Die
Appetitzügler täuschen das
Sättigungszentrum im Gehirn, bauen also kein Fett im Körper ab. Sie stimulieren die Ausschüttung von Stress- & Glückshormonen. Der Appetitzügler
Reductil wirkt zum Beispiel über die Substanz
Sibutramin. Einige
Appetitzügler wurden in den letzten Jahren aufgrund ihrer schweren Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen.
Mit der Dauer der Einnahme (nach vier bis sechs Wochen) lässt die Wirkung nach. Häufig erfolgt dann eine Erhöhung der Dosis. Empfohlen wird bei den meisten Präparaten jedoch nur eine Einnahme von vier Wochen mit darauf folgender 2-monatiger Pause.
Es besteht Suchtgefahr, wie bei anderen Aufputsch- und Rauschmitteln auch, besonders nach längerer Einnahme. Nebenwirkungen bei Dauergebrauch können Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Schwindelgefühl, Bluthochdruck und Herzrasen sein.
Viele Nebenwirkungen und zweifelhafte Erfolgschancen, denn mit der Beendigung der Einnahme sind bei vielen die Kilos sofort wieder drauf. Das liegt vor allem daran, dass kein langfristiger Lerneffekt, wie man sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, vermittelt wird. Darum:
Finger weg von Appetitzüglern.
Besonders abzuraten ist von Appetitzüglern die auf dubiosen Internetseiten angeboten werden. Diese sind im besten Fall gepanscht und enthalten gar keine Wirkstoffe, im schlimmsten Fall sind sie extrem gesundheitsgefährdend. Wenn überhaupt, dann dürfen Appetitzügler nur auf ärztliche Verordnung als Einstieg in eine Gewichtsreduktion und begleitet von einer Diät und Ernährungsumstellung angewendet werden. Aufgrund des Suchtpotenzials und der Nebenwirkungen ist von einer langfristigen Einnahme unbedingt abzuraten.