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KurzbeschreibungFlohsamen sind Ballaststoffe oder Quellstoffe. Sie werden oft als Abführmittel oder zur Regulierung des Stuhlgangs eingesetzt. Sie können das Abnehmen oder eine gesunde Ernährung unterstützen, weil sie dem Körper wertvolle Ballaststoffe liefern. Allein mit der Einnahme von Flohsamen kann man sein Gewicht jedoch nicht reduzieren. Zu den Details... |
Bereits Hildegard von Bingen empfahl im 12. Jahrhundert Flohsamen und allerlei andere Kräuter und Heilmittel zum Entgiften und Entschlacken. Flohsamen, auch Psyllium genannt, werden auch als sogenannte mechanische Abführmittel bezeichnet. In der Schale des Flohsamens sind Schleime enthalten, die stark aufquellen, wenn sie mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen.
Flohsamen wirken natürlich, lassen den Speisebrei aufquellen und füllen damit den Darm. Der Darm löst in Folge dessen automatische Muskelbewegungen aus und transportiert den Stuhl. Ballaststoffe und Quellstoffe wie Flohsamen mindern aber auch geringfügig die Fettaufnahme aus der Ernährung. Der Quellschleim schließt einen Teil der verzehrten Nahrungsfette ein und scheidet das Fett unverdaut aus.
Zudem senken Flohsamen die Zuckeraufnahme, was sie für Diabetiker interessant macht. Ballaststoffe schützen auch die Darmschleimhaut und filtern Giftstoffe, so dass diese mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Angebaut werden die Flohsamen vorwiegend in Pakistan und Indien.
Wer bisher eine sehr ballaststoffarme Ernährung gegessen hat, sollte langsam und sanft einsteigen, weil es sonst zu Verstopfungen kommen kann. Einen Teelöffel pro Tag unters Müsli oder in den Joghurt gerührt, reicht für den Anfang. Parallel sollte bei einer ballaststoffreichen Ernährung grundsätzlich viel Wasser oder Tee getrunken werden.
Eine mit Flohsamen oder anderen Ballaststoffen angereicherte Ernährung macht zwar satt und fördert die Verdauung, allein davon kann man aber noch nicht abnehmen.
Um das Gewicht erfolgreich zu reduzieren, muss eine ballaststoffreiche Ernährung mit einer kalorienreduzierten Mahlzeiten sowie Sport und Bewegung kombiniert werden.
Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt täglich 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe, denn Ballaststoffe sättigen und fördern eine gute Verdauung. Gesund essen heißt also möglichst auf Gemüse und Vollkornprodukte zurückzugreifen.
Zusätzlich zu einer ballaststoffreichen Ernährung, egal ob mit natürlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Vollkornprodukten oder angereichert mit Nahrungsergänzungsmitteln, sollte man ausreichend trinken. Täglich werden zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßter Tee empfohlen, weil es sonst zu Verstopfungen und Verdauungsproblemen kommen kann.
Wer keine ballaststoffreiche Ernährung gewöhnt ist, sollte seine Ballaststoffmenge langsam erhöhen und dem Körper so eine Chance geben, sich daran zu gewöhnen.