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KurzbeschreibungWeniger Gewicht durch weniger Wasser? Einige greifen zum Abnehmen auf Diuretika zurück. Ein Diuretikum (Mehrzahl: Diuretika) ist ein meist pflanzliches Arzneimittel oder auch Nahrungsergänzungsmittel, das zur Wasserausschwemmung bei Tieren und Menschen eingesetzt wird. Kurz: ein Entwässerungsmittel. Zu den Details... |
Als Medikamente dienen Diuretika der Behandlung von Herzschwäche, Bluthochdruck, Ödemen (wie dem Lungenödem) und Wassereinlagerungen in Leber, Niere sowie bei Vergiftungen. In der Bodybuilder-Szene werden Diuretika häufig als Mittel zum schnellen Gewichtsverlust oder Dehydrieren, zum Beispiel vor Wettkämpfen, eingesetzt, um Muskeln unter der Haut besser sichtbar zu machen.
Alle Entwässerungsmittel machen genau das was der Name schon sagt: sie entziehen dem Körper vor allem Wasser und Kochsalz. Körperfett wird dabei nicht abgebaut. Zu hoher Wasserentzug bei Diuretika-Missbrauch kann Nebenwirkungen wie Anstieg des Harnsäurespiegels, Verschlechterung der Blutzuckerwerte und Kaliummangel zur Folge haben.
Inhaltsstoffe sind beispielsweise Adonisröschen, Birkenblätter, Bohnenhülsen, Brennnessel, Färberginster, Heidekraut, Kermesbeere, Löwenzahn, Olivenextrakt, Orthosiphonia, Petersilie, Queckenwurzel, Salbei, Spargel, Teufelskralle und / oder Wachholderbeeren.
Diuretika gibt es in Form von Entwässerungs-Dragees, -Tropfen oder -Kapseln oder Entwässerungs-Tees.
Diuretika sind keinesfalls zum AbnehmenAbnehmen kann man, indem man dem Körper weniger Kalorien durch Nahrung zuführt als dieser zum Verrichten von körperlicher und geistiger Arbeit sowie zur Lebenserhaltung (Atmung, Körpertemperatur halten, Verdauung, Blutzirkulation, etc.) benötigt. Abnehmen gelingt mit einer kalorienreduzierten Ernährung und/oder zusätzlicher Bewegung, beispielsweise durch Sport. "> geeignet. Wer einen Gewichtsverlust auf der Waage mit einem durch Entwässerungsmittel erzwungenen Wasserverlust erreichen möchte, der hat das Konzept des Abnehmens nicht verstanden.
Das Körperfett, auf dessen Verlust es beim Abnehmen ankommt, kann mit Entwässerungsmitteln nicht reduziert werden. Dabei hilft nur eine kalorienreduzierte Ernähung mit ausreichend Bewegung.
Auch wenn nur ein kurzfristiger Wasserverlust herbeigeführt werden soll, zum Beispiel für einen sportlichen Wettkampf, rechtfertigt dies auf keinen Fall den Einsatz von Diuretika mit ihren teilweise gefährlichen und gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen.