.

Wie auch bei der Null-Diät soll an dieser Stelle auf die gesundheitlichen Risiken hingewiesen werden. Ein einzelner Saftfasten-Tag wird dem Körper nicht schaden, auch 2-3 Tage werden bei gesunden Menschen keinen Schaden anrichten. Von längerem Saftfasen ist aber auf jeden Fall abzuraten. Längere Fasten-Programme sollten auch bei gesunden Menschen nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Für Schwangere, Stillende, Diabetiker, Menschen mit Krebs, Gicht, Hypoglykämie, Magengeschwüren, Leber-, Nieren- und Lungerkrankungen sowie alle mit einem geschwächten Immunsystem kann Saftfasten sogar sehr gefährlich werden. Auch bei gesunden Menschen treten Nebenerscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hunger, Schwächeanfälle (Herz- / Kreislauf) und Konzentrationsschwäche auf.

Wie auch beim Fasten oder der Null-Diät verbrennt der Körper während der ersten 24 Stunden zur Aufrechterhaltung seiner Vitalfunktionen die gespeicherten Kohlenhydrate in Form von Glykogen. Sind alle Glykogen-Reserven aufgebraucht, bedient sich der Körper vor allem aus den Fettvorräten, so dass Protein, zum Beispiel im Muskelgewebe, teilweise gespart wird. Aber auch bei kurzen Fastenperioden werden Muskeln abgebaut. Wenn der Körper von der Kohlenhydrat- auf die FettverbrennungFettverbrennung spricht man, wenn durch körperliche Tätigkeit des Körpers freie Fettsäuren im Blut als Energiequelle genutzt werden. Im menschlichen Körper findet praktisch immer Fettverbrennung statt, denn freie Lipide im Blut werden in Muskeln zu Energie umgewandelt. Handelt es sich jedoch um eine kurzfristige Kraftanspannung der Muskeln, zum Beispiel beim Kraftsport oder Sprint, so verbrennt der Körper vornehmlich Glukose, denn Glukose ist schneller verfügbar. Bei einer moderaten Belastung über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel Joggen oder Walking, kann der Körper neben Glucose auch freie Fettsäuren aus dem Blut als Energiequelle nutzen."> schaltet, werden Ketone produziert. Ketone sind Nebenprodukte des Fettstoffwechsels. Ketonkörper werden in der Niere abgebaut, weshalb die Niere während dem Saftfasten verstärkt belastet wird.

Fastenkuren sollten grundsätzlich nur zeitlich begrenzt und nicht ohne medizinische Bereuung durchgeführt werden.
3) Dauer der Diät

Das Saftfasten sollte auf keinen Fall über einen längeren Zeitpunkt durchgeführt werden, da es sonst zu gefährlichen Nährstoffmängeln kommen kann.

4) Vor- und Nachteile
  • Für gesunde Normalgewichtige als „Entgiftungs- oder Entlastungs“-Tag
  • Gefährlich, da es an essentiellen Nährstoffen mangelt
  • Gewichtsverlust ist nicht nachhaltig (Jojo-EffektJojo-Effekt nennt man das Auftreten einer schnellen Gewichtszunahme nach einer Diät bzw. nach dem Abnehmen von Körpergewicht. Meist nehmen Personen nach einer mangelhaften Diät, Crash-Diät oder Mono-Diät, sehr schnell wieder an Gewicht zu. Oft wiegen Sie sogar kurz nach der Diät mehr als vor der Diät. Einen Jojo Effekt kann man verhindern, indem man während einer Gewichtsreduzierung gesund und ausgewogen isst, nicht hungert und regelmäßig Sport treibt. Auch nach Erreichen des Wunschgewichts sollte man weiterhin gesund und kalorienbewusst essen und regelmäßig Sport treiben. So kann es seltener zum Jojo-Effekt kommen.">)
  • Sport findet nicht statt, im Gegenteil: es wird wertvolle Muskelmasse abgebaut
  • Kein Lerneffekt und keine langfristige Ernährungsumstellung
5) Gewichtsverlust

Der Gewichtsverlust beim Saftfasten besteht zum Großteil aus dem Verlust von Wasser und wertvoller Muskulatur. Ein effektiver Abbau von Körperfett erfolgt nicht. Zudem verändert sich der Stoffwechsel, der Grundumsatz sinkt während des Saftfastens auf ein Minimum herab. Der Körper wähnt sich in einem Hungerzustand, was bei der anschließenden Umstellung auf normales Essen zum Jojo-Effekt führt. Das abgenommene Gewicht ist schnell wieder drauf.

