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Diätplan: Ballaststoffe beachten

In einem Diätplan können Ballaststoffe eine tragende Rolle übernehmen. Ballaststoffe, auch als Faserstoffe bezeichnet, haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, die sich besonders bei einer Diät postitiv bemerkbar machen.


Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an. Im Darm binden sie Wasser an sich und quellen in Verbindung mit dem Speisebrei auf. Der Druck auf die Darminnenwand signalisiert dem Kopf eine bevorstehende Darmentleerung. Eine regelmäßige Einnahme von Ballaststoffen bewirkt einen regelmäßigen Stuhlgang, was eine erfolgreiche Diät unterstützen kann.

Im Zusammenspiel mit den Kohlenhydraten bremsen sie den Anstieg des Blutzuckerspiegels – was im Umkehrschluss dazu führt, dass er weniger schnell absinkt. Der erfreuliche Effekt für eine Diät: Wir haben ein kleineres Hungergefühl.

Diät mit vielen Ballaststoffen

Eine Grundregel sollte befolgt werden, wenn man Ballaststoffe verstärkt in einen Diätplan einbindet: Viel Wasser trinken. Nur in Verbindung mit Wasser können Faserstoffe ihre größtmögliche Wirkung erzielen. Und Ballasststoffe werten nicht nur einen Diätplan auf – sie sind auch noch richtig gesund.

Das Funktionieren unseres Immunsystems ist direkt abhängig von der Qualität unserer Darmflora. Ein ausgeglichenes und aktives Bakterienmileu unterstützt diesen komplexen Prozess. Faserstoffe spielen hier eine Schlüsselrolle, weil sie gewissermaßen als Futter der Darmbakterien dienen und so indirekt unser Immunsystem stabilisieren.

Wie viele Ballaststoffe sollten auf dem täglichen Diätplan stehen?

Empfohlen wird eine tägliche Zufuhr von 30 Gramm Ballaststoffen. Die Hälfte sollten dabei Getreideprodukte liefern. Obst und Gemüse für decken den restlichen Bedarf ab. Besonders viel Ballaststoffe enthalten beispielsweise Vollkornnudeln mit 8 Prozent sowie Linsen und Erbsen mit jeweils 10 Prozent.

Unter den Obstsorten verzeichnet besonders die Johannesbeere einen hohen Anteil an Faserstoffen. Lange Zeit wurden Ballaststoffe als Stiefkinder einer gesunden Ernährung angesehen. So dass sie auch erst spät den Weg auf einen Diätplan fanden. Der Unwissenheit über die gesundheitsfördernden Eigenschaften verdanken sie auch ihren Namen.

Die Stoffe hatten keinerlei erkennbaren Nutzen und wurden daher als unnötiger Ballast bezeichnet. Noch heute glauben viele Menschen, dass diese Stoffe völlig unnötig und wertlos sind. Dabei sind ihre Funktionen im menschlichen Organismus viel komplexer und anspruchsvoller als gedacht.

Die wasserlöslichen Faserstoffe binden Wasser und quellen auf. Die Folge sind niedrigere Blutfettwerte und ein geringeres Herzinfarktrisiko. Die unlöslichen Faserstoffe arbeiten vornehmlich im Darm und dienen dort als Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Bakterien, deren Existenz lebensnotwendig ist. Nicht nur auf einem Diätplan sollten Ballaststoffe regelmäßig auftauchen – für eine gesunde Ernährung sind sie unentbehrlich.