6) Kalorien / Punkte zählen

Es werden weder Kalorien noch Punkte gezählt, da lediglich Frucht- und Gemüsesäfte getrunken werden. Die dadurch aufgenommene Kalorienmenge ist minimal und liegt bei circa 300 Kilokalorien.

7) Sport & Bewegung

Sport ist kein essentieller Bestandteil des Saftfastens. Für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion und vor allem für den Erhalt wertvoller Muskelmasse, sollte Sport aber Bestandteil einer jeden Diät sein.

8) Zusätzliche Informationen
9) Nährstoff-Beurteilung

Es mangelt während dem Saftfasten an allen essentiellen Nährstoffen. Besonders die geringe Proteinzufuhr ist gefährlich, da Eiweiße vom Körper nicht gespeichert werden können. Ebenfalls fatal ist der Mangel an essentiellen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen.

10) Beispieltag
Frühstück: 250 ml Orangensaft
Snack: 250 ml Tomatensaft
Mittag: 250 ml Möhrensaft
Snack: 250 ml Kirschsaft
Abend: 250 ml Tomaten-Sellerie-Saft
11) Ähnliche Diäten
12) Expertenfazit

Saftfasten  startenDas Saftfasten ist, ebenso wie eine Null-Diät, eine sehr extreme Form der Gewichtsreduktion und nicht zum AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> geeignet. Vor allem weil durch den, durch die Stoffwechselumstellung bedingten, Jojo-EffektJojo-Effekt nennt man das Auftreten einer schnellen Gewichtszunahme nach einer Diät bzw. nach dem Abnehmen von Körpergewicht. Meist nehmen Personen nach einer mangelhaften Diät, Crash-Diät oder Mono-Diät, sehr schnell wieder an Gewicht zu. Oft wiegen Sie sogar kurz nach der Diät mehr als vor der Diät. Einen Jojo Effekt kann man verhindern, indem man während einer Gewichtsreduzierung gesund und ausgewogen isst, nicht hungert und regelmäßig Sport treibt. Auch nach Erreichen des Wunschgewichts sollte man weiterhin gesund und kalorienbewusst essen und regelmäßig Sport treiben. So kann es seltener zum Jojo-Effekt kommen."> in Kürze alle Kilos wieder drauf sind. Für erfolgreiches Abnehmen und einen effektiven Abbau von Körperfett ist das Saftfasten nicht zu empfehlen und sogar kontraproduktiv.

Der Körper unterliegt während dem Saftfasten einer hohen Belastung, da er den Stoffwechsel umstellen sowie sämtliche Energie für grundlegende Lebensfunktionen (Atmen, Zellteilung) aus den eigenen Reserven bereitstellen muss.

Zwar erhält der Körper, im Gegensatz zur Null-Diät, wenigstens etwas Energie und einige VitamineVitamine sind Mikronährstoffe. Sie liefern also keine Energie, sind für den Körper und dessen Stoffwechselprozesse trotzdem unerlässlich. Vitamine sind Stoffe, die für den Körper essentiell sind, die der Körper also nicht selbst herstellen kann. Vitamin D ist deswegen kein Vitamin, denn der Körper kann es selbst produzieren. Man unterscheidet zwei Vitamin-Arten. Wasserlösliche Vitamine (Vitamin C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12) und fettlösliche Vitamine (Vitamin A, D, E und K). Wasserlösliche Vitamine können nicht im Körper gespeichert werden, fettlösliche können im Körper gespeichert werden. Als Provitamine werden Vitaminvorstufen bezeichnet, die der Körper in Vitamine umwandeln kann. Dazu gehört zum Beipsiel das Beta-Carotin, dass der Körper zu Vitamin A weiterentwickeln kann."> und Mineralien. Trotzdem sollte auch diese Diätform auf keinen Fall länger angewendet werden. Saftfasten eignet sich bestenfalls für gesunde Normalgewichtige, die einfach mal ein oder zwei Entlastungstage einschieben möchten. Zur ernsthaften und effektiven Gewichts- und vor allem Körperfettreduktion ist aber weder das Saftfasten, noch das normale Fasten geeignet.

Aus medizinischer Sicht sollte ein Arzt sein Einverständnis gegeben haben und das Saftfasten sollte auf keinen Fall länger durchgeführt werden. Längeres Saftfasten sollte nur unter medizinischer Betreuung in speziellen Fastenkliniken durchgeführt werden. Wird das Saftfasten zu Hause durchgeführt, so sollten dafür Tage gewählt werden, an denen keine stärkeren, stressigen, körperlichen Belastungen anstehen.

Für alle die ernsthaft abnehmen möchten, ist das Saftfasten auf keinen Fall der richtige Weg.


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